Kolosseum und Co. – Sehenswürdigkeiten in Rom

Hey liebe UHUs,
 
Rom ist geradezu gepflastert mit uralten Monumenten, Bauwerken und Denkmälern. Die meisten der unzähligen Touristen kommen wegen der unglaublich schönen und ebenso alten Sehenswürdigkeiten in Rom.
 
Das bekannteste Monument der Antike ist wohl das Kolosseum, gleich gefolgt von der Spanischen Treppe und dem Trevibrunnen. Diese und viele Sehenswürdigkeiten in Rom mehr sind wirklich einen Besuch wert. Wie ihr dahin kommt, welche von ihnen kostenlos sind und woher ihr am besten die Tickets nehmt – hier kommen die Details zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Rom!

Der Trevibrunnen in Rom

Wer kennt diesen Brunnen und seinen Brauch nicht? Hand heben! OK – ich erkläre euch nochmal, was es mit diesem Brunnen auf sich hat. Zunächst ist zum Trevibrunnen zu sagen, dass er 50 Meter breit und 26 Meter hoch ist. Er wurde zwischen 1732 und 1762 gebaut und 2015 aufwändig restauriert.
 
Der Brunnen entstand übrigens aus einem Architekturwettbewerb heraus, der wiederum von Papst Clemens XII. initiiert wurde. Den Zuschlag bekam der bis dato noch unbekannte Architekten Nicola Salvi. Leider verstarb Salvi noch während der Bauarbeiten und Guiseppe Pannini übernahm die Leitung. Travertin aus Tirol und das berühmte Carrara Marmor wurden im Brunnen verbaut, der neben einer aufwändigen Palastfassade auch zahlreiche Meeresbewohner und Felslandschaft zeigt.
 
Oberhalb des Brunnens sehr ihr dann noch vier kleine Statuen, die die vier Jahreszeiten repräsentieren, und außerdem ist das Wappen von Papst Clemens XII. – der Typ mit dem Architekturwettbewerb – zu sehen.
 
Kolosseum und Co. die schönsten Sehenswürdigkeiten in Rom
 
Jeden Tag landen Münzen im Trevibrunnen – warum? Eiin Wurf über die Schulter Glück bringen – das findet einfach auf eurer Rom Reise heraus. Der Legende nach kehrt jeder nach Rom zurück, der eine Münze im Brunnen lässt. Zwei Münzen versprechen eine romantische Beziehung mit einem Römer oder einer Römerin, drei Münzen führen angeblich zur Heirat – mit eben dieser Person. Ob das wirklich so ist, müsst ihr schon selber herausfinden. Ihr solltet jetzt jedenfalls nicht mehr überrascht sein, wenn eine dieser Sachen eintritt.

Der Trevibrunnen im Film

Der Trevibrunnen ist übrigens auch Filmstar. In “La Dolce Vita” findet nämlich eine Schlüsselszene am und im Brunnen statt. Auch der amerikanische Film “Drei Münzen im Brunnen” thematisiert den Mythos um den Trevibrunnen. Der Wunsch nach Freiheit führt auch die junge Kronprinzessin aka Audrey Hepburn in “Ein Herz und eine Krone” am Brunnen vorbei.
 
Der Brauch am Trevibrunnen ist übrigens nicht nur romantisch, traditionell oder einfach lustig, sondern für die Stadt auch äußerst lukrativ. Um die 300 Euro kommen pro Tag ungefähr zusammen.

Der Vatikan

Innerhalb einer Stadt von einem Land ins andere? Das geht nur in Rom. Hier könnt ihr von Italien in den Vatikan – oder Vatikanstadt – oder wie es amtlich heißt: Staat Vatikanstadt gehen. Hierbei handelt es sich um das kleinste Land der Welt mit rund 0,44 Quadratkilometern und um die 1000 Einwohner. Und dennoch ist es ein Land, auf das zeitweise die ganze Welt blickt. So eben, wenn alle auf Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle warten.
 
Das Oberhaupt des Vatikans ist übrigens das gleiche wie das der katholischen Kirche – ihr habt es schon raus, es ist der Papst. Der Regierungschef ist dann allerdings doch jemand anders.
Insgesamt gibt es im Vatikan viel zu sehen: den Petersdom und den Petersplatz kennt ihr bestimmt aus dem Fernsehen, außerdem sehenswert sind die Vatikanischen Museen sowie die Sixtinische Kapelle, Paläste und Gärten.

Der Petersdom

Der Petersdom ist nicht die erste Kirche auf diesem Gelände – es gibt einen Vorläufer, der Alt-Peter genannt wird. Der Petersdom, wie wir ihn heute kennen, wurde zwischen 1506 und 1626 gebaut. Mit seinen 137 Meter Höhe ist er über Rom weithin zu sehen. Allein die Fassade des Doms hat eine Breite von 115 Metern und eine Höhe von 45 Metern.
 
Der Ort selbst ist übrigens nicht zufällig gewählt. Denn in diesem Grund soll der Apostel Simon Petrus begraben worden sein. 15.160 m² groß ist der fantastische, sakrale Bau und 60.000 Menschen finden in ihm Platz.Mehr als 8 Millionen Besucher kann der Petersdom jährlich verzeichnen – auch euch? Mithilfe eines Audioguides könnt ihr den Petersdom in seiner ganzen Pracht kennenlernen und euch die Zeit nehmen, die ihr für die Besichtigung braucht.
 
Der Petersdom an sich ist erstmal kostenlos zu besichtigen, außer, wenn ihr in die Kuppel wollt. Der Aufstieg kostet euch dann doch ein paar Euro. Für den ersten Teil könnt ihr übrigens den Aufstieg nehmen, dann bleiben euch aber immer noch 320 Stufen zu Erklimmen.

Die Sixtinische Kapelle

Benannt ist dieses Bauwerk nach Papst Sixtus IV. und weltbekannt. Sixtus ließ die einstmals eher bescheidene, wenn auch damals schon große Kapelle 1477 umbauen, und in diesem Zug wurden auch die Wände mit prächtigen Malereien versehen. So erzählt die Westwand in beeindruckenden Bildern Geschichten aus dem Leben Moses, auf der Nordwand findet ihr Szenen um Jesu Christi. Außerdem prangen die Porträts sämtlicher Päpste an den Wänden. Und die wurden von den Besten ihres Fachs angefertigt: von Pietro Perugino, Sandro Botticelli, Domenico Ghirlandaio oder Cosimo Rosselli.

Die Geschichte der Sixtinischen Kapelle

Die Gestaltung erfuhr im Laufe der Jahrhunderte einige Änderungen. 1481 malte Pier Matteo d’Amelia einen Sternenhimmel an die Decke, 1508 wurde Michelangelo Buonarotti beauftragt, das Gewölbe und die halbkreisförmigen Wandteile unterhalb der Decke neu zu gestalten. In der Folge erhielt Michelangelo weitere Aufträge und nahm damit starken Anteil an der Gestaltung der Kapelle – bis heute.
 
Zwischen 1508 und 1512 erging der Auftrag von Papst Julius II. Die Deckenmalereien, wie sie heute noch zu sehen sind, wurden am 1. November 1512 enthüllt und zeigen Szenen aus dem Buch Genesis. Auf insgesamt 520 m² könnt ihr 115 überlebensgroßen Charaktere bewundern – die sehen wirklich authentisch aus. Aber es gab weitere Veränderungen: Ende des 16. Jahrhunderts dekorierte Hendrik van den Broeck die Eingangswand mit der Auferstehung Christi.

Eintritt in die Sixtinische Kapelle

Für die Sixtinische Kapelle müsst ihr einen Eintrittspreis zahlen, die Preise variieren allerdings danach, ob ihr Pilger oder Einzelbesucher seid, ob ihr nur die Kapelle oder auch die Vatikanischen Museen im Kombiticket sehen wollt, ob ihr einen Guide wollt oder gleich eine Zugfahrt durch den ganzen Vatikan.

Die Vatikanischen Museen

Unter den Vatikanischen Museen versteht man die päpstlichen Kunstsammlungen, die sich allesamt auf den 0,44 Quadratkilometern des Vatikans befinden. Zu besichtigen sind hier Kunst- und Handwerksgegenstände aus vielen Epochen und noch mehr Kulturkreisen.
 
Außerdem gehören die Sixtinische Kapelle und weitere Bauten wie das Appartamento Borgia und die Loggien Raffaels dazu, ebenso wie die drei vatikanischen Höfe, den Cortile della Pigna, den Cortile della Biblioteca und den Cortile del Belvedere. Eine Menge zu Bewundern gibt es auf jeden Fall.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom

Das Kolosseum – der Gigant in Rom

Wer hat es noch nie auf einem Foto gesehen? Das Kolosseum ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Roms, und man kommt eigentlich nicht daran vorbei, wenn man einmal nach Rom reist. Erbaut wurde dieses Wunderwerk der Architektur in der Antike – zwischen 72 und 80 nach Christus. Die Geschichte dahinter ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn es war keineswegs einfach nur ein nettes Bauwerk mit atemberaubenden Katakomben, sondern eine Arena, in der es um Leben und Tod ging. Allerdings sind die Kämpfe auf Leben und Tod kein Einzelfall in der Weltgeschichte. Und doch hatte nur im antiken römischen Kontext das Publikum die Chance einen der Kombatanten zu begnadigen.
 
Die sogenannten Gladiatorenkämpfe waren nicht einfach gewalttätig und grausam, sondern hatten Zwecke und Regeln. So wurden diese Kämpfe unter Kaiser Trajan mit dem Motto “Panem et circenes” versehen, eine Idee wie er das römische Volk grundversorgen und beschäftigen konnte. So wurde den Einwohnern Roms ein Spektakel geboten, bei dem sie auch Essen bekamen. Julius Caesar nutzte ein ähnliches Prinzip für Stimmenfang.

Ein Tag im antiken Kolosseum

Und so lief ein sogenannter “munus”, ein Spektakel dann ab: die Veranstaltung dauerte einen ganzen Tag, der sich in drei Phasen teilte. Nach dem Start durch eine pompöse Prozession gab es Tierhetzen – wobei es zum einen um – na klar – Blut und zum anderen um Prestige ging, denn die Tiere, die dort vorgeführt wurden und schließlich zu großen Teilen auch den Tod fanden, kamen aus der ganzen Welt. So zeigten sich die Ausmaße des römischen Reiches. Gegen Mittag mussten verurteilte Verbrecher und Kriegsgefangene in die Arena, die im Grunde keine Chance darauf hatten, den Tag zu überleben. Das wurde auch eiskalt durch die Begrüßung des Spielleiters durch die Kämpfer deutlich – morituri te salutant – zu deutsch: die Todgeweihten grüßen dich.
 
Gegend nachmittag gab es dann etwas mehr Glamour: die Kämpfer am Nachmittag waren Einzelkämpfer und Gladiatoren, vor allem aber Freiwillige, die nach dem Kampf durchaus noch am Leben sein konnten oder sogar Preise erhielten. Die Chancen auf einen Sieg standen schon allein aufgrund der medizinischen Versorgung und des Trainings sehr viel besser. Und die Bezahlung war durchaus eine Motivation, sich als Freiwilliger zu melden, denn nicht jeder Kampf der Freiwilligen endete tödlich. In den meist asymmetrischen Duellen standen sich Kämpfer mit Netzen, Dolchen, Dreizacken, Kurzschwert und Schild gegenüber.

Das Kolosseum in Zahlen

50.000 Zuschauer konnten durch 80 Eingänge auf die Zuschauerränge gelangen. Rund 450 Jahre war das Kolosseum Schauplatz blutiger Kämpfe, bei denen rund 300.000 Menschen den Tod fanden. Heute ist das Kolosseum ein Mahnmal gegen die Todesstrafe und wird immer, wenn irgendwo auf der Welt ein Todesurteil ausgesetzt oder die Todesstrafe abgeschafft wird, für 48 Stunden lang bunt angestrahlt.

Das Kolosseum besichtigen

Kommen wir zu der Ruine des Kolosseums, die heute noch in Rom zu sehen ist. Ihr könnt sie besichtigen – das sind die guten News. Es ist nicht ganz billig – damit solltet ihr in Rom sowieso schon gerechnet haben. Für ein Ticket fürs Kolosseum zahlt ihr um die 16 bis 18 Euro. Allerdings kommt ihr mit dem Ticket auch zum Forum Romanum und ins Palatinmuseum.
 
Vom Ticket gibt es auch eine ermäßigte Version – die erhaltet ihr, wenn ihr zwischen 16 und 25 Jahre alte EU-Bürger seid. Bereitet euch darauf vor, eine flughafenähnliche Kontrolle zu durchlaufen. Also Gürtel aus, Pass bereithalten und Flüssigkeiten reduzieren!
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom

Der Circus Maximus

Das Kolosseum ist übrigens nicht der einzige Ort in Rom, an dem es blutige Kämpfe und spannende Wettbewerbe gab. Der Circus Maximus in Rom war ebenfalls eine große Arena, 600 Meter Gesamtlänge und 140 Meter Breite zeichneten dieses Bauwerk aus. Zu Zeiten des Augustus passten 150.000 Menschen auf die Zuschauerränge des Circus Maximus, zur Lebzeit von Plinius dem Älteren – also zwischen den Jahren 24 und 79 – sollen sogar 250.000 Menschen auf einmal die Spektakel im Circus Maximus haben verfolgen können. Mehr als 500 Jahre sollen im Circus Maximus Wagenrennen zu besonderen Feiertagen und meistens auf Kosten des Staates stattgefunden haben.

Die Kämpfe im Circus Maximus

In der Regel hatten dabei die Wagenlenker die Mittelinsel – die Spina – sieben Mal zu umrunden. Während der römischen Republik war nicht das Programm auf RTL abendfüllend, sondern eine Reihe aus 12 Wagenrennen. Während der Kaiserzeit waren sogar 24 Rennen die Regel. Aber auch im Circus Maximus wurden wilde Tiere gemeinsam mit Kämpfern in die Arena geschickt, Kämpfe Mensch gegen Mensch abgehalten, wurde begnadigt und verdammt.

Besichtigung des Circus Maximus

Viel übrig ist von dem einstigen Prachtbau leider nicht mehr. Obwohl es letztendlich nur noch eine Grünfläche, ein paar letzte Ruinenstücke lassen erahnen, wie groß der Circus Maximus gewesen sein muss. Zur Vorbereitung könnt ihr auf jeden Fall ein paar Filme gucken wie zum Beispiel den Klassiker Ben Hur – wobei es davon mehrere Verfilmungen gibt, eine Vorstellung von der Größe des Circus Maximus bekommt man auch in der Realverfilmung “Asterix bei den Olympischen Spielen”, wobei diese Olympischen Spiele in Griechenland stattfinden. Außerdem interessant vor einem Besuch des Circus Maximus ist vermutlich auch die Romanverfilmung “Quo Vadis” mit Peter Ustinov.
 
Aber genug von Film – kommen wir zur Realität. In der kostet nämlich der Circus Maximus keinen Eintritt, allerdings gibt es mittlerweile ein Museum dazu, das euch nochmal die monumentale Bedeutung näher bringt, denn wie auch das Kolosseum war der Circus Maximus Schauplatz von politischen Handlungen.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom

Bocca della Verità

Der Bocca della verità – auch Wahrheitsmund genannt – liegt gleich in der Nähe der einstigen Wagenrennbahn. Der ein oder andere von euch hat vermutlich schon von dem riesigen Steinrelief gehört, das für den ein oder anderen zur echten Mutprobe wird. Denn der Legende nach beißt der Mund zu, sobald ein Lügner seine Hand in die Steinhöhle steckt. Also Vorsicht! Die Legende geht sogar bis ins Mittelalter zurück, denn als Lügendetektor war der Bocca angeblich unschlagbar. Und wenn der Mund selbst nicht beeindruckend genug war, stellte man einen Henker mit Schwert hinter die Steinscheibe. Immer diese blutigen Geschichten!…Weniger fun aber immer noch Fact ist, dass am 12. März 1812 ein Räuberhauptmann und vier Komplizen an der Bocca hingerichtet wurden.
 
Der Bocca selbst besteht aus Pavonazzetto-Marmor und die gesamte Steinscheibe hat einen Durchmesser von 175 Centimetern. Die Herkunft dieses mythischen Gesichtes ist allerdings ungeklärt. Und doch gibt es ein paar Funfacts. So komponierte Heinrich August Platzbecker eine gleichnamige Operette – und zwar so um 1900 herum. Auch im Film “Ein Herz und eine Krone” mit Audrey Hepburn spielt der Wahrheitsmund eine Rolle.

Das Pantheon in Rom

Wenn ihr auf den Spuren der Antike in Rom wandelt, solltet ihr das Pantheon auf gar keinen Fall verpassen, denn das hier ist nichts geringeres als das besterhaltenste Gebäude der römischen Antike. Mittlerweile ist das Gebäude zur Kirche umgeweiht und offen für Besichtigungen. Und das Pantheon ist wirklich sehenswert: unter Kaiser Hadrian fertig gestellt, besaß das Pantheon über 1700 Jahre lang die größte Kuppel der Welt. Diese Kuppel hat einen gigantischen Durchmesser von 43 Metern und besteht – auch sehr spannend – aus leichtem Vulkangestein.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom
 
Wofür genau der Bau in der Antike diente, ist nicht zu 100 Prozent geklärt, aber vermutet wird, dass es ein allen römischen Göttern geweihter Tempel gewesen sein könnte oder eine staatliche Repräsentationsstätte. Aufgrund seiner Form trägt es auch den Beinamen “La Rotonda”. Im Jahre 609 erfuhr die architektonische Schönheit ihre Umweihung zur Kirche für die Heilige Mutter Maria sowie für alle christlichen Märtyrer.
 
Ab der Renaissance – sprich so ab dem 15. Jahrhundert – wurde das Pantheon auch als Grabstätte für berühmte Künstler der Zeit genutzt. So fanden der Maler Raffael nebst Verlobter Maria Bibbiena hier ihre letzte Ruhestätte, begraben wurden hier auch die Maler Perino del Vaga – ein Schüler Raffaels, Giovanni da Udine und Taddeo Zuccari sowie das Herz des Kardinals Ercole Consalvi.

Das Pantheon besichtigen

Einfacher könnte eine Besichtigung des Pantheon in Rom nicht sein. Lange Wartezeiten gibt es nicht und der Eintritt ist – hurra – kostenlos. Diese Bedingungen sorgen natürlich dafür, dass es im Pantheon ziemlich oft sehr voll ist, aber das sollte eure Begeisterung für das Gebäude nicht trüben. Denn wie so einige Orte in Rom ist das ein geschichtsträchtiger Ort, den zu besichtigen sich auf jeden Fall lohnt.

Aufregend und gruselig – die Katakomben Roms

Ab in die Unterwelt – naja, zumindest in die Welt unterhalb der ewigen Stadt. Die verfügt über mehr als 60 Katakomben, krass oder? Aber nicht alle davon könnt ihr besichtigen. Die bekanntesten liegen unter der Via Appia Antica, einer Straße, die Richtung Süden aus der Stadt führt. Die Katakomben Roms sind zu unterschiedlichen Epochen entstanden, die ältesten stammen aus vorchristlicher Zeit. Die Christen bestatteten im zweiten Jahrhundert ihre Verstorbenen in den Katakomben und bauten selbige bis zum fünften Jahrhundert maßgeblich aus.
 
So waren die unterirdischen Gänge nicht einfach nur Wege, um von A nach B zu kommen, sondern auch Stätten zur Heiligenverehrung, Versammlungsort und eben Friedhof.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom
 
Nach all der Arbeit ist es ein Jammer, dass viele der Gänge mit dem Einfall der Germanen im sechsten Jahrhundert zerstört wurden und schließlich in Vergessenheit gerieten. Rund zwei Jahrhunderte später wurden die Gebeine von Heiligen aus der Erde geholt und in römischen Kirchen entweder wieder bestattet oder ausgestellt.
 
Besichtigen könnt ihr heutzutage vier Katakomben: Die Calixtus-Katakomben, die Sebastian-Katakomben, die Domitilla-Katakomben und die Priscilla-Katakomben.
 
Die Sebastian-Katakomben erreicht ihr vom Seitenschiff der Basilika San Sebastiano fuori le mura aus. Vom ersten bis zum fünften Jahrhundert wurden die Sebastian-Katakomben als Grabstätte genutzt – auch für heidnische Gräber. Die Calixtus-Katakomben liegen unter der bereits genannten Via Appia Antica und beherbergt auf einer Gesamtfläche von 15 ha, auf fünf Ebenen über 500.000 Gräber. Alle Gänge zusammen haben eine Länge von 20 Kilometern. Zu den Toten, die dort liegen, gehören Päpste und die Heilige Cäcilia, die dort enthauptet aufgefunden wurde.
 
Als die beeindruckendsten Katakomben Roms gelten die Domitilla-Katakomben. Und nebenbei sind es auch die größten. Wenn ihr diese aufsuchen wollt, müsst ihr euch an folgende Adresse begeben: Via delle Sette Chiese 280. Wenn ihr diese Adresse in euer Navy eingebt, werdet ihr feststellen, dass diese Katakomben unweit der Calixtus-Katakomben liegen und sich so die Besuche beider Stätten gut kombinieren lassen.

Wann die Katakomben in Rom besichtigen?

Die Calixtus-Katakomben könnt ihr außer Mittwochs jeden Tag besichtigen, für einen Eintritt von ungefähr acht Euro. Rein kommt ihr zwischen 9.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 14.00 und 17.00 Uhr. Außerdem gibt es mehrere Anbieter, die euch auf einer Bustour die Katakomben und die Via Appia Antica zeigen. Die Bustouren lohnen sich allein schon deswegen, weil die Katakomben nicht gerade im Zentrum des heutigen Roms liegen, sondern eher vor den Toren der Stadt.

Die Engelsburg von Rom

Das, was in Rom heute Burg genannt wird, war ursprünglich als letzte Ruhestätte für Kaiser Hadrian und dessen Nachkommen vorgesehen. Und so wurden sämtliche Kaiser samt Gattinnen begraben, darunter Hadrian und seine Frau, sowie Mark Aurel, ein bedeutender Kaiser und Autor. Inspiriert ist der Stil vom Mausoleum des Kaisers Augustus sowie dem architektonischen Werk der Etrusker.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom
 
Kirchliche Würdenträger nahmen erst später diverse Umbauten vor, sodass das Gebäude – wenn man es denn so nennen darf – zur Burg wurde. Seit 1906 empfängt die Engelsburg Besucher. Bis es aber soweit war wurde die Burg mal in eine Stadtmauer integriert, als Stützpunkt ausgebaut, von den Päpsten Alexander VI. und Nikolaus V. zur Wohnstätte umgebaut, als Archiv genutzt, zum Gefängnis umfunktioniert, war Zufluchtsort, Hinrichtungsort, Lagerraum, wurde geplündert und beschlagnahmt. Puh – das war eine lange Liste. Wie auch immer – die Geschichte dieser Mauern ist super spannend.
 
Nebenbei hat die Burg einige Päpste, die Pest und Blut gesehen, spielt eine Rolle in der Oper Tosca und in dem Roman “Illuminati”. Für den Eintritt in die Engelsburg zahlt ihr gut 15,50 Euro, ermäßigt sind es gut fünf Euro weniger.

Die Villa Borghese

Die Villa Borghese ist ein echtes Traumhaus und liegt in der gleichnamigen Parkanlage. Das alleine ist schon sehenswert, doch ihr solltet auch aus einem anderen Grund euren Weg dorthin zu machen. Denn die Villa Borghese beherbergt die Galleria Borghese, die einige der schönsten Kunstschätze bereit hält.
 
Der Baubeginn der Villa erfolgte im Jahr 1612 auf Grundlage des Entwurfs von Flaminio Ponzio, der leider noch während der Entstehung verstarb, so dass Giovanni Vasanzio übernahm und noch ein paar eigene Elemente einbrachte, so etwa die U-förmige Terrasse. Zwischen 1730 und 1800 gab es erste Änderungen auf dem Anwesen und die Gärten wurden mit englischem Stil versehen.
 
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Die Kunstsammlung des Kardinals Borghese

Angelegt wurde die wertvolle Sammlung in erster Instanz von Kardinal Scipione Borghese, der auch Bauherr des hochherrschaftlichen Anwesens war. In dem Teil, der Casino genannt wird, befand sich zuerst nur die Antik- und Skulpturensammlung des Klerikers, diverse Erbschaften bereicherten die Kollektion. Allerdings musste der Kardinal auch Verluste hinsichtlich der Kunstwerke hinnehmen: als nämlich Camillo Borghese die Schwester Napoleons – Pauline – ehelichte und der neue Schwager Druck auf den Kardinal ausübte, der daraufhin zahllose Statuen, Büsten, Skulpturen, Säulen, Vasen und Reliefs an den Louvre verkaufte. Manche davon gelten heute als dessen Glanzstücke.
 
Anfang des 19. Jahrhunderts veranlasste ein Nachkomme der Familie Borghese Ausgrabungen auf dem Gelände des Familienbesitzes. Dabei kamen wieder Kunstschätze zutage. Die wohl bekanntesten Namen, die in der Sammlung heute vertreten sind, sind Leonardo DaVinci und Tiziano Vecellio, besser bekannt als Tizian, auch zu besichtigen sind Werke von Raffael, Bassano und Caravaggio. Auch die Dame, deretwegen die Kunstsammlung einst so starke Verluste verzeichnete – oder besser gesagt, wegen deren Bruder – hat ihren Eingang in die Ausstellung selbst gefunden: Als Venusskulptur von Antonio Canova.

Die Parkanlage Borghese

Alle Wege führen nach Rom, und vier Zugänge führen zur Villa Borghese: über die Via Pinciana, die Piazza H. Sienkiewicz – benannt nach dem Autor des historischen Romans “Quo vadis”, der Piazzale Brasile und der Piazzale Flaminio. Wenn ihr direkt zur Kunstausstellung strebt, müsst ihr euch zur Adresse Piazzale Scipione Borghese 5 begeben. Aber auch im Park kann man es aushalten, denn der ist mehr ein ganzes Festivalgelände als ein Garten mit seinen fünf Quadratkilometern Fläche. Die Familie Borghese, die hier gerne ihre Sommer verbrachte verfügte neben diesem Freigelände auch über Weinberge, Ställe und Remisen, hielt seltene Tieren im Tiergarten, und Vögel in einer Volière.
 
1889 und 1890 war die Villa Unterkunft des Päpstlichen Portugiesischen Kollegs, ab 1902 konnte die Familie das Haus nicht mehr halten und so ging es in Staatsbesitz über, ist heute Touristenattraktion und Schauplatz des alljährlichen internationalen Springreitturniers namens CSIO Rom auf der Piazza di Siena.

Eintritt in die Villa Borghese

Natürlich könnt ihr die Villa und die Kunstsammlung besichtigen – gegen Eintritt. Für Erwachsene kostet selbiger 21 Euro, die ermäßigte Eintrittskarte kriegt ihr für 15 Euro, unter 17-Jährige laufen für 6 Euro durchs Eingangstor.
 
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Caracalla Therme

Wer sich schon ein bisschen mit dem sozialen Leben in der römischen Antike auseinander gesetzt hat, weiß: Hygiene und der Gang in die Therme hatten dort einen hohen Stellenwert. Ab der späten Republik begannen in Rom die Bäder aus dem Boden zu sprießen, zwischen 500 bis 300 v. Chr entstanden die großen öffentlichen Bäder, die im alten Griechenland zu dieser Zeit schon lange normal waren. Zuträglich für das Prinzip eines öffentlichen Bades waren natürlich auch die Wasserleitungen, die es ab 305 vor Christus gab.
 
Von da an wurde es für die Bürger Roms zur Gewohnheit, die öffentlichen Badeanstalten aufzusuchen. Aber nicht nur die Hygiene stand dabei im Mittelpunkt, vielmehr war es ein soziales Event, ein Raum, in dem man sich zum Austausch und zum Handeln treffen konnte. Die römische Kaiserzeit brachte die prunkvollsten und teuersten Thermen hervor. So etwa die Thermen Marcus Vipsanius Agrippa mit einer Größe von 14.500 m², die der Kaiser in seinem Testament dem römischen Volk vermachte und somit kostenlosen Eintritt festlegte.

Badekultur im alten Rom

Der typische Badbesuch verlief ungefähr wie folgt: der erste Gang führt den Besucher in den Umkleideraum – auf Lateinisch apodyterium – und dann ins Lauwasserbad. Zur Entspannung dient anschließend das tepidarium – ein Wärmeraum zur Entspannung. Auf dem typischen Programm steht anschließend das Caldarium, ein Wärmebad, woraufhin das Dampfbad folgt. Diese gesamte Prozedur wurde mehrmals wiederholt, gegebenenfalls mit einem Zwischenstopp im frigidarium, einem Kühlraum mit Kaltwasserbecken. Ganz schön ausführlich, oder?
 
Aber wie gesagt: das Baden hatte nicht nur einen reinigenden Zweck, da lohnte sich ein längerer Aufenthalt schonmal. Außerdem gab es Sportmöglichkeiten und Massagen, Lokale und Spielhallen. Lange badeten Frauen und Männer getrennt voneinander, bis schließlich die Regeln gelockert wurden und gemeinsames Baden erlaubt. Es ist überliefert, dass die Bürger Roms zwar Eintritt zahlen mussten, aber auch an die ärmeren Menschen gedacht war. Kinder, Soldaten und teilweise auch Sklaven waren vom Eintrittspreis befreit.

Die Kaisertherme Caracalla

Eine der größten Kaiserthermen – mit immerhin 337×328 Metern – war die Caracalla-Therme, die zwischen 216 und 217 n. Chr. gebaut wurde. Ihren Namen erhielt sie von Kaiser Caracalla unter dessen Herrschaft der Bau fertig gestellt wurde. Im alten Rom lag diese Therme in einem eher ärmlicheren Viertel der Weltstadt und man vermutet, dass sie aus einem bestimmten Grund dort errichtet wurde: um den Kaiser bei den einfachen Menschen beliebter zu machen. Literarische Quellen belegen auf jeden Fall, dass die Therme kostenlos für jeden und bis zum 5. Jahrhundert in Betrieb war. Ebenso war sie für ihre reiche Ausstattung mit Marmor, Kapitellen, Mosaiken, 252 Säulen und mindestens 120 Statuen bekannt.

Besichtigung der Caracalla Therme

Heute ist das einstige Prunkbad eine Ruine, in der ihr eure Fantasie spielen lassen könnt. Begebt euch mithilfe des Audioguides auf eine Zeitreise und träumt euch den Marmor und die Skulpturen, den Geräuschpegel und die Gerüche einfach wieder herbei. Mit Audioguide zahlt ihr gut 15 Euro Eintritt, um eine der beeindruckendsten und besterhaltensten Thermen der Antike zu sehen. Um zur Therme gelangen, müsst ihr an der Station Circo Massimo aussteigen oder anderweitig zur Adresse Via delle Terme di Caracalla 52 fahren.

Öffentliche Plätze in Rom

Das Forum Romanum

Wenn es einen Ort im alten Rom gegeben hat, den man politisches, wirtschaftliches, religiöses und kulturelles Zentrum nennen kann, dann ist das eindeutig das Forum Romanum. Es war der bekannteste Ort der römischen Welt, an dem auch symbolische Akte vollzogen wurden.

Cicero und das Forum Romanum

So wurden zum Beispiel des Redners Cicero Kopf und Hände nach dessen Ermordung auf dem Forum Romanum ausgestellt. Dieser hatte sich mit Marcus Antonius – Liebhaber Kleopatras und Mitglied des Zweiten Dreimannbundes (Triumvirat) verfeindet und musste daher das Zeitliche segnen. Als Warnung an alle, die ihre Zunge nicht im Zaum halten können, wurde im Zuge dieser “Ausstellung” Ciceros Zunge mit einer Haarnadel durchbohrt. Aber das nur am Rande.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom

Sehenswürdigkeiten auf dem Forum Romanum

Erwähnenswert sind außerdem die zahlreichen Bauten auf dem Forum Romanum, etwa der Saturn-, der Titus- und Vespasiantempel, der Concordia-Tempel, den Triumphbogen zu Ehren des Kaisers Septimius Severus, die Curia Iulia, in der der römische Senat zusammenkam, sowie das Rednerpult – genannt Rostra. Und das sind bei weitem nicht alle Sehenswürdigkeiten, die ihr auf dem Forum Romanum finden könnt.
 
Die Ruinen des ehemaligen Zentrums der Stadt erzählen zahllose Geschichten über das Leben im alten Rom. So könnt ihr dort zum Beispiel wohlhabende Patrizier in ihren Togen mit purpurrotem Streifen imaginieren, Kinder, die in halb zerrissenen Tuniken herumrennen und fangen spielen, Schüler, die in den Säulengängen über ihren Wachstafeln sitzen, Marktleute, die ihre Ware anpreisen….Das Spektrum ist quasi endlos – ebenso wie die Facetten des römischen Lebens selbst.

Besichtigung des Forum Romanum

Besichtigen könnt ihr den Komplex des Forum Romanum auch – mittels eines 12 Euro teuren Kombitickets, mit dem ihr auch ins Kolosseum und ins Palatinmuseum kommt. Ermäßigt kostet das Ticket 7,50 Euro, kostenlos kommt ihr rein, wenn ihr unter 18 Jahre alt seid.

Die Piazza Navona

Verlassen wir für einen Moment die spannende Antike und wenden wir uns einem anderen Schauplatz zu – der Piazza Navona. Dieser öffentliche Platz ist ein Repräsentant des barocken Rom und eigentlich immer sehr belebt. Drei Springbrunnen dekorieren den entspannten Ort mitten im aufregenden Rom. Darunter auch der Fontana dei Quattro Fiumoi, der Vierstrombrunnen, der mit seinen Obelisken das Bild des Platzes maßgeblich prägt. Die vier Ströme stehen für vier Flüsse von vier Kontinenten: die europäische Donau, den asiatischen Ganges, den Nil für Afrika und den Rio della Plata für Amerika. Der Brunnen stammt aus dem Barock.
 
Und letztendlich kommen wir doch immer wieder zur Antike, denn dort, wo Bürger wie Touristen heute flanieren, essen, quatschen und Malern über die Schulter schauen, entstand unter Julius Caesar ein erstes, einfaches Stadion für athletische Wettkämpfe errichtet und unter Domitian zu einer wuchtigen Arena ausgebaut. Nach einem Brand am Kolosseum diente besagtes Stadion als Ersatzlocation für Gladiatorenkämpfe. Von dem griechischen Wort für Wettkampf – Agon – leitet sich der heutige Name des Platzes ab. An seiner Form lässt sich immer noch das offene Stadion erkennen.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom
 
Messen und Märkte, sowie Cafés und Straßenstände dominieren heute das Aussehen des Platzes. In der Weihnachtszeit gibt es hier einen Weihnachtsmarkt.

Die Spanische Treppe

Wer hat sie noch nie gesehen – die Spanische Treppe? Oft fotografiert ist sie nichts geringeres als eine der berühmtesten Freiteppen der Welt. Sie ist am Hang des Hügels Pincio gelegen und hat bereits über 200 Jahre auf dem Buckel…ähm auf den Stufen. Denn gebaut wurde die Spanische Treppe zwischen 1723 und 1725. Und zwar aus dem Grund, dass Papst Innozenz der sage und schreibe 13. die Stadt baulich verändern und gestalten wollte. In seiner Zeit war der Hügel, auf dem die Kirche Santa Trinita dei Monti thront, noch wild bewachsen. Um die mittlerweile gut bebaute Stadt und ihr Bild abzurunden gab Innozenz also diese Treppe in Auftrag.
 
Finanziert wurde diese übrigens von Louis XIV., dem sogenannten Sonnenkönig, der zeitgleich in Frankreich regierte. Denn schließlich sollte es einen guten Zugang zu “seiner” Kirche geben, deren Bau sein Vorgänger König Ludwig XII. von Frankreich bereits bezahlt hatte. Und aus diesem Grunde sollte die kostspielige Treppe auch erst “Französische Treppe” heißen. Aber wie das so ist: zwei Machtmenschen werden sich selten einig. Der Papst hatte seine Interessen und natürlich auch Louis. Der nämlich wollte, dass eine große Reiterstatue seiner Ehren nahe der Treppe aufgestellt werden sollte. Papst Innozenz akzeptierte diese Statue nicht und die beiden überwarfen sich. 1721 setzte jedoch Benedikt der 13. durch, dass die Treppe im römischen Stil gestaltet werden sollte, und so erhielt Louis XV nur eine Gedenktafel.
 
Den Zuschlag für die architektonische Gestaltung erhielt übrigens Francesco De Sanctis, der sich in einem Wettbewerb, initiiert von Innozenz Vorgänger Papst Clemens XI.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom

Die Spanische Treppe heute

Die 136 Stufen lange Treppe ist heute Treffpunkt und Attraktion, Jugendliche essen hier ihr Eis, rund um die Piazza di Spagna an ihrem Fuß liegt ein luxuriöses Shoppingviertel. Bis vor kurzem fand man auf den Stufen auch Kritzeleien, Pizzareste und Kaugummis – Restaurierungsmaßnahmen schufen Abhilfe. Nach gut einem Jahr Arbeit wurde sie im Herbst 2016 mit einem gigantischen Festakt wiedereröffnet. Zu verdanken ist die Maßnahme dem römischen Luxusjuwelier Bulgari, der die Rolle des Sponsoren übernahm. Natürlich wünscht er sich auch, dass der Erfolg der Arbeiten lange erhalten bleibt. Und so gibt es den Vorschlag, die Treppe nachts abzusperren. Doch das letzte Wort ist zu dieser Maßnahme noch nicht gesprochen.
 
Und wie euch vermutlich schon aufgefallen sein wird, ist die Spanische Treppe eine der kostenlosen Sehenswürdigkeiten in Rom, die ihr ganz einfach beim Flanieren durch die italienische Großstadt entdecken könnt.

Das Kapitol

Dass Rom über diverse Hügel verfügt, sollte inzwischen ja bekannt sein. Dennoch – das Kapitol bzw. der kapitolinische Hügel ist wirklich erwähnenswert, denn auch hier befand sich ein wichtiger Punkt im antiken Rom. Flächenmäßig ist das Kapitol der kleinste der Hügel, hat aber mit 46 Metern über dem Meeresspiegel eine für damalige Zwecke strategisch günstige Höhe und schroffe, felsige Abhänge.
 
Zur Zeit der Antike war das Kapitol also nicht unbedingt leicht zugänglich. Der ausgebaute Fahrweg Clivus Capitolinus, der vom Forum Romanum seinen Weg zwischen die beiden Bergkuppen bestritt, bot jedenfalls eine Möglichkeit für Fuhrwerke und Karren, den Aufgang zum Kapitol zu machen. Was allerdings mit 10% Steigung durchaus schon an Leistungssport grenzte.
 
Lange war der Kapitolshügel übrigens gar nicht richtig an die wachsende Stadt Rom angebunden. Vielmehr wurde er erst mit der Nutzung des bedeutenden Forum Romanum wichtig und integriert. Das war ungefähr im 6. Jahrhundert vor Christus. Politisch größere Bedeutung erlangte der Kapitolshügel übrigens dadurch, dass zwei der wichtigsten religiösen Stätten der Römer auf den beiden Bergkuppen zu finden waren.
 
Auf der nördlichen befindlich waren zum einen die arx – zu deutsch: Burg – sowie der Tempel der Iuno Moneta. Moneta – zu diesem Zusatz gibt es verschiedene Überlieferungen wie etwa, dass den Römern während eines Krieges die finanziellen Mittel ausgegangen wären und daraufhin einen Rat von Iuno erhalten hätten. Aus Dankbarkeit hätten sie Iuno den Beinamen “Moneta” verpasst. Auch eine Münzstätte soll daraufhin ganz in der Nähe des Tempels angesiedelt worden sein.
 
Wichtiger ist allerdings fast noch die andere Bergkuppe mit Namen Capitolium, auf der nebenbei der größte und bedeutsamste Tempel des römischen Reiches zu bewundern war – der Tempel für das göttliche Dreigestirn Jupiter, Juno und Minerva – also dem höchsten Gott des römischen Lebens, der höchsten römischen Göttin sowie der Göttin der Weisheit. Zufall oder nicht? Wir können die alten Römer leider nicht mehr fragen. Auf jeden Fall hatte in der Antike jede Stadt des römischen Reiches einen Tempel der diesen Dreien geweiht war.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom
 
Wenn man jedenfall als römischer Bürger der Antike wichtigen Veranstaltungen beiwohnen wollte, waren das Forum Romanum oder eben das Capitolium die perfekte Anlaufstelle. Hier wurde ein großes Opfer zu Feier des Amtsantritts neuer Konsuln dargebracht, Triumphzüge gefeiert und andere Zeremonien und Weihungen abgehalten. Und nach und nach wurden auch immer mehr Götterstatuen und Abbilder auf dem Kapitol aufgestellt.

Der tarpeische Felsen

Dieser Hügel hat allerdings auch eine wirklich grausige Seite: den tarpeischen Felsen an der südlichen Spitze des Kapitols – besser auch bekannt als Hinrichtungsstätte, an der die Verurteilten durch Hinabstoßen vom Felsen getötet wurden. Der Legende nach wurde der Fels nach der Vestalin Tarpeia benannt, die je nach Quelle aus einem anderen Grund als Erste auf diese Weise den Tod fand. Später wurden dann Urteile Inzest, Verrat, Meineid und bei Sklaven Flucht oder Verrat am Herrn vollstreckt.

Michelangelo und das Kapitol

Leider wurden die spannenden römischen Stätten im 16. Jahrhundert völlig zerstört und Michelangelo beauftragt das Kapitol neu zu gestalten. Seitdem orientieren sich die Gebäude nicht mehr Richtung Forum Romanum, und sind stilistisch ähnlich dem Vatikan.
 
Der Künstler erlebte die Fertigstellung des Werkes nicht mehr, aber immer noch können sich Besucher daran freuen. Über eine breite Rampe erhaltet ihr Zugang zum prachtvollen Palazzo und schon auf dem Weg könnt ihr zwei imposante Löwenstatuen erblicken, auf dem Kapitol selbst beeindruckt neben dem strahlenförmig gestalteten Pflaster auch das Reiterstandbild von Marc Aurel. Der Senatorenpalast – der heute als Rathaus fungiert liegt frontal zu euch, zu eurer Rechten befindet sich der Konservatorenpalast, in dem die Stadtregierung ihren Sitz hat und zu eurer Linken ist der Palazzo Nuovo, der zu den kapitolinischen Museen gehört.
 
Die Kapitolinischen Museen sind bekannt als älteste Kunstsammlung der Welt, und kosten auch gar nicht so viel Eintritt. Erwachsene zahlen 6,50 Euro, Kinder und Jugendliche kommen für 4,50 Euro rein. Sonderausstellungen erhöhen die Preise zeitweise etwas. Bilder und Skulpturen aus allen möglichen Jahrhunderte warten auf euch.

Der Campo di fiori

Wenn das nicht mal eine blumige Angelegenheit ist – schließlich heißt Campo di fiori übersetzt “Blumenfeld”. Und das ist auch ungefähr so schön wie es klingt, aber es handelt sich hierbei nicht um ein Stück Natur mit allen Farbnuancen von Blüten, sondern um einen bei den Römern sehr populären Markt, der außer Sonntags jeden Morgen stattfindet.
 
Hier bekommt ihr Obst und Gemüse, Gewürze, Käse, Säfte, Souvenirs und Klamotten – die Römer zieht es vor allem wegen der guten Qualität der Lebensmittel und der lebensfrohen Atmosphäre hierher. Außerdem hat der Markt schon eine etwas längere Tradition, denn er findet hier statt seit er von der Piazza Navona auf den Campo di fiori umgezogen ist – seit 1869.
 
Der Platz wird gesäumt von Weinstuben und Restaurants, die vor allem Richtung Abend ihren Charme spielen lassen. Und für die Cineasten unter euch: lasst euch das Cinema Farnese empfehlen.
 
Kolosseum und Co. Sehenswürdigkeiten in Rom

Giordano Bruno und seine Statue auf dem Campo di fiori

Auf der Mitte des Platzes – unübersehbar – steht eine Statue des Dichters, Priester, Astronomen und Philosophen Giordano Bruno (1548 – 1600), der seiner Zeit weit voraus war, in dem er zum Beispiel als einer der ersten die Unendlichkeit des Alls und die ewige Dauer des Universums in Betracht zog.
 
Diese und andere Theorien sorgten dafür, dass er vom Gouverneur von Rom zum Tod durch Verbrennung auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurde. Trotz aller Versuche – Brief an den Papst, Bereitschaft zum Widerruf – wurde dieses Urteil nach sieben Jahren Prozess und Gefangenschaft in der Engelsburg verlesen. Genau genommen war es sogar schon das Zweite. Denn das kirchliche Gericht hatte ihn schon zuvor zum Ketzer erklärt, ihn aus der Kirche und dem Dominikanerorden ausgeschlossen und angeordnet, seine Schriften sollten verbrannt werden. Bruno hatte darauf bereits mit folgendem Satz, der berühmt werden sollte, reagiert: Mit größerer Furcht verkündet ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme.“ 52-jährig wurde der kluge Mann am 17. Februar 1600 auf dem Campo de Fiori hingerichtet. 400 Jahre später erklärte Papst Johannes Paul II., dass dieses Urteil unrecht gewesen sei – leider hilft es dem Gelehrten Bruno nicht mehr.
 
Wenn ihr zum Campo di fiori wollt, müsst ihr euch in den römischen Stadtteil Parione begeben – dieser liegt östlich des Tibers.

Die Trajanssäule, das Trajansforum, die Trajansmärkte

Sobald man die Trajanssäule erwähnt, sollten eigentlich auch direkt das Trajansforum und die Trajansmärkte erwähnen. Diese drei Bauwerke sind – wer hätte es geahnt – während der Amtszeit Kaiser Trajans – 107 bis 143 n. Chr – entstanden.
 
Als erster Kaiser Roms stammte Trajan nicht aus der Region Rom sondern aus Spanien und brachte Rom seine höchste Glanzzeit. 19 Jahre war Trajan insgesamt an der Macht. Trajansforum und – säule sollten an die Eroberung Dakiens erinnern. Mit 300 Metern Länge und 158 Metern Breite hatte es eine beachtliche Größe – und es dauerte immerhin 36 Jahre, es fertig zu stellen. Für den Bau wurde ein nicht unerheblicher Teil des Quirinalhügels abgetragen. Das Trajansforum ist eines der best erhaltensten Kaiserforen in Rom.
 
Direkt am Eingang des Trajansforums – bzw. des ehemaligen Treffpunkts der Bürger des antiken Roms – erhebt sich die Trajanssäule 35 Meter über den Boden. Rundum ist sie mit kunstvollen Verzierungen versehen, mit Eroberungsszenen der Triumphzüge Trajans. Vor allem die Eroberung Dakiens scheint den Kaiser selbst und seine Architekten besonders beschäftigt zu haben, das erklärt zumindest die zahlreichen Szenen, die sich diesem Feldzug widmen.
 
Als das erste Shoppingcenter mit Dach gelten die Trajansmärkte. 150 Shops und Restaurants sollen sich darunter befunden haben, auf drei Etagen untergebracht. Zwischen 1924 und 1936 wurden die Trajansmärkte bei Ausgrabungen entdeckt. 2007 starteten Renovierungsarbeiten, die ganze zwei Jahre lang andauerten. Heute befindet sich dort auch das Museum Fori dei Imperiali, in dem ihr auf 2000 Qudratmetern um die 170 originale Fragmente der einstigen Mall bewundern könnt.
 
Um euch diese Triumphstücke der trajanischen Zeit anzuschauen, müsst ihr euch auf das Areal zwischen der Via dei Fori Imperiali und der Piazza Venezia begeben.
 
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Der Hügel Gianicolo

Ihr habt genug von Museen und wollt einen schöne Spaziergang mit Panoramablick auf die ewige Stadt unternehmen? Ich empfehle euch den Hügel Gianicolo – Janushügel. Er liegt zwischen dem Vatikan und dem römischen Stadtteil Trastevere und zählt offiziell nicht zu den sieben Hügeln Roms. Der Name geht auf den römischen Gott Janus zurück – den Gott des Anfangs und des Endes. Dieser soll auf dem Berg eine Burg gebaut haben. Wichtig war der Hügel für die Stadt Rom als Kontroll- und Verteidigungspunkt.
 
Außerdem wurden auf dem Janushügel wichtige Persönlichkeiten der römischen Gesellschaft bestattet wie König Numa Pompilius oder Dichter Caecilius Statius. 82 Meter ist er hoch und verfügt mittlerweile über einen großen Busbahnhof, von dem aus ihr auch zum Petersplatz kommt.

Das Viertel Trastevere auf dem Gianicolo

Das Viertel Trastevere ist ein idyllisches, malerisches Stadtviertel, in dem ihr euch einfach durch die Gassen spülen lassen könnt, denn hinter jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, und wenn es “nur” ein echt italienischer Delikatessenladen oder ein schönes Café ist. Auf der Piazza di Trastevere könnt ihr mit etwas Glück Straßenkünstlern und Musikern zuschauen oder der Basilika St. Maria di Trastevere einen Besuch abstatten.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Rom

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