London Tipps

So wird euer Ausflug in der englischen Hauptstadt ein Erfolg

Die englische Hauptstadt London ist und bleibt ein Evergreen. Ob ein Wochenendtrip oder eine längere Reise, mit meinen London Tipps wird euer Aufenthalt bei den Briten garantiert unvergesslich.


Die besten London Tipps


 

Anreise nach London

Obwohl die meisten Einreisenden das Flugzeug als bequemstes und am wenigsten zeitintensives Transportmittel wählen werden, gibt es noch einige andere, vielleicht etwas aufregendere Wege, um nach London zu gelangen. Aber beschäftigen wir uns zuerst mit Option 1.

Mit dem Flugzeug

Ausgestattet mit 5 Flughäfen ist London ideal für Flugreisen ausgelegt. Da die Auswahl so riesig ist, könnt ihr bei rechtzeitiger Buchung meist einen wunderbar niedrigen Preis erwischen. Alle Flughäfen in London sind mit Shuttels und / oder Express-Zügen an die Londoner Innenstadt angebunden. Je nach Flughafen dauert die Fahrt 15 bis 45 Minuten. Um das Chaos des überwältigenden Angebots etwas zu lichten, habe ich hier einige Hinweise zum Flughafentransfer, die euch vielleicht helfen, den passenden Flughafen für eure Reise zu wählen.

Die wichtigsten Flughäfen in London und ihr Flughafentransfer

Ideal, falls ihr einen möglichst günstigen Flug bekommen wollt, ist der  Stansted Airport, der von zahlreichen Low-Cost-Airlines angeflogen wird. Aufgrund der großen Entfernung zu London ist der Transfer in die Innenstadt jedoch recht langwierig und kann bei spontaner Buchung ziemlich teuer werden (bis zu über 30 €).

Der größte Flughafen Londons, der Heathrow Airport, bietet neben der schnellen Variante des Heathrow Express’ auch eine Anbindung an das Londoner U-Bahn-Netz. Das ist zwar die günstigste Alternative, nimmt allerdings auch am meisten Zeit in Anspruch (50 bis 60 Minuten). Express-Tickets gibt es für die einmalige Fahrt ab circa 15 €, U-Bahn-Fahrkarten kosten etwa 6 €.

Auch vom Gatwick Airport gibt es Anbindungen an die Londoner Innenstadt – der Bahnhof London Victoria Station liegt im Westminster-Stadtviertel, nahe des Buckingham Palace. Er wird unter anderem vom Gatwick Express alle 15 Minuten direkt angefahren. Tickets gibt es ab etwa 18 €.

Anreise mit dem Flugzeug

Anreise mit dem Flugzeug

Mit der Fähre

Falls euch die Flugangst plagt, ihr eine Rundreise durch Europa macht und/oder euer Auto mit nach Großbritannien nehmen wollt, bietet sich die Übersetzung mit der Fähre an. Die schnellste Fährverbindung geht vom französischen Calais ins englische Dover und dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Von dort aus beträgt die Fahrzeit nur noch wenige Stunden nach London. Solltet ihr ohne Auto unterwegs sein, gibt es zudem von den wichtigsten Fährhafen Zugverbindungen in die Hauptstadt.

Mit dem Zug

Durch den Eurotunnel, dem längsten Unterwassertunnel der Welt, fahren nicht nur Personenschnellzüge wie der Eurostar, sondern auch Shuttlezüge für Kraftfahrzeuge. Das dürfte interessant für euch sein, falls ihr euer eigenes Auto mitnehmen möchtet. Der Tunnel führt von Calais nach Folkestone (England), und von dort gibt es Verkehrsanbindungen nach London. Durch den Tunnel gelangt man in etwas mehr als einer halben Stunde.

Aussicht auf die Skyline von London

Aussicht auf die Skyline von London

Fortbewegung in London

Ob ihr eure London Reise mit dem Auto angeht, oder lieber mit den Doppeldeckerbussen oder der geschichtsträchtigen Underground fahren wollt, hier gibt es einige Hinweise und Tipps, die euch garantiert das Leben vereinfachen.

Insidertipp: die Visitor Oyster Card

Wenn ihr vorhabt, euch innerhalb Londons zumeist mit dem öffentlichen Nahverkehr zu bewegen, dann lohnt sich definitiv ein Blick auf die Visitor Oyster Card. Das sind elektronische Fahrkarten, die ihr euch vor eurem London Trip besorgen könnt.  Bevor ihr damit fahrt, ladet ihr sie mit einer Geldsumme auf. An den Haltestellen haltet ihr sie einfach an die dort angebrachten gelben Kartenlesegeräte und bezahlt somit automatisch den richtigen Fahrpreis. Besser noch: Einer der Vorteile der Oyster Cards ist zudem, dass ihr oftmals weniger für die Fahrt bezahlen müsst. Nicht vergessen: Die Fahrkarte beim Ein- UND Aussteigen an das Gerät halten!
Praktisch ist hier zusätzlich das Tageslimit der Oyster Cards. Wenn ihr das erreicht habt, sind die anschließenden Fahrten kostenlos.

Besorgen könnt ihr euch die Oyster Card bequem online und sie wird euch dann nach Hause geschickt. Denkt daran, sie rechtzeitig zu bestellen, damit die Karte nicht erst ankommt, wenn ihr schon abgereist seid!
Ihr könnt die Visitor Oyster Card für fast alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Dazu zählen die U-Bahn, die Straßenbahn, die DLR und die Thames Clippers. Auch viele Zuglinien der National Rail können mit der Oyster Card bezahlt werden.

Typische rote Doppeldeckerbusse in London

Typische rote Doppeldeckerbusse in London

Öffentliche Verkehrsmittel

Schon die öffentlichen Verkehrsmittel in London an sich sind aus der Touristen-Perspektive einen Besuch wert. Da wären zum Beispiel die roten Londoner Doppeldeckerbusse, die ihr garantiert schon einmal gesehen habt. Bevor ihr hier einsteigt, solltet ihr jedoch noch ein paar Dinge beachten. Für Einzelfahrten gibt es einen Pauschalpreis von circa 1,50 €. Damit könnt ihr dann soweit fahren, wie ihr möchtet.

Teil des Busnetzwerks sind außerdem die Straßenbahnen, die vor allem in Südlondon unterwegs sind. Auch die Londoner U-Bahn hat eine echte Bedeutung: Sie hat nicht nur die größte Netzlänge in Europa, sondern ist darüber hinaus auch die älteste U-Bahn-Anlage der Welt. Die U-Bahnen sind von 5 Uhr morgens bis um Mitternacht unterwegs, nur am Sonntag fahren sie etwas seltener. Das U-Bahn-System besteht aus 12 Linien und 6 Zonen. Die einfachste und oft auch günstigere Methode wäre abermals die Oyster Card.

Wer es sich gern richtig unkompliziert machen möchte, kann sich die Hop-On-Hop-Off-Bustouren durch London gönnen. Diese Busse fahren alle paar Minuten von den Haltestellen ab, die sich in der Nähe der zahlreichen Sehenswürdigkeiten befinden. Online könnt ihr die Tickets buchen, die für euch am besten passen. Es gibt Varianten für 24 Stunden oder 48 Stunden und mit oder ohne Bootsfahrt auf der Themse.

Eingang zur Bank Station in London

Eingang zur Bank Station in London

Beste Reisezeit für London

Wenn ihr an das Wetter in Großbritannien denkt, kommen euch wahrscheinlich dunkle Wolken und prasselnder Regen in den Sinn. Da fragt man sich vielleicht, ob es überhaupt je eine beste Reisezeit für London gibt, in der man dem Regen entgehen kann.

In Wirklichkeit sind über das Jahr betrachtet die Niederschlagssummen Englands gar nicht so weit über beispielsweise denen von Deutschland. Was das Wetter in England und auch in London ausmacht, sind vielmehr die unsteten Wetterverhältnisse. Anhaltender Sonnenschein über eine längere Zeit ist die Seltenheit. Deshalb gilt tatsächlich für jede London Reise, egal zu welcher Zeit: Regenschirm und -jacke einpacken!

Wie ist das aktuelle Wetter in London?

Wie ist das aktuelle Wetter in London? 

Da es hier selbst in den Sommermonaten nicht heiß wird, sondern die Temperaturen bei milden 20°C bis 22°C bleiben, gilt diese Zeit (Mai bis September) als die beste Reisezeit für London, da es hier zudem die meisten Sonnenstunden gibt. Nachts müsst ihr mit frischen 11°C bis 13°C rechnen. Dazu kommt, dass zur Sommerzeit alle Sehenswürdigkeiten für die Touristen geöffnet sind – in der Winterzeit ist das nicht immer gegeben. Im Herbst steigt die Regenrate – auch nicht anders als in Deutschland – etwas an, während die Anzahl der Sonnenstunden abnimmt.

Die größte Chance auf so wenig Regen wie möglich habt ihr im Februar, der als der trockenste Monat gilt. Sogar die Temperaturen befinden sich im Winter üblicherweise im Plusbereich: Mit 8°C am Tag und 3°C in der Nacht lässt es sich in London ganz gut aushalten. Nur auf die Sonne müsstet ihr dann zum großen Teil verzichten: Die lässt sich in den Wintermonaten nur ein bis zwei Stunden am Tag blicken. Auch das Londoner Frühjahr ist vergleichsweise niederschlagsarm, außerdem lassen sich zu dieser Zeit die erblühenden Parks in London bewundern. Die Temperaturen bewegen sich um 13°C tagsüber und um 6°C des Nachts.

Blick auf die Tower Bridge in London

Blick auf die Tower Bridge in London

Londoner Stadtteile

Als 1965 die Region Greater London gegründet wurde, wozu alles gehört, was wir heute unter London kennen, entstand ebenfalls die Einteilung in die 32 Londoner Stadtbezirke. Tatsächlich sind es allerdings 33 Bezirke. Der Finanzdistrikt City of London verfügt über eine eigene Verwaltung und ist quasi ein Staat im Staat. Sogar die Queen höchstselbst muss sich vorher für einen Besuch hier anmelden.

London ist außerdem in Inner London und Outer London gegliedert. Euch dürften für einen London Trip vor allem die inneren Stadtgebiete interessieren. Inner London umfasst 12 Stadtteile, die sogenannten “London Boroughs”, plus der Bezirk City of London. Die teilen sich wiederum in mehrere Viertel auf, die ihre eigenen Besonderheiten haben. Einige der sehenswertesten Orte möchte ich euch im Folgenden vorstellen.

Beginnen wir mit dem schon erwähnten Stadtteil City of London, ein Bezirk größter Gegensätze. Hier liegt der historische Kern der Hauptstadt, neben dem Tower of London kann man Ruinen aus der Römerzeit finden, während es gleichzeitig als das Geschäfts- und Finanzzentrum Europas gilt. 255 ausländische Banken stehen auf engstem Gebiet – das sind mehr als in jedem anderen Finanzzentrum. City of London soll die reichste Quadratmeile der Welt sein – denn dieser Bezirk umfasst tatsächlich nicht viel mehr als eine Quadratmeile. Deswegen wird umgangssprachlich auch einfach von der “Square Mile” gesprochen. Am Wochenende gleicht er mitunter einer Geisterstadt. Denn obwohl hier um die 340.000 Angestellte zur Arbeit gehen, liegt die tatsächliche Einwohnerzahl unter 10.000.

Aussicht auf den Big Ben, London

Aussicht auf den Big Ben

Westlich der City of London findet ihr den Stadtbezirk, der die meisten Sehenswürdigkeiten anbieten kann: die City of Westminster. Unter anderem stehen hier die die Houses of Parliament und natürlich die Westminster Abbey. Das Viertel um die Westminster Abbey drumherum heißt Westminster – die Londoner hatten offenbar bei der Benennung ihrer Stadtteile eine wirklich kreative Phase – und zählt als historischer Kern des Bezirks und als das politische und geistige Zentrum Großbritanniens.

Nennenswerte Stadtviertel sind zum einen das Soho, dessen buntes internationales Flair gar nicht so recht in das sonst so britische London passen will, und das Viertel Covent Garden, auf das ich unter der Überschrift “Sehenswürdigkeiten” noch einmal zurückkomme.

Weitere Stadtteile in London:

  • Notting Hill
  • Hammersmith and Fulham
  • Tower Hamlets

Als echten Geheimtipp kann ich euch einen Abstecher in den Bezirk Hackney empfehlen: Seit den 90er Jahren hat sich dieser Teil Londons immer mehr zu einem sehr attraktiven Ausgehviertel entwickelt. Zahlreiche Restaurants und Galerien tummeln sich hier und das Hackney Empire zählt zu den Londoner Kult-Theatern. Von Comedy über Schauspiel bis hin zu Opern werden im Hackney Empire gezeigt.

Den Ruf eines echten Szeneviertels hat der Bezirk Camden, der nördlich der City of Westminster liegt. Neben zahllosen Clubs und Bars finden sich hier auch viele Sehenswürdigkeiten, darunter das British Museum und der Londoner Zoo. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch der Camden Market, der rund um die Camden High Street stattfindet. Er gilt als der ausgefallenste Markt Londons und ist quasi eine Ansammlung mehrerer kleiner Märkte. So findet ihr auf dem Camden Market nicht nur Kleidung, sondern auch Antiquitäten und Souvenirs.

Sie sind zwar kein offizieller Stadtbezirk, werden aber von den Einwohnern als solche gezählt: die Docklands in London, die heute von einer Vielzahl von alten Docks und Schiffswerften geprägt sind. Früher befand sich hier einmal der größte Hafen der Erde, und auf ihn begründete sich Englands Stellung in der Welt. Heute ist es ein Stadtteil im Umbruch: Viele der alten Lagerhäuser wurden umgebaut und dienen nun als Wohnungen oder Büros. Die Landschaft ist geprägt von alten Hafenbauten und modernen Bauwerken.

Stadtteil Notting Hill, London

Bunte Häuser im Stadtteil Notting Hill

Top Sehenswürdigkeiten in London

London Eye | Big BenBuckingham Palace | Tower of London | Tower Bridge10 Downing StreetTrafalgar SquarePiccadilly Circus

Wenn es euer erstes Mal in der englischen Hauptstadt ist, dann wollt ihr euch sicher die top Sehenswürdigkeiten in London nicht entgehen lassen. Sehenswürdigkeiten gibt es in der Großstadt zu Genüge. Wenn ihr zeitlich ein wenig Spielraum habt, dann lohnt es sich natürlich alle Sehenswürdigkeiten aufzugabeln. Andernfalls solltet ihr euch auf diese Prachtstücke beschränken.

London Eye

Ein absolutes Muss und deswegen auch unter meinen London Tipps, ist der Besuch des London Eye. Es ist das höchste Riesenrad in ganz Europa und steht im Zentrum von London, genauer gesagt am Südufer der Themse. Die 32 Gondeln des Londoner Wahrzeichens befördern euch langsam und sicher durch die Lüfte. Aus 135 Metern Höhe habt ihr einen unvergleichlichen Ausblick auf die Stadt. Werft doch mal ein Auge auf das London Eye (pun intended).

Big Ben

Erstmal vorweg: Mit Big Ben ist nicht der ganze Uhrturm gemeint, sondern lediglich eine der insgesamt 5 Glocken im Turm. Big Ben ist nämlich der Spitzname für die schwerste Glocke im Bunde. Die eigentliche Sehenswürdigkeit ist also der Uhrturm, welcher seit 2012 auf den Namen Elizabeth Tower hört. Am schönsten ist der Turm übrigens bei Nacht, wenn die vier Ziffernblätter beleuchtet sind.

London Eye

London Eye

Buckingham Palace

Und ja, wenn man schon mal in London ist, sollte man es sich nicht entgehen lassen, einen Blick in die vier Wände der Queen Elisabeth II zu werfen. Außerdem werden hier offizielle Staatsanlässe ausgeführt und wichtige Staatsoberhäupter aus dem Ausland empfangen. Die 19 State Rooms im Buckingham Palace könnt ihr allerdings nur von Ende Juli bis September besichtigen, wenn die Queen gerade in Schottland ist.

Tower of London

Der Tower of London ist eine an der Themse gelegene Festung, die über ihre 900-jährige Geschichte hinweg u.a. als Waffenkammer, königlicher Palast, sogar als Zoo fungierte und heute vor allem bekannt als Aufbewahrungsort der britischen Kronjuwelen ist. 1078 ordnete Wilhelm der Eroberer die Erbauung einer Festung an, die im Laufe der Zeit immer wieder Erweiterungen und Erneuerungen erlebte. Als Gefängnis beherbergte der Tower of London einige berühmte Gefangene wie zum Beispiel Anne Boleyn, die anschließend enthauptet wurde, und auch Elizabeth die Erste war hier zeitweise eingesperrt.

Heute gibt es dort ein Museum und, wie schon erwähnt, die Kronjuwelen. Der ausgestellte Teil ist jedoch nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Kostbarkeiten. Im Museum könnt ihr außerdem unter anderem erfahren, was es mit dem Zoo auf sich hatte: Die exotischsten Tiere, von Löwen über Tiger bis hin zu Elefanten waren dort untergebracht. Die Touristenführer dieser Attraktion werden “Yeoman Warders” genannt und leiten die Besucher in viktorianischen Tudor-Uniformen durch die geschichtsträchtige Festung.

Tower of London an der Themse

Tower of London an der Themse

Tower Bridge

Die Klappbrücke verdankt ihren Namen der Nähe zum Tower of London. Sie verbindet die beiden Stadtbezirke Tower Hamlets und Southwark über die Themse hinweg miteinander. Obwohl eine Hauptverkehrsstraße über die Brücke führt, hat der Schiffsverkehr noch immer Vorrang: Für größere Schiffe werden die beiden Brückenteile in der Mitte hochgeklappt – jedoch nur so weit, wie es für die Schiffe wirklich nötig ist. Komplett geöffnet wird sie nur zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel zum Tod von Winston Churchill.

In der Tower Bridge gibt es einen für Jedermann zugänglichen Weg. Wenn man möchte, kann man gegen Eintritt auch das Tower Bridge Museum und die Fußgängerbrücken betreten. Die bieten aus circa 45 Metern Höhe eine tolle Aussicht auf die Stadt und die Sehenswürdigkeiten in London. Eine der Brücken ist sogar mit einem Glasboden ausgestattet.

10 Downing Street

Politisch und geschichtlich Interessierte dürfte ein Abstecher in die Downing Street reizen. Sie ist unweit der Houses of Parliament und seit über 200 Jahren wohnen und agieren von hier aus einige der wichtigsten Mitglieder der britischen Regierung. Der bekannteste Bewohner dürfte der britische Premierminister selbst sein, der traditionell in der Nummer 10 (10 Downing Street) wohnt.

Daher wird in Großbritannien der Premier auch oft einfach als “Nummer 10” bezeichnet. Die schwarze Eingangstür habt ihr sicherlich alle schon irgendwo einmal gesehen, da hier oft der Staatsbesuch empfangen wird und somit zahlreiche Pressefotos an dieser Tür geknipst werden.

Tower Bridge bei Abenddämmerung, London

Tower Bridge bei Abenddämmerung

Trafalgar Square

Für viele Londoner ist der Trafalgar Square die eigentliche Mitte der Großstadt. Schon seit dem Mittelalter gilt er als zentraler Treffpunkt und ist heute von zahlreichen kulturellen Stätten umgeben, so zum Beispiel von Museen, Galerien und historischen Gebäuden. Regelmäßig ist er zudem Schauplatz für Demonstrationen zu politischen, religiösen und anderen Fragen. Um die Weihnachtszeit könnt ihr auf dem Trafalgar Square den größten Weihnachtsbaum Londons bewundern.

Darüber hinaus dient er als Gedenkstätte für den britischen Helden Lord Nelson: In der Mitte des Platzes wurde zu seinen Ehren die Nelson Column errichtet. Lord Nelson spielte eine tragende Rolle bei der Schlacht von Trafalgar und verhalf den Briten zum Sieg über die Franzosen.

Piccadilly Circus

Der Piccadilly Circus ist ein weiterer bekannter öffentlicher Platz der Stadt, der nicht nur 5 sehr belebte Straßen verbindet, sondern auch ein Zentrum des populären Shopping- und Ausgehviertels West End bildet. Zahlreiche riesige Reklametafeln prägen das berühmte Bild dieses Platzes. Bereits 1900 wurde hier die allererste Tafel installiert, sie warb für die Biersorte Spaten.

Seitdem stieg die Zahl der Tafeln immer weiter an, bis in den 80ern eine Verfügung erlassen wurde, die die Werbeschaltung an nur noch einer Fassade des Piccadilly Circus‚ erlaubt. Ein weiteres Wahrzeichen für den Platz ist der Eros-Brunnen, der ursprünglich zu Ehren des 7. Earl of Shaftesbury erbaut wurde. Die nackte Figur auf dem Brunnen soll den Engel der Nächstenliebe darstellen.

Piccadilly Circus in London

Piccadilly Circus in London

London in Film, Fernsehen und Literatur

Englands Hauptstadt ist nicht nur Wohnsitz des bekanntesten Ermittlerduos der Welt, sondern auch Abfahrtsort des Hogwarts-Express’ und Ziel ständiger Invasionsversuche von machtgierigen Aliens (besonders an Weihnachten!). Die besten Spots und Touren für die Film- und Fernseh-Fans unter euch habe ich hier zusammengetragen.

Harry Potter in London

Hexen und Zauberer aus aller Welt, packt eure Zauberstäbe ein, schnallt eure Besen fest, und taucht ein in die magische Welt von Harry Potter! Unweit der Hauptstadt könnt ihr die Warner Bros. Studio Tour unternehmen und einen Blick hinter die Kulissen der Filme werfen. Wie wäre es mit einem Spaziergang durch den Verbotenen Wald? Oder mit einer gründlichen Inspektion von Dumbledores Büro?

Unzählige Kostüme und Requisiten erwarten euch auf der Tour, unter anderem sind dort Harrys Besen, der Nimbus 2000, oder auch Hagrids riesiges Motorrad zu begutachten. Außerdem erfahrt ihr hier einige Hintergrundinformationen zur Entstehung der Filme, beispielsweise wie den fantastischen Tierwesen mit ausgefeilten Green-Screen-Effekten Leben eingehaucht wird.

Harry Potter in London:

  • Bahnhof Kings Cross
  • Leadenhall Market
  • Bull’s Head Passage

Das Studio liegt nur 32 Kilometer nordwestlich von London und ist sowohl mit dem eigenen Auto als auch mit dem Zug gut erreichbar. Vor der Studio Tour gibt es kostenlose Parkplätze. Der Zug-Bahnhof, der dem Studio am nächsten ist, heißt “Watford Junction” und wird beispielsweise direkt von den Londoner Stationen “London Euston” (circa 20 Minuten Fahrt) und “Birmingham New Street” (circa 60 Minuten Fahrt) angefahren. Von dort bringen euch alle 20 Minuten die von Mullany’s Coaches betriebenen Shuttlebusse für circa 2 € zur Studio Tour.
Wer es sich ganz gemütlich machen möchte, kann sich im Voraus eine geführte Tour buchen, die dort zuhauf angeboten werden. Ein Beispiel wäre die “The Making of Harry Potter with Return Transportation”-Tour. Dabei werdet ihr in London abgeholt und anschließend auch wieder dorthin zurückgebracht.

Bahnhof Kings Cross, London

Bahnhof Kings Cross

Sherlock Holmes in London

Ja, die Baker Street 221b gibt es wirklich, und alle Holmes-Fans sollten unbedingt einen Abstecher dorthin einplanen. Ihr müsst euch aber etwas genauer umschauen, um euer Wunschziel zu finden, denn die Adresse, die ihr sucht, befindet sich zwischen der Baker Street 237 und 241. Das hier errichtete Sherlock Holmes Museum hat die Zimmer wie in den Büchern eingerichtet und ausgeschmückt. Ihr könnt hier zum Beispiel Holmes’ Studierzimmer besuchen. Oder ihr werft einen Blick in Watsons Schlafzimmer – inklusive seiner persönlichen Sachen und handgeschriebenen Notizen. Beachtet aber: Ihr müsst das Museumsticket unten am Shop kaufen, BEVOR ihr euch in der Schlange zum Museumseingang anstellt!

Auch die Baker Street allein lässt bereits Fan-Herzen höher schlagen; es gibt eine Bronze-Statue des berühmten Detektiven und eine Vielzahl an Doppelgängern auf der Straße. Für Fans der aktuellen BBC-Serie „Sherlock“ mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gibt es ein kleines Schmankerl in der naheliegenden North Gower Street, wo sie gedreht wurde. Hier gibt es tatsächlich das Speedy’s Cafe, das unter der Wohnung der beiden Ermittler liegt und in der Serie oftmals gezeigt wird. Werft einen Blick in die Speisekarte und freut euch über diverse Sherlock-Holmes-Gerichte.

Sherlock Holmes

Sherlock Holmes

Regen in London – Was nun?

Wie ihr alle bestimmt schon wisst, ist Regen in London keine Seltenheit. Damit eure Reise deshalb aber nicht ins Wasser fällt, habe ich ein paar London Tipps für regnerische Tage in petto. Das beste? Es gibt unzählige kostenlose Dinge in London, die euch auch den regnerischsten Tag versüßen.

Zum einen könnt ihr unzähligen Museen in der englischen Hauptstadt einen Besuch abstatten. Besucht das British Museum, die National Gallery oder das Tate Modern und taucht in die Welt der Künste ab. Ihr seid echte Foodies? Dann ist ein Abstecher zu Londons Food Hallen verpflichtend. Dort findet ihr feinstes Streetfood an unzähligen Ständen und Märkten. Ansonsten öffnen Attraktionen wie das Madame Tussauds London und das London Dungeon gerne ihre Türen für euch und lassen euch mit ihrem aufregenden Programm vergessen, dass es draußen in Strömen regnet.

Piccadilly Circus bei Regen im 20. Jahrhundert

Piccadilly Circus bei Regen im 20. Jahrhundert

Essen und Trinken in London

Natürlich darf bei einer Reise nach London auch das kulinarische Erlebnis nicht ausbleiben. Erstmal vorweg: Die britische Küche besteht aus meist sehr deftigen, herzhaften Gerichten. Gleichzeitig sind die Briten auch richtige Naschkatzen und lieben alles was süß und klebrig ist. Also definitiv keine leichte Kost und nichts für eine Diät.

Frühstücken wie die Londoner

Fangen wir beim Frühstück an: Das typisch englische Breakfast ist ziemlich deftig und definitiv kein leichtes Healthy-Yoga-Frühstück. Meistens findet ihr auf den Tellern der Briten einen Mix aus gebratenen Würstchen und Frühstücksspeck, gebratene Champignons und gegrillte Tomaten, Bohnen und Spiegel- bzw. Rührei. Als Vegetarier in London, könnt ihr zum Frühstück das klassische Porridge probieren. Den wärmenden Haferbrei könnt ihr nach Belieben mit den Toppings eurer Wahl verfeinern und genießen.

London Tipps

Das deftig britische Mittagsmenü

Mittags müsst ihr dann an einer der vielen Essens-Buden natürlich eine Portion Fish &  Chips abgreifen. Sucht am besten eine Bude in der Nähe vom Hafen, denn dort gibt es den frischesten Fisch. Alle Naschkatzen unter euch sollten sich gegen Mittag ins nächste Café setzen und dort eine typisch englische Teatime verbringen. Dazu ein Stück Früchte-Crumble und ihr seid bestens versorgt.

Die Londoner Trinkkultur

Und was darf natürlich noch nicht fehlen? Richtig, ein Abstecher zum nächsten Pub. Die traditionellen Kneipen sind ein fest verankerter in der britischen Kultur und gehören ohne Frage zu meinen London Tipps. Traditionell wird in Pubs zwar nur Bier ausgeschenkt, allerdings ist die Auswahl heutzutage weitaus größer. Keine Sorge, wer keinen Alkohol trinkt, findet in den Pubs auch nicht-alkoholische Getränke auf der Karte.

In London gibt eine Vielzahl an gemütlichen, geschichtsträchtigen, ja, sogar berühmten Pubs.  Da wäre beispielsweise das The Spaniards Inn im Londoner Bezirk Camden, das offenbar Bram Stoker so beeindruckend fand, dass er es in sein “Dracula” einbaute. Ein weiterer Autor und ebenfalls großer Fan der britischen Kneipen war Charles Dickens – das in Covent Garden liegende Lamb & Flag gilt als sein Lieblings-Pub und hat außerdem eine lange und spannende Geschichte aufzuweisen. Seit 1772 besteht das Lokal bereits und war Anfang des 19. Jahrhunderts sogar berüchtigt – nämlich für die regelmäßig dort stattfindenden Faustkämpfe. Das brachte ihm den Namen “The Bucket of Blood” (dt: “Der Eimer voll Blut”) ein.

Aber der wahrscheinlich älteste Pub in London ist das The Prospect of Whitby, das bereits im Jahr 1520 am Themseufer im heutigen Stadtteil der Tower Hamlets stand. Hier soll es früher vor Piraten und Dieben nur so gewimmelt haben. Neben dem vorzüglichen Ale könnt ihr hier auch eine fantastische Aussicht auf den Fluss genießen.

London Tipps

Mit diesen London Tipps kann bei eurem Urlaub nichts schief gehen. Gute Reise und liebe Grüße an die Queen!

 

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Weitere London Tipps:

Reiseziele: England, London


Regina Tarasevic
Regina Tarasevic

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