Wie unterscheidet sich die Curve Kreditkarte von anderen Kreditkarten?

Die Curve Kreditkarte ist ein innovatives Produkt, das mehrere Kreditkarten in einer Karte bündelt. Man zahlt im Alltag nur mit einer Karte, welche der hinterlegten Kreditkarten letztendlich belastet wird, kann per App ausgewählt werden. Man kann sogar die zu belastende Kreditkarte im Nachhinein ändern.

Pro

  • Kostenlos und dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Alle Kreditkarten in einer Karte gebündelt
  • Keine Fremdwährungsbeühr (bis 500 Pfund monatl. = ca. 550€ danach 1%, ab November 2020 2%)
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben (bis 200 Pfund monatl. = ca. 218€, danach 2% Gebühren)
  • Banking per kostenloser Smartphone App

Kontra

  • Währungsaufschlag am Wochenende
  • Abhebungen gebührenpflichtig über Freibetrag
  • Fremdwährungsgebühr bei Zahlungen über Freibetrag
  • Kein Apple oder Google Pay
  • Kein Online Banking, alles via App
  • Es werden keine EC, Maestro und American Express Karten unterstützt, ausschließlich Visa und Mastercard
  • Irreführende dynamische Währungsumrechnung

curve black card

Vorteile der Curve Kreditkarte

Alle großen Vorteile der Curve Kreditkarte möchten wir euch in diesem Abschnitt genau erklären.

Kostenlose Kreditkarte – Die Curve Kreditkarte ist vollkommen kostenlos und ohne Jahresgebühr erhältlich. Somit kann man die Vorzüge der Karte unverbindlich und kostenneutral testen.

Alle Karten in einer Karte – Besonders wenn man mehrere Kreditkarten im Geldbeutel hat und ein wenig aufräumen möchte, ist die Curve Kreditkarte ideal. Bei Bezahlung mit der Karte wird die zu belastende Karte per App ausgewählt, selbst wenn die Zahlung bereits getätigt wurde, kann die zu belastende Karte noch geändert werden.

Keine Fremdwährungsgebühr bis 550€ – Curve gewährt bis zu 500 britischen Pfund (ca. 550€) pro Monat Zahlungen ohne Fremdwährungsgebühr, hier nehmen viele Anbieter 1-2% auf alle Umsätze.

Weltweit kostenlos Bargeld abheben – Zwar gibt es auch hier einen Freibetrag, der auf 200 brisitsche Pfund (ca. 218€) pro Monat begrenzt ist, dennoch kann man so teils hohe Abhebegebühren bei anderen eigenen Kreditkarten zumindest teilweise umgehen.

Banking per App – Die Curve Kreditkarte ist ein modernes Produkt eines Fintech-Startups, daher überrascht es auch nicht, dass das Banking ausschließlich über eine ausgeklügelte Smartphone App läuft.

Nachteile der Curve Kreditkarte

Die Curve Mastercard birgt natürlich auch einige Nachteile, alle wichtigen Negativpunkte zeigen wir euch hier.

Fremdwährungsgebühr ab ca. 550€ – Für Umsätze über dem Freibetrag von 500 britischen Pfund, werden aktuell 1% Gebühren, ab November 2020 2% zusätzlich fällig. Bei regelmäßigem Auslandseinsatz können so schnell hohe Zusatzkosten entstehen.

Währungsaufschlag am Wochenende – Um sich vor Währungsschwankungen an der Börse abzusichern, verlangt Curve für Umsätze in Fremdwährung an Wochenenden eine Gebühr. Dabei werden für britische Pfund und US Dollar 0,5%, für alle anderen Währungen 2% fällig.

Abhebungen nur bedingt kostenlos – Alle Abhebungen über dem monatlichen Freibetrag hinweg (200 britische Pfund / 218€) sind gebührenpflichtig. Curve nimmt hier einen Zuschlag von 2% mindestens jedoch 2 Pfund (2,19€) pro Vorgang.

Kein Apple oder Google Pay – Keiner der beiden neuen Bezahldienste wird von der Curve Mastercard unterstützt, besonders unpraktisch ist das, wenn man gerne mit dem Smartphone bezahlt.

Nur für Visa- und Mastercard – Leider werden von der Curve Kreditkarte aktuell noch keine American Express Kreditkarten, EC Karten oder sonstige Maestro Karten unterstützt.

Irreführende dynamische Währungsumrechnung – Obwohl die Curve Kreditkarte als Produkt die tägliche Verwendung von unterschiedlichen Zahlungsmitteln transparenter und einfacher machen will, sorgt die sog. dynamische Währungsumrechnung für das Gegenteil. Bei Zahlungen, die nicht in britischen Pfund getätigt werden, wird oft gefragt, ob die jeweilige Transaktion in die „Heimatwährung“ (in diesem Fall britische Pfund) umgerechnet werden soll. Wählt man in diesem Fall „Ja“ aus, wird ein sehr schlechter Wechselkurs angewandt und ggf. sogar eine Fremdwährungsgebühr fällig, da Curve den Betrag wieder in Euro umrechnet. Also, hier bitte immer „Nein“ auswählen um hohe Gebühren zu vermeiden.

Für wen lohnt sich die Curve Kreditkarte?

Die Curve Kreditkarte lohnt sich für alle, die bereits mehrere Kreditkarten im Geldbeutel haben und nicht immer jede Karte mit sich herumschleppen möchten.

Zudem können mit der Curve Mastercard etwaige Fremdwährungsgebühren und Abhebegebühren anderer Kreditkarten zumindest im Rahmen der monatlichen Freibeträge umgangen werden.

Man kann somit bspw. eine Kreditkarte, die sich aufgrund ihrer Gebührenstruktur eher weniger zum Auslandseinsatz eignet, wie das bei vielen Kreditkarten von Filialbanken der Fall ist, zu einer passablen Reisekreditkarte mit kostenlosen Abhebungen und gebührenfreien Zahlungen im Ausland machen, ohne sich für eine neue kostenpflichtige Kreditkarte entscheiden zu müssen.

Das ist außerdem für die Inhaber von Meilenkreditkarten interessant, da diese Karten oft hohe Gebühren für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährung erheben.

Konditionen & Infos im Überblick


Besonderheiten

KartensystemMaster Card
KartentypDebit Card
SchufaprüfungNein
Weltweit gebührenfrei abhebenJa (ca. 218€/ Monat, danach 2%, mindestens jedoch 2,19€ Gebühren pro Vorgang)
Dauerhaft ohne JahresgebührJa
LimitKein Limit (Debitcard)
Banking AppJa
Apple PayNein
Google PayNein
Kontaktlos bezahlenJa

Bezahlen und Bargeld abheben

Kosten bei KartenzahlungKosten bei Bargeldabhebung
Inlandgebührenfreigebührenfrei bis ca. 218€/ Monat (danach 2%, mindestens 2,19€ pro Vorgang)
Eurozonegebührenfreigebührenfrei bis ca. 218€/ Monat (danach 2%, mindestens 2,19€ pro Vorgang)
Fremdwährung weltweitgebührenfrei bis ca. 550€ pro Monat, danach 2% Gebührengebührenfrei bis ca. 218€/ Monat (danach 2%, mindestens 2,19€ pro Vorgang)

Gebührenübersicht

Effektiver Jahreszins(kein Dispo / Überziehung möglich)
Habenzins0,00 %
Jahresgebühr Hauptkarte (1. Jahr)kostenlos
Jahresgebühr Hauptkarte (ab dem 2. Jahr)kostenlos
Jahresgebühr PartnerkarteEs wird keine Partnerkarte angeboten

Kundenservice Infos

  • Kundenservice: via Chat in der Cure App
  • Sperr-Hotline: +44 203 322 2585

Alternativen zur Curve Kreditkarte

Die Curve Kreditkarte sollte nicht als eigenständige Kreditkarte betrachtet werden, sie ist eher eine Art Leistungserweiterung für bereits vorhandene Kreditkarten.

Besonders Inhaber von Meilen Kreditkarten wie der Miles and More Goldcard, können mit Hilfe der Curve Mastercard im Ausland bis zu einem gewissen Freibetrag gebührenfrei bezahlen, kostenlos Bargeld abheben und somit auch Meilen sammeln.

Eine vergleichbare Alternative, die bestehende Kredit- und Debitkarten in dieser Form bündelt, gibt es aktuell nicht.


Fazit & Empfehlung

Die Cure Kreditkarte ist ein interessantes und innovatives Produkt, dass besonders für Meilensammler und Inhaber einer Kreditkarte von einer Filialbank interessant ist. Beachtet man die Freibeträge für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährung und lässt man sich von der dynamischen Währungsumrechnung nicht beirren, kann die Curve Mastercard eine nützliche Ergänzung für ein bereits vorhandenes Kreditkarten-Portfolio sein.

Wir empfehlen eine Nutzung der Karte in Kombination mit einer Meilen oder Punkte Kreditkarte wie der Miles and More Goldcard (Achtung: American Express wird nicht unterstützt) und einer kostenlosen Kreditkarte wie z.B. der Hanseatic Bank Genialcard. In dieser Dreier-Konstellation kann man in nahezu jedem Einsatzszenario Gebühren vermeiden und zudem die meisten Meilen bzw. Punkte aus den Umsätzen generieren.

Hagen Föhr

Hagen Föhr

Gründer bei Noctua Media GmbH

Die Curve Kreditkarte ist ein einzigartiges Produkt, dass ein bestehendes Karten-Portfolio geschickt um zentrale Funktionen erweitert.

Mehr Infos

FAQ – Häufige Fragen zur Curve Kreditkarte

Wer steckt hinter der Curve Kreditkarte?

Curve ist ein Finanz-Startup aus England. Curve selbst ist keine Bank sondern eine Firma, verschiedene Kreditkarten in einer Karte bündelt.

Was kostet die Curve Kreditkarte?

Die Curve Classic Mastercard ist dauerhaft und bedingungslos kostenlos. Es werden zwei weitere Kartenmodelle angeboten die Curve Black (9,99€ pro Monat) und die Curve Metal (14,99€ pro Monat). Die kostenpflichtigen Modell bieten höhere Freibeträge für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen sowie eine weltweit gültige Reise-Versicherung.

Kann man mit der Curve Kreditkarte kostenlos Bargeld abheben?

Ja, bis zu einem monatlichen Freibetrag von 200 britischen Pfund, das entspricht ungefähr 218€. Abhebungen über diesen Freibetrag hinaus sind gebührenpflichtig (2% auf den Betrag, mindestens jedoch 2,19€ Gebühren).

Wie hoch ist das Limit bei der Curve Kreditkarte?

Da es sich um eine Debitcard handelt, entspricht das Limit immer dem Verfügungsrahmen der jeweils hinterlegten Kreditkarte. Außerdem begrenzt Curve das Tageslimit für Verfügungen mit der Karte unabhängig vom Limit der angeschlossenen Kreditkarte auf 2.000 britische Pfund (ca. 2.190€) pro Tag bzw. auf 5.000 Pfund monatlich (ca. 5.500€). Diese Limits können nach einigen Monaten nach oben korrigiert werden.

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