Ecuador Tipps: 10 Hinweise mit Aktivitäten, Ausflugszielen, Orte

Ecuador Tipps: 10 Hinweise mit Aktivitäten, Ausflugszielen, Orte

Reiseführer mit den wichtigsten Infos für das vielseitige Land in Südamerika

Luna

Autorin: Luna

Instagram Veröffentlicht: 10.07.24

Wenn ihr an Urlaub in Südamerika denkt, fallen euch sicherlich einige Länder wie Brasilien, Argentinien oder Peru ein. Wie wäre es aber mit einer Reise nach Ecuador? Unsere Ecuador Tipps zeigen euch, dass das „Land der vier Welten“, wie es auch genannt wird, unbedingt eine Reise wert ist. Denn dort erwartet euch sogar eine der vielfältigsten Landschaften der ganzen Welt, die euch sicher begeistern wird. Auf der einen Seite besteht Ecuador aus beeindruckenden Naturregionen, die Galapagosinseln mit ihren Riesenschildkröten sind besonders berühmt, auf der anderen Seite gibt es das pulsierende Leben in vielseitigen Großstädten. In Ecuador – der Mitte der Welt – könnt ihr die Äquatorlinie überqueren, die schneebedeckten Vulkanlandschaften bewundern, im Regenwald eine unglaubliche Artenvielfalt erleben und an traumhaften Küstenlinien entspannen.


Ecuador Tipps im Überblick


Top Highlights bei einer Reise nach Ecuador

Große Schildkröte auf den Galapagosinseln
Große Schildkröte auf den Galapagosinseln

Welche Ecuador Tipps sind die Wichtigsten und welche Reisehighlights erwarten euch? Da Ecuador so unglaublich vielfältig ist, kann man die Highlights nicht leicht bestimmen, denn je nach persönlichem Interesse variieren die individuellen Highlights sehr. Trotzdem sind hier ein paar absolute Must-sees aufgeführt.

  • Das Galapagos Archipel mit seiner beeindruckenden Artenvielfalt
  • Der Cotopaxi, der höchste aktive Vulkan der Welt
  • Der Nationalpark Yasuni, wo unberührter Amazonas-Regenwald existiert
  • Die Kolonialen Altstädte von z.B. Quito oder Cuencas
  • Ingapirca, die beeindruckende Inka-Fundstätte
  • Das Äquatormonument

Fakten zu Ecuador

Allgemein I Natur I Zeitverschiebung I Sicherheit I Reiseplanung

Allgemeine Informationen zu Ecuador

Ecuador Tipps
Bunte Häuser in Guayaquil

Das faszinierende Land ist perfekt für Abenteurer:innen, Naturbegeisterte und Kulturinteressierte. Die vielseitige Republik Ecuador liegt im Nordwesten von Südamerika, eingebettet zwischen den Ländern Peru und Kolumbien.

In Ecuador leben 17 Millionen Menschen, der kleine Andenstaat umfasst eine Fläche von 256.370 km², im Vergleich ist Deutschland etwa 100 km², aber hier leben fast fünf Mal so viele Menschen. Die Besiedlung ist also recht gering und viele Einwohner:innen wohnen in den großen Städten Quito und Guayaquil.

Auf der anderen Seite leben Indigene Gruppen größtenteils abgeschnitten von der modernen Welt und auch Teile der Natur sind bis heute nicht komplett erschlossen.

Sprache in Ecuador

Ecuadorianische Flagge mit Blick auf Guayaquil
Ecuadorianische Flagge mit Blick auf Guayaquil

In Ecuador spricht man Spanisch, auch ecuadorianisches Spanisch genannt, das von den meisten dort lebenden Menschen gesprochen wird und in großen Teilen dem „normalen“ Spanisch entspricht, jedoch auch lokale Eigenheiten existieren. Einer der wichtigsten Ecuador Tipps: lernt etwas Spanisch bevor ihr nach Ecuador reist!

Gerade in der Stadt oder internationalen Hotels wird euch auch etwas Englisch begegnen, aber die meisten Ecuadorianer sprechen kein Englisch. Im schlimmsten Fall könnt ihr euch mit Übersetzungsapps weiterhelfen, aber zumindest ein paar spanische Grundlagen solltet ihr euch unbedingt aneignen.

Geschichte und Politik Ecuadors

Kathedrale und Blick auf Cuenca
Kathedrale und Blick auf Cuenca

Das Land bestand früher aus mehreren Indigenen Kulturen. Doch zuerst von Inkas und kurze Zeit später von Spaniern wurde das Land und die Kultur unterworfen.

Die Zeit der Kolonialisierung prägt bis heute die Stadtbilder der Metropolen, da viele Gebäude im Kolonialstil erbaut wurden. Im 19. Jahrhundert erlangte Ecuador seine Unabhängigkeit, dennoch folgte politische und territoriale Instabilität und Unruhen, die teilweise bis heute bestehen.

Das heutige politische System übrigens eine Präsidialrepublik mit repräsentativer Demokratie, der Regierungssitz liegt in der Hauptstadt Quito.

Natur in Ecuador

Gebirgsfluss und beeindruckender Wasserfall in den Anden
Gebirgsfluss und beeindruckender Wasserfall in den Anden

Kaum ein Land hat auf einer relativ kleinen Fläche solch eine Vielfalt an Naturlandschaften zu bieten. Ecuador lässt sich unterteilen in die Küstenregion, die Regenwaldgebiete, die Berglandschaften der Anden und das Galapagos Archipel.

Bei einer Reise nach Ecuador könnt ihr demnach sowohl Vulkanlandschaften und schneebedeckte Berge bewundern, als auch unter Palmen am Strand liegen. Der Regenwald entführt euch in eine ganz eigene Welt und ist an Artenvielfalt außergewöhnlich.

Rund 1000 km vor der Küste liegen die berühmten Galapagosinseln, die eines der Tourismushighlights darstellen. Neben der beeindruckenden Landschaft ist vor allem die Tierwelt so besonders.

Am beliebtesten sind hier Tiere wie die Galapagos-Riesenschildkröte, die Galapagos-Meerechse, der Galapagos-Landleguan oder der Blaufußtölpel.

Zeitverschiebung – Uhrzeit in Ecuador

Alte Dame verkauft geflochtene Körbe auf einem Markt
Alte Dame verkauft geflochtene Körbe auf einem Markt

Ecuador wird in zwei Zeitzonen unterteilt, das Festland und die etwa 1000 km vor der Küste im Pazifik liegenden Galapagosinseln. Die Zeitverschiebung variiert etwas, da es in Ecuador keine Sommer- bzw. Winterzeit wie hier bei uns gibt.

Wenn in Deutschland Sommerzeit ist, beträgt also der Zeitunterschied zum ecuadorianischen Festland -7 Stunden, wenn hier Winterzeit ist, sind es -6 Stunden. Auf den Galapagosinseln, die weiter im Osten liegen, liegt die Zeitverschiebung bei -8 Stunden in der Sommer- und -7 Stunden in der Winterzeit.

Sicherheit in Ecuador

Blick auf den Chimborazo Vulkan
Blick auf den Chimborazo Vulkan

In Ecuador ist die Kriminalitätsrate recht hoch und gerade unaufmerksame Tourist:innen werden häufig Opfer von Raub oder Taschendiebstählen. Besonders aufmerksam müsst ihr hier in größeren Städten sowie an der Küste sein.

Passt unbedingt gut auf eure Wertsachen auf, behaltet eure Umgebung im Blick und hört auf euer Bauchgefühl. Achtet außerdem auf die aktuellen Nachrichten, da es immer wieder zu Ausschreitungen kommen kann und meidet die Grenze zu Kolumbien, da diese Gegend als besonders gefährlich gilt.

Ein wohl verbreiteter „Trick“ ist es, dass ein Täter euch mit etwas bekleckert und dann an eurem Pulli oder eurem Rucksack herumwischt, um ihn wieder zu reinigen. Währenddessen seid ihr abgelenkt und ein anderer oder derselbe Täter kann leicht eure Wertsachen entwenden.

Ansonsten gelten die üblichen Tipps: tragt wenig Bargeld mit euch herum, lasst die Pässe in eurer Unterkunft und nehmt nur Kopien mit, nehmt wenige Wertsachen mit und tragt diese nicht in einem Rucksack, sondern direkt am Körper.

Aufpassen solltet ihr im Dunkeln, vor allem in den Städten. Greift hier lieber auf ein Taxi zurück und passt unbedingt auf, dass ihr offizielle Taxis verwendet.

Lasst euch nicht von Taxifahrern nicht registrierter Taxis bequatschen und bedrängen, in eines ihrer Fahrzeuge zu steigen. Grundsätzlich gilt aber wie immer: Lasst euch nicht von Angst kontrollieren, passt einfach gut auf euch auf und seid wachsam.

Meidet gefährliche Situationen und trefft im Voraus Vorbereitungen wie das Bereitlegen von Notfallnummern für die Sperrung der Kreditkarten bereithalten etc. und ganz wichtig: habt das aktuelle Geschehen im Land im Blick!

Reiseplanung für Ecuador

Kanufahrt im Yasuni National Park
Kanufahrt im Yasuni National Park

Zu Beginn euerer Reiseplanung solltet ihr auch natürlich Gedanken dazu machen, was ihr alles sehen wollt und wohin ihr reisen möchtet. Wollt ihr eine Rundreise durch Ecuador machen oder doch lieber nur ein oder zwei Orte besuchen?

Ecuador ist etwas kleiner als Deutschland, also sind die Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten nicht so weit, allerdings ist es ratsam, für viele Unternehmungen einen einheimischen Guide mitzunehmen oder Touren in einer Gruppe zu planen, was natürlich Vorbereitungszeit benötigt.

Vor allem eine Reise auf die Galapagosinseln solltet ihr frühzeitig planen, da ihr zu den beliebten Inseln per Flugzeug anreist und diese 1000 km vom Festland entfernt liegen.

Was ihr vor eurer Anreise auch beachten solltet, ist die landestypische Kleiderordnung. Wenn ihr nicht gerade am Strand unterwegs seid, solltet ihr eher förmliche Kleidung tragen.

Kurze Hosen und Flipflops sind generell nicht gerne gesehen und in allen öffentlichen Gebäuden sogar verboten. Und um nicht mit dem Militär verwechselt zu werden, gibt es überdies ein generelles Verbot von Camouflage-Kleidung.

Impfungen für eure Reise nach Ecuador

Faszinierende Unterwasserschildkröte bei den Galapagosinseln
Faszinierende Unterwasserschildkröte bei den Galapagosinseln

Ganz wichtig und deshalb auch in unseren Ecuador Tipps mit aufgeführt ist die Frage: Welche Impfungen braucht man in Ecuador?

Die gute Nachricht schon mal, für Direktreisen aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Wenn ihr allerdings vorher in einigen anderen südamerikanischen Ländern wie Brasilien wart oder dort zwischengelandet seid, braucht ihr eine Gelbfieberimpfung.

Auch dann, wenn ihr von Ecuador nach Costa Rica weiterreist, braucht ihr eine Gelbfieberimpfung. Ansonsten gibt es je nach Region innerhalb Ecuadors Empfehlungen für eine Gelbfieberimpfung.

Achtet weiterhin darauf, dass eure Standardimpfungen noch aktuell sind. Zudem werden grundsätzlich Impfungen gegen Hepatitis A bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B und Tollwut bzw. Typhus empfohlen. Sprecht im Voraus am besten mit eurer Hausärztin oder eurem Hausarzt.

Einreise nach Ecuador

Koloniale Kathedrale in Cuenca
Koloniale Kathedrale in Cuenca

Für die Einreise nach Ecuador braucht ihr einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Wenn ihr die deutsche Staatsbürgerschaft habt und maximal 90 Tage in Ecuador bleibt, benötigt ihr für euren Aufenthalt kein Visum.

Handynutzung in Ecuador

Wunderschöner Sonnenuntergang im Amazonasbecken
Wunderschöner Sonnenuntergang im Amazonasbecken

Zu den Reisevorbereitungen gehört es auch, sich über die Mobilfunkanbieter vor Ort zu informieren. Für Reisen außerhalb der EU empfehlt es sich immer, eine SIM-Karte vor Ort zu holen.

In Ecuador bekommt ihr diese in Shops von Telekommunikationsanbietern in jeder Stadt, teilweise verkaufen sogar Apotheken SIM-Karten. Wie in weiteren südamerikanischen Ländern sind auch in Ecuador die Anbieter Claro und Moviestar am verbreitetsten.

Wichtig beim Thema Handy: Nehmt unbedingt einen Reiseadapter mit, da in Ecuador nur die Steckdosen des Typs A und B verbreitet sind.

Anreise nach Ecuador

Flüge nach Ecuador

Aussicht auf die Anden aus dem Flugzeug
Aussicht auf die Anden aus dem Flugzeug

Zu Beginn eurer Reise müsst ihr euch um die Flüge nach Ecuador kümmern. Damit ihr möglichst entspannt reisen könnt, solltet ihr keine Flüge mit vielen Zwischenstopps nehmen, Direktflüge gibt es jedoch leider aktuell nicht.

Je nach Fluggesellschaft macht ihr einen Zwischenstopp in Kolumbien, Panama oder Madrid und fliegt von dort aus in die ecuadorianische Hauptstadt Quito.

Für die Galapagosinseln werden die Monate Dezember – Mai als beste Reisezeit empfohlen, für die Anden sind eher Mai – Dezember die beste Reisezeit. Die Temperaturen schwanken nicht allzu stark über das Jahr, allerdings gibt es Monsunregionen.

Eure Flugsuche hängt also von der Reiseroute vor Ort ab. Grundsätzlich kann man aber festhalten, dass ihr (Stand Januar 2023) in der Hauptreisezeit Flüge ab knapp 1.000€ mit einem Stopp und Flüge ab 800€ mit zwei Stopps finden könnt.

Fortbewegung in Ecuador

Ausblick auf eine der Hauptstraßen bei Quito
Ausblick auf eine der Hauptstraßen bei Quito

In Ecuador selbst gibt es einige Möglichkeiten, innerhalb des Landes von A nach B zu kommen. Eines vorweg, Roadtrips mit dem Mietwagen sind eher weniger zu empfehlen, da das Straßennetz und die Beschilderung in den ländlichen Regionen schlecht ausgebaut sind und eine Vielzahl von Gesetzen bestehen, die für Reisende nicht immer leicht zu verstehen sind.

Außerdem gibt es kaum Parkplätze und gerade nachts sollten Autos niemals unbewacht abgestellt werden. Greift also lieber auf Bus, Bahn oder Inlandsflüge zurück. Hauptverkehrsmittel ist der Bus, der euch sowohl auf Langstrecken durch das Land als auch auf Kurzstrecken von A nach B bringt.

Die Fahrten sind recht günstig, der Komfort und die Sicherheitsstandards schwanken aber extrem. Wenn ihr auf der sicheren Seite sein wollt und euer Reisebudget es zulässt, könnt ihr auch private oder extra für Tourist:innen vorgesehene Busse nutzen.

Weiterhin könnt ihr Inlandsflüge in Ecuador buchen, es gibt in jeder größeren Stadt einen Flughafen und die Tickets sind recht günstig. Ausgenommen von den günstigen Preisen sind jedoch leider Reisen auf die Galapagosinseln, da diese hauptsächlich von Ausländer:innen wahrgenommen werden.

Taxifahren in Ecuador ist auch eine Möglichkeit, um sich von Ort zu Ort zu bewegen. Im Vergleich zu Europa sind die Preise günstig und das Reisen mit dem Taxi recht sicher.

Einer der wichtigsten Ecuador Tipps ist aber, dass ihr unbedingt darauf achten müsst, dass ihr ein registriertes Taxi nehmt. Bestellt es am besten über eure Unterkunft oder das Telefon und passt auf, dass es gelb mit Registriernummer an der Seite und orangefarbenen Nummernschildern ist. Außerdem solltet ihr das Taxi meiden, wenn außer dem Fahrer eine zweite Person im Wagen sitzt.

Zugfahren in Ecuador ist eine weitere, wenn auch teilweise abenteuerliche Art der Fortbewegung innerhalb des Landes. Der Schienenverkehr wird zunehmend wieder ausgebaut bzw. alte Gleise reaktiviert.

Teilweise müssen jedoch extreme Höhenunterschiede gemeistert werden, Höhepunkt bildet ihr die Teufelsnase in Ecuador, die so steil ist, dass der Zug im Zickzack vor und zurückrangieren muss, um die Strecke zu passieren. Das klingt wirklich abenteuerlich, oder?

Rundreise durch Ecuador

Abenteuerliche Zugfahrt in den Anden
Abenteuerliche Zugfahrt in den Anden

Ob mit dem Bus oder zumindest teilweise mit dem Flugzeug, eine Rundreise durch Ecuador ist definitiv empfehlenswert, da ihr nur dann den Facettenreichtum des Landes voll auskosten könnt. Zuerst solltet ihr einen Plan machen, welche Regionen euch besonders interessieren und schauen, wie sich eure Wünsche mit eurem Budget und euerer Urlaubszeit vereinbaren lassen.

In der Regel startet ihr in Quito, da dort die international Reisenden in der Regel landen. Von dort aus kann eure Rundreise direkt starten, da hier sowohl Sehenswürdigkeiten wie das Monument La Mitad del Mundo, als auch der Kratersee Quilotoa nicht weit entfernt liegen.

Weiter geht eure Reise in Richtung Süden durch die Anden, dann an beliebten Küstenorten wieder nach Norden, um zum Schluss noch weiter nach Osten in den Amazonas zu gelangen.

Ecuador Tipps
Beispielhafte Rundreise durch Ecuador

Bei dieser beispielhaften Route legt ihr etwa 2.000 km zurück, die ihr gut mit dem Bus, teilweise auch mit Taxis bewältigen könnt. Flüge lohnen sich in der Regel in dem kleinen Land nicht. Außer wenn ihr noch einen Abstecher auf die Galapagosinseln macht, dann nehmt ihr in der Regel das Flugzeug ab Guyaquil.

Beste Reisezeit für Ecuador

Regenbogen bei den berühmten Ruinen von Ingapirca
Regenbogen bei den berühmten Ruinen von Ingapirca

Als beste Reisezeit für Ecuador gelten die Monate Dezember bis Mai, jedoch lässt sich die Frage nach der perfekten Reisezeit sehr schwer beantworten, da im Land selbst unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen. Grundsätzlich schwanken die Temperaturen über das Jahr nicht so extrem wie bei uns in Deutschland und ihr könnt das vielseitige Land das ganze Jahr über besuchen.

Wenn ihr euch über das Klima in Ecuador informieren wollt, werden euch eine Vielzahl unterschiedlicher Temperaturangaben und Klimatabellen begegnen. Grund dafür sind die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen im Land selbst, weshalb ihr am besten genau nach der Region, in die ihr reisen möchtet, gezielt sucht.

In unseren Ecuador Tipps haben wir trotzdem versucht, einen Überblick zu schaffen, inwieweit das Klima über das Jahr schwankt.

Klima in den verschiedenen Regionen Ecuadors

Verwunschener Regenwald in Ecuador
Verwunschener Dschungel in Ecuador

Auf den Galapagosinseln herrschen das ganze Jahr über Temperaturen zwischen 20-30 (°C), die Wassertemperatur liegt immer bei über 20 (°C) und es scheint normalerweise täglich die Sonne. In den Monaten Januar – April sind aber einige Regentage nicht unwahrscheinlich.

Wie schlimm für euch persönlich Regen bei ansonsten sommerlichen Temperaturen ist, müsst ihr für euch entscheiden. Im Andenhochland ist das Wetter wiederum ganz anders.

Durch die teilweise hohen Gebirge herrschen hier viel kühlere Temperaturen, das ganze Jahr über liegen sie zwischen 8 – 20 (°C). Es gibt vier Sonnenstunden pro Tag, allerdings auch deutlich mehr Regentage im Monat, etwa 6 – 13, im April regnet es durchschnittlich sogar an 19 Tagen.

In der Region des Amazonasregenwaldes liegen das Jahr über die Temperaturen zwischen 18 und 29 (°C), auch hier scheint täglich 6 – 9 Stunden die Sonne und die Regentage liegen bei 6- 14 Tagen pro Monat, auch hier ist der April mit 19 Tagen der regenreichste Monat des Jahres.

An der Pazifikküste ist das Wetter ähnlich warm, allerdings mit weniger Sonnenstunden und Regentagen. Für eine bessere Übersicht haben wir das Wetter in dieser Urlaubsregion in einer Klimatabelle zusammengefasst.

MonatTemperatur (°C)SonnenstundenRegentage
Januar23 – 2746
Februar23 – 2647
März22 – 2744
April22 – 2851
Mai24 – 3162
Juni23 – 3052
Juli22 – 2662
August22 – 2962
September21 – 2861
Oktober22 – 2740
November22 – 2861
Dezember23 – 2633
Klimatabelle für die Küstenregion Ecuadors

Es lässt sich also festhalten, dass das Wetter sehr von der Region abhängt, in den meisten Monaten des Jahres jedoch keine allzu großen Temperaturschwankungen sind, weshalb ihr das ganze Jahr über Ecuador bereisen könnt. Der besten Reisezeit haben wir aber auch einen ganzen Artikel gewidmet, wo ihr die Temperaturen und Wetterbedingungen der einzelnen Regionen noch mal genau nachlesen könnt.

Reiseziele in Ecuador

Regionen I Städte I Orte

Die schönsten Urlaubsregionen in Ecuador

Die Galapagosinseln – eine einzigartige Artenvielfalt in traumhafter Landschaft

Faszinierende Meerechse auf den Galapagosinseln
Faszinierende Meerechse auf den Galapagosinseln

Von den Galapagosinseln habt ihr bestimmt schon öfter gehört, denn sie gelten als eine der schönsten Reiseregionen der Welt und eine Reise dorthin steht auf der Wunschliste vieler Abenteurer:innen weltweit. Doch was macht die Inselgruppe so besonders?

Die Inselgruppe liegt etwa 1.000 km westlich vor der Küste Ecuadors und umfasst 13 Inseln (größer als 10 km²) und etwa 100 kleinste Inseln. 5 Inseln sind bewohnt, der Rest besteht aus größtenteils unberührter Natur.

Um die besondere Artenvielfalt zu schützen, sind die Inseln Teil des UNESCO Weltnaturerbes und auch die Meerlandschaft, die die Inseln umgibt, ist streng geschützt. Die Vulkanlandschaft ist schon unglaublich beeindruckend, am Faszinierendsten sind jedoch die besonderen Tiere, die teilweise nur auf dem Galapagos-Archipel existieren.

Die Tier- und Pflanzenwelt unterscheidet sich teilweise sogar von Insel zu Insel und durch die abgeschiedene Lage und das nicht Vorhandensein von Fressfeinden konnten sich hier besondere und faszinierende Lebensformen entwickeln, die teilweise endemisch, also nur auf diesen Inseln vorkommen.

Noch heute sind viele Tiere sehr zutraulich, aber beachtet bitte, dass Füttern oder Berühren der Tiere verboten ist und ihr nur zu Gast in ihrem teilweise stark gefährdeten Lebensraum seid und viele Arten bereits ausgestorben sind oder nur noch wenige Exemplare existieren. Ab bekanntesten sind vermutlich die Meerechsen, die nur auf den Galapagosinseln vorkommen und aussehen wie kleine Drachen.

Aber auch Seelöwen, Blaufußtölpel, Pinguine, Wale und Hunderte andere Tierarten könnt ihr auf den Inseln oder dem Gewässer dazwischen bewundern. Wenn ihr die Inseln bereist, ist es am sinnvollsten, von Quito oder Guayaquil aus mit dem Flugzeug anzureisen, ihr landet auf einer als Militärstützpunkt genutzten Insel namens Baltra und werdet von dort aus mit dem Boot auf eine der bewohnten Inseln wie Santa Cruz oder San Cristóbal gebracht.

Von dort aus könnt ihr eure Besichtigung starten, entweder zu Fuß der mit dem Fahrrad. Galapagos Inselhopping lohnt sich unbedingt, da die Flora und Fauna von Insel zu Insel stark variiert und ihr bestimmt möglichst viele der außergewöhnlichen Lebensformen entdecken wollt.

Neben der beeindruckenden Vulkanlandschaft erwarten euch auch absolute Traumstrände, am bekanntesten ist die Tortuga Bay auf der Insel Santa Cruz. Der Strand ist weiß, das Meer türkis und in der Sonne tummeln sich die faszinierenden Meerechsen. Hier lohnt es sich definitiv, eine Galapagos Kajaktour zu unternehmen.

Die beste Reisezeit für die Galapagosinseln haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

Der ecuadorianische Regenwald – teilweise unberührte Natur in einem der artenreichsten Gebiete der Welt

Amazonasdschungel im Yasuni Nationalpark
Unberührter Amazonasdschungel im Yasuni Nationalpark

Auch im ecuadorianischen Regenwald kommen Naturfreund:innen voll auf ihre Kosten. Der Regenwald macht zwar nur 2 % des gesamten Amazonasregenwaldes aus, dort findet ihr aber ein Drittel der gesamten Biodiversität.

Den Regenwald könnt ihr auf dem Boot oder zu Fuß erkunden, aber nur in Begleitung eines naturkundlichen Führers, der euch sicher durch den Wald leitet. Denn ungefährlich ist die Region nicht – neben Affen, Papageien, Tucane, Faultieren, Süßwasser-Delfinen und Fröschen kommen auch Arten wie Vogelspinnen oder gefährliche Mücken oder Reptilien dort vor.

Die Region liegt im Osten des Landes und umfasst etwa 120.000 Quadratkilometer und wird Oriente genannt. Es gibt teilweise kleinere Städte wie Lago Agrio und Coca die bevölkerungsreichsten sind. Alle Flüsse münden in den Amazonas, verzweigen sich in die Tiefen des Waldes und werden von Einwohner:innen und Reisegruppen mit Booten zur Fortbewegung genutzt.

Im Regenwaldgebiet befindet sich der Yasuní Nationalpark, der Teil des UNESCO Biosphärenreservats und der größte Nationalpark in Ecuador ist. Auch hier sind die Artenvielfalt und die gesamte Region stark von äußeren Faktoren wie dem Klimawandel und der Zerstörung des Waldes für industrielle Zwecke gefährdet.

Indigene Gruppen, die teilweise in völliger Isolation fernab der modernen Welt leben konnten, protestieren nun immer wieder gegen die Zerstörung ihres Lebensraums. Dennoch ist diese Region noch immer eine faszinierende Welt und ein einzigartiges Ökosystem.

Die Anden in Ecuador– eine faszinierende Vulkanlandschaft mit

Blick auf das Andenhochland
Blick auf das Andenhochland

Die Anden in Ecuador sind zwei parallel verlaufende Gebirgsketten mit einem dazwischenliegenden Hochtal. Die ecuadorianische Sierra besteht im Westen aus dem Cordillera Occidental und im Osten aus dem Cordillera Real.

Dazwischen liegt das Hochtal auf 1.800 – 3.200 m Höhe, es ist 500 km lang und zwischen 20 und 30 km breit und bildet aufgrund der besonderen Lage die Klimazone des ewigen Frühlings, in der auch die Hauptstadt Quito liegt.

Die beeindruckende Vulkanlandschaft und die hohen Gipfel machen die Region zu einem der beliebtesten und bekanntesten Ziele für Bergesteiger:innen. Es gibt Wege, die für alle Level geeignet sind und auch wenn ihr bisher keine Erfahrungen in dem Bereich habt, könnt ihr euch von Profis durch Bergagenturen leiten lassen, die euch bei der Akklimatisierung unterstützen und euch entlang einfacherer Wege leiten.

Auf die beeindruckende Aussicht über die Vulkanlandschaft müsst ihr also auch als Anfänger:innen auf keinen Fall verzichten. Neben der Hauptstadt gibt es eine Vielzahl von Orten in dem Hochtal, wo indigene Gruppen teilweise nach jahrhundertealter Tradition leben.

Dort könnt ihr bunte Wochenmärkte besuchen und die traditionellen Bauwerke bewundern. Außerdem gibt es in der Region ecuadorianische Cowboys zu bestaunen und auch wilde Alpakas, Lamas, Hirsche und andere Tiere, die im ewigen Frühling leben.

Die Küstenregion in Ecuador – Traumstrände und Panamahüte

Traumhafter Strand in Same
Traumhafter Strand in Same

Die Küste von Ecuador verläuft entlang der Westseite des Landes und liegt somit am Pazifik. Neben den karibisch anmutenden Traumstränden werden aber auch Teile des Inlands als Costa bezeichnet.

Genauer gesagt alles, was Teil des Tieflands ist und westlich der Anden liegt. Dieser Abschnitt ist über 600 km lang und an je nach Region zwischen 20 und 200 km breit. Im Norden findet ihr eher Mangrovenwälder und je weiter südlich ihr kommt, desto mehr typisch weiße Sandstrände und malerische Fischerorte werdet ihr finden.

Trotz der malerischen Strände gilt die Gegend als relativ untouristisch, wobei die Küstenlandschaft anderen südamerikanischen Ländern in nichts nachsteht. Da aber Ecuador generell für abenteuerlustige Menschen empfehlenswert ist, erwarten auch in dieser Region weniger luxuriöse Hotels, dafür könnt ihr authentische Dörfer und wenig besuchte Landschaften bewundern.

Weite Teile der Region gehören zu Nationalparks, was dazu führt, dass teilweise kilometerlange Traumstrände ein beinahe unberührtes Paradis darstellen. So auch der Playa los Frailes und der Strand Montanita, die nicht nur landschaftlich wunderschön sind, sondern was in unseren Ecuador Tipps natürlich nicht fehlen darf, einen der besten Orte zum Surfen in Ecuador sind.

Wenn ihr auf der Suche nach Party und entspannten Backpacker- und Hippievibes seid, solltet ihr die Playa Canoa aufsuchen, der längste Strand in Ecuador. Wenn ihr eher auf der Suche nach den schönsten Orten zum Schnorcheln in Südamerika seid, solltet ihr unbedingt an den Salango fahren, hier tummeln sich jede Menge tropischer Fische in unberührten Korallenriffen.

Übrigens, der Panamahut kommt eigentlich aus Ecuador, genauer gesagt aus der Stadt Montecristi in der Region Manabí. Er müsste somit eigentlich Ecuadorhut heißen.

Wenn ihr euch in der Küstenregion aufhaltet, solltet ihr auch unbedingt die traditionelle Handwerkskunst des Hutflechtens anschauen und ein originaler Panamahut eignet sich hervorragend als Mitbringsel für eure Liebsten.

Die top Städte in Ecuador

Quito – die Hauptstadt in Ecuador

Ecuador Tipps
Aussicht auf El Panecillo im Zentrum von Quito mit dem Cotopaxivulkan im Hintergrund

Quito ist die Hauptstadt Ecuadors und ist zum einen bekannt als die Stadt des ewigen Frühlings und außerdem ist sie die höchste Hauptstadt der Welt. Sie liegt im Hochtal der Anden auf knapp 3.000 m Höhe und es wohnen 2,7 Millionen Menschen dort.

Die Provinz, in der Quito liegt, ist Pichincha, so heißt auch der nicht aktive Vulkan, an dessen Fuß die Stadt erbaut wurde, insgesamt ist sie sogar von 14 Vulkanen umgeben.

Wenn ihr in Quito seid, lohnt es sich, mit der Seilbahn in einer Gondel im Teleférico zu einem der Aussichtspunkte zu fahren, von wo aus ihr einen imposanten Ausblick über die Stadt und die Anden habt.

Quito gilt als bunt und kulturträchtig, die farbenfrohe Altstadt aus der Kolonialzeit ist zudem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die Kirchen und Klöster aus der Zeit des sogenannten kolonialen Barocks.

Besonders empfehlenswert ist es, die Altstadt am Sonntag zu besuchen, da zwischen 9 – 16 Uhr dort keine Autos fahren. Von Bedeutung ist die Kathedrale von Quito ein imposantes Bauwerk der Franziskanerkonvent, welches das älteste koloniale Bauwerk der Stadt darstellt und die Jesuitenkirche, die wahnsinnig prunkvoll ist und in der wohl mehrere Tonnen an Gold verbaut wurden.

Wenn ihr euch für die Geschichte der Stadt interessiert, solltet ihr das Stadtmuseum Quito besuchen oder das Museum für präkolumbianische Kunst, in welchem ihr alles über Ecuador vor seiner Kolonialisierung erfahren könnt.

Auch Shopping und Ausgehen kommt in Quito nicht zu kurz und zwar im touristischen Vergnügungsviertel namens Mariscal. Dort findet ihr neben Bars, Cafés und Shoppingmöglichkeiten auch das Nationalmuseum.

Guayaquil – die Hafenstadt von Ecuador

Beeindruckende Aussicht auf die Skyline von Guayaquil
Beeindruckende Aussicht auf die Skyline von Guayaquil

Die große Stadt Guayaquil ist die Hafenstadt und zudem Handelsmetropole Ecuadors. Wenn ihr auf die Galapagosinseln reist, starten eure Flüge in der Regel in Guayaquil.

Es lohnt sich, ein paar Tage hier zu verweilen und die vielseitige Metropole kennenzulernen. Guayaquil wird auch als bunte Stadt beschrieben, da die Fassaden vieler Häuser in Rot-, Gelb- oder Blautönen gestrichen sind.

Die Stadt liegt am Río Guayas, wo ihr eine schöne Uferpromenade namens Malecón 2000 entlangspazieren und die malerischen Gärten und bunten Gebäude bewundern könnt. Das Künstlerviertel Las Peñas ist unbedingt einen Besuch wert und wenn ihr feiern gehen wollt, dann begebt euch am besten in die Zona Rosa, wo es unzählige Bars und Clubs gibt.

Berühmt ist auch die Kathedrale von Guayaquil und der Parque Seminario, wo ihr sogar freien Leguanen begegnen könnt.

Cuenca – die drittgrößte Stadt Ecuadors

Blick auf den Fluss und die beeindruckende Architektur bei Quenca
Blick auf den Fluss und die beeindruckende Architektur bei Cuenca

Cuenca bedeutet Becken und beschreibt die Lage der Stadt, denn sie liegt auf etwa 2.500 m Höhe in einem Hochlandbecken. Auch diese Stadt ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und gilt als schönste Kolonialstadt in Ecuador.

Die Straßen sind kopfsteingepflastert und es gibt über 50 Kirchen. Die Stadt ist außerdem bekannt für die Panamahüte und die Keramikherstellung. Grundsätzlich findet ihr hier viel Kunsthandwerk und damit bestimmt auch besondere Mitbringsel für eure Liebsten.

Cuenca wird durch den Fluss Tomebamba geteilt, wobei ihr nördlich davon den kolonialen Teil der Stadt und südlich des Flusses den modernen Teil samt der Universität findet. Generell treffen hier moderne, indigene und koloniale Stilrichtungen aufeinander und machen die Stadt zu etwas sehr facettenreichen und besonderen.

Salinas – Badeparadies mit imposanten Wellen

Strand bei Salinas mit Blick auf die Häuser und den Yachthafen
Strand bei Salinas mit Blick auf die Häuser und den Yachthafen

Die Stadt Salinas ganz im Westen des Landes liegende Küstenstadt. Sie gilt als meistbesuchter Küstenort in Ecuador und ist sowohl bei Reisenden als auch bei Einheimische äußerst beliebt.

Die Stadt ist in den letzten Jahrzehnten vom idyllischen Fischerdorf zum beliebten Küstenort und erfolgreichen Handelspunkt geworden. Besonders bekannt ist der Playa de Chipipe, aber es gibt noch einige weitere Strände.

Den Namen verdankt die Stadt übrigens der Salzgewinnung, die auch heute noch ein wichtiger Wirtschaftszweig ist.

Baños – Die Bäder des heiligen Wassers in Ecuador

Blick auf das besondere Dorf Banos de Agua Santa
Blick auf das besondere Dorf Banos de Agua Santa

Die Stadt Baños liegt mitten im Landesinneren am Fuße eines aktiven Vulkans. Hier herrscht, wie für die Gegend typisch ein ganzjährig gemäßigtes Klima mit frühlingshaften Wetterbedingungen.

Auf der einen Seite ist die Stadt ein bedeutender Wallfahrtsort, auf der anderen Seite touristisch sehr beliebt. Grund hierfür sind vor allem die heißen Quellen, die teilweise natürlich teilweise in Becken angelegt sind und in denen ihr prima entspannen könnt.

Meist verbunden mit einer traumhaften Kulisse oder einem beeindruckenden Blick über die Anden. In der Umgebung findet ihr übrigens jede Menge Wasserfälle, der berühmteste ist der Palión del Diabolo, auf Deutsch auch die Schlucht des Teufels genannt.

Manta – Küstenstadt in Ecuador

Blick von oben auf die Stadt Manta
Blick von oben auf die Stadt Manta

Auch in der Hafenstadt Manta erwartet euch eine abwechslungsreiche Mischung aus Strand, Stadtleben und geschichtlichen Informationen, da die Stadt schon in präkolumbianischer Zeit bestand. Ganz in der Nähe der großen Stadt ist das beschauliche Fischerdorf San Mateo, das für alle Surffans ein Paradis ist.

Die Küche ist geprägt von Meeresfrüchten und es gibt eine Vielzahl von Restaurants, die lokale Spezialitäten anbieten. Hier findet ihr zudem Clubs und Shoppingmöglichkeiten.

Aber auch hier werdet ihr es vermutlich nicht ganz einfach haben, wenn ihr kein Spanisch sprecht, da die meisten Menschen kein Englisch beherrschen.

Die schönsten Dörfer und Küstenorte in Ecuador

Vilcabamba – Das Tal der Hundertjährigen

Berg und Tal von Vilcabamba
Berg und Tal von Vilcabamba

Wie der Name schon vermuten lässt, ist dieses traumhafte Dorf in den Anden bekannt für seine alten Bewohner:innen. Hier erwarten euch verheißungsvolle Straßennahmen wie die Allee der ewigen Jugend.

Es liegt in einem fruchtbaren Tal und gilt als Jungbrunnen, aufgesucht von Hippies und Weltenbummlern, aber auch Forscher:innen. Schon für die Inkas war hier das Valle Sagrado, das heilige Tal voller Wildblumen und Tieren mit einem ganzjährig frühlingshaften Klima, dass das Tal fruchtbar macht und es somit jede Menge Früchte gibt.

Otavalo – eine Handwerksstadt in Ecuador

Strand auf dem Markt in Otavalo
Strand auf dem Markt in Otavalo

Die Handelsstadt Otalavo liegt etwa 100 km von Quito entfernt, wo das Volk der Otavalos lebt. Jeden Samstag findet hier ein riesiger Markt statt, der die gesamte Stadt miteinbezieht und der für Kulturinteressierte ein absolutes Highlight darstellt.

Hier könnt ihr teilweise seit Jahrhunderten praktizierte indigene Handwerkskunst bewundern und die traditionelle Handelswelt der Menschen miterleben. Zentrum ist der Plaza de los Ponchos, wo täglich Kunsthandwerk verkauft wird.

In Museen können sich Interessierte weiter mit der Kultur der Indigenen Gruppen befassen, der Fokus liegt hier auf der Lebensweise vor der Kolonialisierung. Wie viele in ecuadorianischen Städten wurden hier archäologische Funde gemacht, die auf die Kultur der Inka verweisen.

Bahía de Caráquez – hübsche Küstenstadt in Ecuador

Wunderschöne Mangrovenwälder im Norden von Ecuador
Wunderschöne Mangrovenwälder im Norden von Ecuador

Die Stadt Bahía de Caráquez ist einer der größeren Küstenorte der Region und gilt zudem als Vorbild, da hier versucht wird, möglichst nachhaltig zu wirtschaften. Gleichzeitig könnt ihr in naher Umgebung Mangrovenwälder besuchen und die Strände laden je nach Wetter zum Surfen ein.

Hier gibt es zudem einige Restaurants, die sowohl südamerikanische als auch internationale Speisen anbieten.

Montañita – Hippievibes und gute Wellen in Ecuador

Kühe am Strand von Montañita
Kühe am Strand von Montañita

Montañita ist ein idyllischer Fischerort, der perfekt ist, wenn ihr auf der Suche nach Surfspots in Ecuador seid. Auch wenn ihr mit dem Surfen starten wollt, seid ihr hier perfekt, denn im Ort könnt ihr euch Boards leihen und auch Unterricht in einer der Surfschulen nehmen.

In den 1960er-Jahren war das Örtchen bei Aussteigern sehr beliebt und auch heute zieht es Backpacker und Hippies an. Weiterhin könnt ihr hier wunderbar Feiern gehen, am besten eignet sich die Calle de los Cocteles als Startpunkt für eine Partynacht.

Top Sehenswürdigkeiten in Ecuador

Nationalparks I Vulkane I Kratersee I Inkafundstätte I Äquatorlinie

Nationalparks in Ecuador – Vielfältige Landschaften zwischen Vulkanen und Regenwald

Lamas im Cajas Park bei Cuenca
Lamas im Cajas Park bei Cuenca

In Ecuador sind viele Landesteile durch Nationalparks geschützt, um die besonderen Landschaften in den Anden, auf den Galapagosinseln oder im Regenwald nicht zu gefährden.

Am bekanntesten und größten ist der Nationalpark Yasuní, der über 10.000 km² groß ist und einen Großteil des ecuadorianischen Regenwaldes mit einschließt. Hier ist der Wald teilweise komplett unberührt und es leben sogar indigene Stämme ohne Kontakt zur Außenwelt dort.

Aber auch Reisende können Teile des Waldes besuchen, allerdings nur in Begleitung eines Guides. Der Nationalpark Galápagos umfasst den Archipel und versucht die Bedingungen so zu erhalten, dass die vielseitige Pflanzen- und Tierwelt dort weiter bestehen kann.

Reisende müssen sich an die Regeln dort halten und den besonderen und auch teilweise gefährdeten Lebewesen mit Respekt begegnen. Trotzdem könnt ihr die besonderen Tiere aus nächster Nähe betrachten, da sie häufig nicht scheu sind, aufgrund der fehlenden natürlichen Feinde.

Im Nationalpark Cajas wiederum seid ihr im Hochland, in den Anden. Er liegt teilweise auf fast 4.500 m Höhe und Relikte der Inka sind hier noch zu finden.

Es stehen viele gefährdete Tierarten hier unter Schutz und das Gebiet umfasst zerklüftete Felslandschaften und beeindruckende Seen. Aufgrund der Höhe solltet ihr unbedingt körperlich fit sein, wenn ihr hier unterwegs seid.

Ein Guide ist hier nicht vorgeschrieben, allerdings müsst ihr beachten, dass viele Bereiche nur für eine limitierte Zahl von Besucher:innen zugelassen ist. Mit einem Guide an eurer Seite werden die Anmeldungen dafür im Voraus schon geplant und übernommen.

Der Nationalpark Machalilla besticht durch paradiesische Küstenlandschaften mit größtenteils menschenleeren Stränden. Die Tierwelt auf der Isla la Plata ist ähnlich beeindruckend wie auf den Galapagosinseln, und wenn ihr Glück habt, könnt ihr Wale entlang der Küste vorbeiziehen sehen.

Die beeindruckendsten Vulkane in Ecuador

Blick auf den Chimborazo, den höchsten Vulkan in Ecuador
Blick auf den Chimborazo, den höchsten Vulkan in Ecuador

Was wären Ecuador Tipps ohne eine Beschreibung der schönsten Vulkane? Es gibt insgesamt 55 Vulkane in Ecuador, von denen 18 aktiv sind.

Mit am bekanntesten ist der Cotopaxi, der fast 6.000 m hoch ist und zu den höchsten aktiven Vulkanen der Welt gehört. Er ist im gleichnamigen Cotopaxi Nationalpark zu finden und nur etwa 50 km von der Hauptstadt Quito entfernt. Er ist einer der am meisten besuchten Berge in ganz Südamerika.

Der Chimborazo ist inaktiv und der höchste Berg des Landes. Er liegt in Äquatornähe und gilt als der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernte Ort.

Er ist zwar hoch, ist aber nach der Akklimatisierung relativ einfach zu besteigen und auch für Anfänger:innen machbar. Ein weiterer bekannter Vulkan ist der Tungurahua, den Alexander von Humboldt vergeblich versuchte zu besteigen.

Er liegt in der Nähe des Örtchens Baños und ist immer wieder aktiv. Bekannt ist die Gegend für ihre heißen Quellen am Fuß des etwa 5.000 m hohen Vulkans.

Als Hausberg von Quito bekannt ist der knapp 5.000 m hohe Pichincha. Der Vulkan hat zwei Gipfel und ist aktiv. Ihr könnt ihn dennoch besteigen oder aber zumindest ein Stück mit der Seilbahn fahren.

In knapp 4.000 m Höhe steigt ihr wieder aus und könnt auf der Bergstation ein Restaurant besuchen. Von dort aus ist es möglich, noch ein Stück höher zu gelangen und von der dort platzierten Aussichtsplattform einen fantastischen Blick über die Landschaft und über Quito zu genießen.

Der sehenswerteste Kratersee in Ecuador

Blick auf den berühmten Kratersee Quilotoa
Blick auf den berühmten Kratersee Quilotoa

Der Vulkan Quilotoa liegt im Süden des Landes und ist vor allem durch seinen beeindruckenden Kratersee bekannt. Der See ist teilweise bis zu 250 Meter tief und ist durch Mineralien in einem beeindruckenden Grünton gefärbt.

Ihr könnt den See umrunden und habt von jeder Seite aus einen fantastischen Ausblick über das Gewässer.

Inkafundstätte – beeindruckende Relikte aus vergangenen Zeiten

Ingapirca – die wichtigste Inkafundstätte in Ecuador
Ingapirca – die wichtigste Inkafundstätte in Ecuador

Das Reich der Inka ging weit über Peru hinaus und Fundstätten aus Inkazeiten sind in vielen Teilen Südamerikas zu finden. Auch in Ecuador könnt ihr einige davon besichtigen.

Am bekanntesten ist Ingapirca, die Inka-Mauer. Sie gilt als die größte und bedeutensde Inkafundstätte in Ecuador, berühmt ist hier vor allem der Sonnentempel.

Um die Ruine ranken sich noch immer viele Rätsel, große Teile des Bauwerks wurde von den Spaniern zerstört, dennoch ist die Stätte sehr eindrucksvoll. Sie liegt übrigens in Cañar, wobei ihr zum Beispiel auch eine Tagestour von Cuenca aus dorthin machen könnt.

In Cuenca selbst ist eine weitere Stätte, nämlich der Archäologischer Park Pumapungo. Er ist direkt im historischen Zentrum der Stadt und umfasst einen Sonnentempel, das Kloster der Sonnenjungfrauen und ein Mausoleum.

Wenn ihr die Stätte besucht, lohnt sich ein Gang in das ethnografische Museum dort, denn dort erfahrt ihr viel über die Geschichte der Bauwerke. Auch die Stätte Rumicucho, die in der Nähe der Hauptstadt Quito liegt, ist einen Besuch wert.

Hier finden sich nicht nur Relikte aus der Inkazeit, sondern es gibt auch Funde aus der Zeit davor. Sie gilt als meistbesuchte Stätte des Landes und ist bei Reisenden sehr beliebt.

Weiterhin gibt es noch das Agua Blanca, welches die letzten verbliebenen Ruinen der Monteño-Kultur zeigt und das Todos los Santos, das erst in den 1970er-Jahren wiederentdeckt wurde, in welchem aber schon Prä-Inka-Kulturen siedelten.

Die Äquatorlinie – Namensgeber des Landes Ecuador

Das Monument Mitad del Mundo bei Quito
Das Monument Mitad del Mundo bei Quito

Die Äquatorlinie ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Ecuador und darf daher auf keinen Fall in unseren Ecuador Tipps fehlen. Der ungewöhnliche Ort liegt etwa 20 km von der Hauptstadt entfernt.

Besonders bekannt ist das Äquatormonument, wo ein gelber Stich die Äquatorlinie darstellt. Bei Reisenden ist das Fotomotiv besonders beliebt, mit einem Bein auf der Nord- und mit dem anderen auf der Südhalbkugel zu stehen.

Inzwischen ist jedoch bekannt, dass hier ein Fehler passiert ist und die eigentliche Äquatorlinie 240 m weiter nördlich liegt. Hier liegt der tatsächliche Punkt mit den Koordinaten 00° 00′ 00“, die La Mitad del Mundo (Mitte der Welt).

Ein kleines Museum könnt ihr auch am echten Äquator besuchen und die berühmte Linie überqueren. Auch das berühmte Wasserstrudelexperiment wird hier gezeigt, in welchem das Wasser je nach Halbkugel nach links oder nach rechts abfließt.

Aber Achtung: Diese Art der Experimente sind zwar faszinierend, physikalisch jedoch gar nicht möglich und eher zur Touristenunterhaltung gedacht.

Top Strände in Ecuador

Der tolle Strand Tortuga Bay bei Santa Cruz
Der tolle Strand Tortuga Bay bei Santa Cruz
  • Die Tortuga Bay auf den Galapagosinseln
  • Der Playa Los Frailes
  • Der Playa de Atacames im Südwesten von Esmeraldas
  • Der Playa de Same
  • Der Puerto López
  • Der Strand von Montañita
  • Der Ayangue-Strand
  • Der Surfstrand von Mompiche

Aktivitäten in Ecuador

Surfen I Schnorcheln und Tauchen I Wandern I Bootstouren I Weitere

Surfen in Ecuador

Surfer bei Montanita
Surfer bei Montanita

Einer der Gründe für Surffans aus aller Welt nach Ecuador zu reisen, sind die guten Wellen, für die das Land bekannt ist. Surfen in Ecuador gehört bei Reisenden zu einer der beliebtesten Aktivitäten.

Denn hier treffen die Swells aus Nord- und Südpazifik aufeinander und sorgen für ganzjährig gute Bedingungen. Die besten Wellen erwarten euch von November – April, aber auch in den übrigen Monaten könnt ihr sowohl als Profis als auch als Beginner:innen gute Wellen erwarten.

Die Festlandküste hat den Vorteil, dass das Wasser hier dank des Panamastroms sehr warm ist, wenn ihr auf den Galapagosinseln surfen wollt, bedenkt die etwas kühleren Temperaturen, die das Wasser hier wegen des Humboldtstroms hat.

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, sich Boards zu leihen, da die Preise vor Ort recht hoch sind. Oder ihr seid absolute Profis und reist generell mit eurem eigenen Board.

Aber viele Küstenorte bieten günstige Leihmöglichkeiten an und so habt ihr auch die Chance, unterschiedliche Boardtypen auszuprobieren, um herauszufinden, was am besten zu euch passt.

Zu den beliebtesten Surfspots von Ecuador zählt der Küstenabschnitt von Salina bis Manta, vor allem die Provinzen Santa Elena und Manabi. Auch der Surfort Montañita gilt als das Zentrum für Surfende, hier werdet ihr sicher Surfschulen oder Möglichkeiten ein Board zu leihen finden und die Wellen gelten als die besten Wellen des Landes, die gleichzeitig anfängerfreundlich sind.

Gute Wellen und die Option, ein Board zu leihen, findet ihr aber an vielen Küstenorten und dank der guten Bedingungen ist Ecuador ein ideales Reiseziel für alle Surffans.

Schnorcheln und Tauchen in Ecuador

Faszinierende Rochen bei dem Korallenriff der Darwin Insel im Galapagosarchipel
Faszinierende Rochen bei dem Korallenriff der Darwin Insel im Galapagosarchipel

Es lohnt sich unbedingt, die beeindruckende Küstenlandschaft und die vielseitigen Galapagosinseln auch unter Wasser zu erkunden. Dank der tollen Riffe und vielen Tiere, die ihr dort beobachten könnt, ist Schnorcheln in Ecuador, aber auch das Tauchen mit Ausrüstung eine tolle Aktivität.

Der Leon Dormindo bei den Galapagosinseln ist beispielsweise ein Spot, der nicht nur Rifffische anzieht, an dem aber auch Rochen, Haie, Seelöwen oder Schildkröten entdeckt werden können. Oder auch bei der Isla de la Plata, wo je nach Zeit auch fluoreszierendes Seegras, verschiedene Rochen und Mondfische bewundern könnt.

Riesige Manta Rochen findet ihr vor allem am Bajo Cope und für Fortgeschrittene lohnt sich die Darwin Insel, wo beispielsweise Hammerhaie zu finden sind. Sehr bekannt ist zudem die Wolf Island, wo neben Galapagoshaien und -delfinen auch die riesigen Walhaie beobachtet werden können.

Wandern in Ecuador

Wanderweg bei Pichincha in den Anden
Wanderweg bei Pichincha in den Anden

Wandern in Ecuador gehört unbedingt zu den top Aktivitäten des Landes. Denn die facettenreichen Landschaften lassen sich vor allem in den Vulkanregionen am besten auf Wanderwegen erkunden.

Zum Wandern laden die vielen Nationalparks und geschützten Regenwaldgebiete besonders ein. Je nach Region solltet ihr auf alle Fälle einen erfahrenden Guide mitnehmen und euch zuvor informieren, ob ihr die Region, die ihr bereisen wollt, auch aktuell besuchen dürft.

Denn an manchen Orten ist die Besucherzahl streng limitiert und die meisten Regenwaldgebiete dürft ihr nur mit einem Führer an eurer Seite betreten.

Bootstouren machen in Ecuador

Indigender Mann fährt bei Sonnenuntergang mit dem Kanu
Indigener Mann fährt bei Sonnenuntergang mit dem Kanu

Da es viele Flüsse und eine lange Küstenlinie gibt, bieten sich Bootstouren in Ecuador für alle Reisenden an. Je nach Interesse und Aufenthaltsdauer könnt ihr beispielsweise Galapagos Inselhopping machen und mit einem Boot den Archipel bereisen.

Auch die Küste kann mit Booten bereist werden, beispielsweise gibt es Segeltouren in verschiedenen Preisklassen. Beliebt ist außerdem eine Bootstour durch den Regenwald, das Amazonasbecken bietet teilweise sogar genügend Platz für größere Schiffe, auf denen sogenannte Fluss-Kreuzfahrten stattfinden. So könnt ihr den Regenwald in einer mehrtägigen Tour besuchen.

Weitere Aktivitäten in Ecuador

Chagras, also Cowboys im Moor des Cotopaxi National Parks
Chagras, also Cowboys im Moor des Cotopaxi National Parks
  • Der Besuch von Indio Märkten im Andenhochland
  • Tagestouren ab Quito zum Cotopaxivulkan
  • Ausritte auf trittsicheren Pferden durch das Andenhochland
  • Der Besuch von Museen, die sich mit der indigenen Bevölkerung beschäftigen
  • Free Walking Touren in den Städten wie Quito oder Guayaquil

Ausflugsziele ab Ecuador

Ecuador und seine Nachbarländer
Ecuador und seine Nachbarländer

Wenn ihr etwas mehr Zeit einplanen wollt oder könnt, solltet ihr euch überlegen, welche Ausflugsziele ab Ecuador sich noch lohnen, wenn ihr sowieso schon in Südamerika unterwegs seid. Gerade weil die Flüge nach Südamerika ja meist am teuersten sind und das Reisen vor Ort recht günstig sein kann, lohnt es sich unter Umständen, gleich mehrere Länder auf einer Reise zu erkunden.

Weiterreise nach Peru

Der Machu Picchu – Perus berühmteste Sehenswürdigkeit
Der Machu Picchu – Perus berühmteste Sehenswürdigkeit

Im Süden und Osten grenzt Ecuador an den Andenstaat Peru, weshalb ein Urlaub in Peru auf jeden Fall infrage kommt, wenn ihr in Ecuador seid. Gerade wenn euch die Andenregion oder die Kultur der Inka begeistert, ist eine Reise ein Muss.

Hier findet ihr die weltbekannte Inkastätte Machu Picchu, zahlreiche beeindruckende Vulkanlandschaften, lebendige Städte wie Lima und eine vielseitige Küstenlandschaft.

Auch der Amazonas ist in Peru zu finden, der Dschungel bedeckt über die Hälfte des Landes, ebenso wie unterschiedliche Nationalparks und viele indigene Gruppen.

Abstecher nach Kolumbien

Ausblick auf Guatape im kolumbianischen  Medellin
Ausblick auf Guatape im kolumbianischen Medellin

Im Norden grenzt Ecuador an Kolumbien. Das Land ist facettenreich und gilt als absoluter Tipp für Abenteuerlustige.

Auch hier erwarten euch das Andenhochland und der Amazonasregenwald, aber außerdem noch eine beeindruckende karibische Küstenlandschaft, die zu den abwechslungsreichsten Küstenlinien der Welt zählt.

Zu den bekanntesten Spots zählt beispielsweise die Tatacoa-Wüste und die Orinoco-Flusslandschaft. Bei Reisenden außerdem beliebt ist das Triángulo del Café, das Kaffeedreieck.

Essen und Trinken in Ecuador

Traditioneller Encebollado Fischeintopf
Traditioneller Encebollado Fischeintopf

Jetzt kommen wir zu einem der spannendsten Punkte unserer Ecuador Tipps, dem Essen und Trinken in Ecuador. Denn zum Entdecken neuer Länder und Kulturen gehören auch unbedingt das Probieren regionaler Speisen und das Herantasten an die landestypische Küche.

Essgewohnheiten in Ecuador

Traditionelle Früchte auf einem Markt in Ecuador
Traditionelle Früchte auf einem Markt in Ecuador

Traditionell wird in Ecuador die Hauptmahlzeit am Mittag eingenommen und viele Gerichte basieren auf den Grundzutaten Reis, Ei, Kartoffeln, Avocado und Fleisch, in der Küstenregion wird zudem viel Fisch gegessen. Generell unterscheiden sich die Gerichte stark, je nach Regenwald-, Anden- oder Küstenregion.

Wenn ihr euch vegetarisch oder vegan ernährt, solltet ihr unbedingt vor Reisebeginn überlegen, was ihr vor Ort überhaupt essen könnt. Denn Veganismus ist dort nicht verbreitet und vegetarisch lebende Menschen gibt es nur sehr wenige.

Gerichte ohne Fleisch sind zum Beispiel Humitas, Empanadas oder Locro de papa. Ansonsten gibt es eine Vielzahl von frischem Obst und Gemüse sowie in großen Städten auch einige vegetarische Restaurants.

Spezialitäten in Ecuador

Cheviche, eine der verbreiteten Spezialitäten an der lateinamerikanischen Küche
Cheviche, eine der verbreiteten Spezialitäten an der lateinamerikanischen Küche

Zum Frühstück gibt es häufig Kartoffeln, Reis, Eier und Früchte. Mittags werden vermehrt Suppen und Eintöpfe gegessen, wobei der Encebollado (ein Fischeintopf) als Nationalgericht von Ecuador gilt und vor allem in der Küstenregion zu finden ist. Zudem ist Ceviche (roher Fisch mit Zwiebeln und Gewürzen) auch in Ecuador sehr beliebt und verbreitet.

Uchumanga (Eintopf) ist hingegen im Regenwald verbreitet. Im Andenhochland gibt es den Hornado (Schweinebraten), der vor allem bei Familienfeiern gegessen wird. In der Küstenregion gibt es weiterhin Pescado Encocado (Fischgericht mit Kokosmilch, Tomaten, Paprika und Gewürzen).

Sehr bekannt und ein Relikt aus der Inkazeit ist Cuy (gebratenes Meerschweinchen). Was für Mitteleuropäer:innen eher ungewöhnlich wirkt, hat dort eine lange Tradition und wird ebenso wie Fritada (frittiertes Schweinefleisch) insbesondere im Andenhochland gegessen.

An Getränken gibt es neben Kaffee viele Fruchtsäfte aus Früchten der Region. Das Heißgetränk Canelazo (Saft mit Schnaps, Zimt und Nelken) ist ein beliebtes Getränk und besonders bei indigenen Gruppen verbreitet gibt es das bittere Maisgetränk Chicha aus der Zeit der Inka.

Desserts sind oft stark von der spanischen Küche beeinflusst und ihr könnt euch auf Alfajor (Doppelkekse), Arroz con leche (Pudding mit Rosinen und Gewürzen), Chevitos Chilenos (Donuts) und Suspiros (Baiser) freuen.

Trinkgeld in Ecuador

Verschiedene Empanadas gibt es häufig als Streetfood zu kaufen
Verschiedene Empanadas gibt es häufig als Streetfood zu kaufen

Wie sieht es mit dem Trinkgeld in Ecuador aus? Seid ihr mit eurem Essen zufrieden, könnt ihr auf jeden Fall Trinkgeld geben. Bei einem Restaurantbesuch werden etwa 5 % Trinkgeld erwartet.

Übrigens, Taxifahrer erwarten in der Regel kein Trinkgeld, es wird aber empfohlen, den Fahrpreis aufzurunden.

Leitungswasser in Ecuador

Der San Rafael Wasserfall ist der größte Wasserfall in Ecuador
Der San Rafael Wasserfall ist der größte Wasserfall in Ecuador

Zum Thema Leitungswasser in Ecuador gibt es keine einheitliche Antwort. Das Leitungswasser besitzt meist Trinkwasserqualität, sollte um auf Nummer Sicher zu gehen jedoch von Reisenden nicht getrunken werden. Kauft euch stattdessen lieber abgefülltes Wasser und verwendet dies am besten auch zum Zähneputzen.

Unterkünfte in Ecuador

Top Hotels in Ecuador

Idyllische Hütte im Cuyabeno Nationalpark
Idyllische Hütte im Cuyabeno Nationalpark

Empfohlene Reisversicherungen für Ecuador

Bunte Fassaden in Quito
Bunte Fassaden in Quito

Das Thema Reiseversicherung ist superwichtig und sollte im Voraus unbedingt bedacht werden. Für eine Reise nach Ecuador ist diese Reiseversicherung zu empfehlen.

Da Fernreisen doch recht teuer sind, gibt euch eine Reiseversicherung die Sicherheit, dass, wenn ihr krank werdet, nicht die Stornokosten tragen müsst. Gleichzeitig ist euer Gepäck versichert, ihr habt eine Reiseabbruchversicherung und optional, aber dringend empfohlen, ist das Hinzubuchen einer Reisekrankenversicherung.

Bezahlung in Ecuador

Malerischer Sonnenuntergang über Guayaquil
Malerischer Sonnenuntergang über Guayaquil

Die Bezahlung in Ecuador erfolgt ganz unkompliziert mit US-Dollar. Ecuador hat also keine eigene Währung, die Scheine sind identisch mit denen aus den USA.

Nur die Münzen haben auf der Kopfseite berühmte Einwohner Ecuadors, es sind aber auch US-Münzen in Umlauf.

Geld Wechseln ist nicht ganz so einfach und geht am besten in größeren Städten wie Quito oder Guayaquil und beachtet, dass das Wechseln von größeren Scheinen problematisch werden kann, nehmt also lieber maximal 20 $ Scheine mit, wenn ihr in Bargeld zahlen wollt.

Geldautomaten gibt es insbesondere in größeren Städten, teilweise aber auch in ländlichen Gebieten. Eine Reisekreditkarte, mit welchen ihr in größeren Hotels, Souvenirshops, Reisebüros oder gehobenen Restaurants zahlen könnt, ist unerlässlich.

Bei kleineren Shops ist es sogar meist günstiger, wenn ihr bar zahlt, da nicht selten ein Zuschlag von 4 und 10 % vom Händler festgelegt wird, wenn ihr mit Kreditkarte zahlt.

Die Reisekosten in Ecuador sind recht niedrig, vor allem die Fortbewegung in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch Unterkünfte können recht günstig sein. Je touristischer ein Gebiet aber wird, desto mehr steigen die Preise.

Auch Restaurantbesuche können recht teuer sein. Insgesamt aber ist Ecuador eines der günstigeren Länder in Südamerika.

Ausgenommen sind jedoch die Galapagosinseln, gerade wenn euer Urlaub in Ecuador euch in den Archipel gehen soll, müsst ihr mit höheren Preisen als beispielsweise in der Andenregion rechnen.

Fragen zum Ecuador Urlaub

Welche Sprache spricht man in Ecuador?

Die offizielle Landessprache in Ecuador ist Spanisch, es gibt aber auch verbreitete indigene Sprachen wie Quichua.

Wie heißt die Hauptstadt von Ecuador?

Die Hauptstadt von Ecuador heißt Quito.

Welche Tiere findet man in freier Wildbahn in Ecuador?

Je nach Region könnt ihr Wildkatzen, Delfine, Wale, Leguane, Rifffische, exotische Vögel, Lamas, Alpakas, Affen, Rochen, Haie, Schildkröten, Seelöwen und viele andere Tiere sichten.

Was ist die Religion in Ecuador?

Durch die Kolonialisierung ist Ecuador noch heute sehr katholisch geprägt und über 80 % der Bevölkerung gehören dieser Religion an. Die katholische Kirche Ecuadors gilt als eine der konservativsten in ganz Südamerika.

Welche Sehenswürdigkeiten in Ecuador muss man gesehen haben?

Die Sehenswürdigkeiten reichen von der besonderen Tierwelt auf den Galapagosinseln, über die beeindruckenden Vulkane, hin zu kolonialen Altstädten in beispielsweise Quito. Ansonsten ist der Kratersee Quilotoa und auch das Äquatordenkmal Mitad del Mundo bei Reisenden beliebt.

Lohnt sich eine Reise nach Ecuador?

Ja, eine Reise nach Ecuador lohnt sich unbedingt. Hier prallen vier Welten aufeinander und die Landschaft ist in kaum einem so kleinen Land so vielfältig wie hier. Galapagosinseln, die Anden, der Regenwald und die Küste haben alle einen eigenen Reiz und unterscheiden sich vom Klima, der Kultur und der Vegetation unglaublich stark. Nicht umsonst gilt Ecuador als eines der vielseitigsten Länder der Welt.

Karte mit den besten Ecuador Tipps

Karte