London Reise - Der Blick auf die Themse

Eure London Reise – Alles über die englische Hauptstadt

Liebe UHUs,

ein Besuch im Haus der Queen gefällig? Auf den Spuren des berühmtesten Detektiven der Welt wandeln? Eine Fahrt mit dem roten Doppeldeckerbus unternehmen? Willkommen in London, der Hauptstadt Englands und des gesamten Vereinigten Königreichs! Diese Stadt ist vollgepackt mit weltberühmten Bauwerken, kulturellen Höhepunkten und Geburts- und Schaustätten einiger der berühmtesten Geschichten, die uns aus Literatur, Film und Fernsehen bekannt sind.

Bevor ihr euch auf den Weg macht, geht mit mir am besten auf eine erste gedankliche London Reise. Findet heraus, was es alles zu bestaunen und zu beachten gibt, und lernt ein paar praktische Insidertipps und -tricks, wie ihr euren London Urlaub so ideal und unkompliziert wie möglich gestalten könnt.

Klima und Wetter in London

Wenn ihr an das Wetter in Großbritannien denkt, kommen euch wahrscheinlich dunkle Wolken und prasselnder Regen in den Sinn. Da fragt man sich vielleicht, ob es überhaupt je eine beste Reisezeit für London gibt, in der man dem Regen entgehen kann. 

In Wirklichkeit sind über das Jahr betrachtet die Niederschlagssummen Englands gar nicht so weit über beispielsweise denen von Deutschland. Was das Wetter in England und auch in London ausmacht, sind vielmehr die unsteten Wetterverhältnisse. Anhaltender Sonnenschein über eine längere Zeit ist die Seltenheit. Deshalb gilt tatsächlich für jede London Reise, egal zu welcher Zeit: Regenschirm und -jacke einpacken!

Da es hier selbst in den Sommermonaten nicht heiß wird, sondern die Temperaturen bei milden 20°C bis 22°C bleiben, gilt diese Zeit (Mai bis September) als die beste Reisezeit für London, da es hier zudem die meisten Sonnenstunden gibt. Nachts müsst ihr mit frischen 11°C bis 13°C rechnen. Dazu kommt, dass zur Sommerzeit alle Sehenswürdigkeiten für die Touristen geöffnet sind – in der Winterzeit ist das nicht immer gegeben. Im Herbst steigt die Regenrate – auch nicht anders als in Deutschland – etwas an, während die Anzahl der Sonnenstunden abnimmt.

Die größte Chance auf so wenig Regen wie möglich habt ihr im Februar, der als der trockenste Monat gilt. Sogar die Temperaturen befinden sich im Winter üblicherweise im Plusbereich: Mit 8°C am Tag und 3°C in der Nacht lässt es sich in London ganz gut aushalten. Nur auf die Sonne müsstet ihr dann zum großen Teil verzichten: Die lässt sich in den Wintermonaten nur ein bis zwei Stunden am Tag blicken. Auch das Londoner Frühjahr ist vergleichsweise niederschlagsarm, außerdem lassen sich zu dieser Zeit die erblühenden Parks in London bewundern. Die Temperaturen bewegen sich um 13°C tagsüber und um 6°C des Nachts.

Die Londoner Stadtteile

Als 1965 die Region Greater London gegründet wurde, wozu alles gehört, was wir heute unter London kennen, entstand ebenfalls die Einteilung in die 32 Londoner Stadtbezirke. Tatsächlich sind es allerdings 33 Bezirke. Der Finanzdistrikt City of London verfügt über eine eigene Verwaltung und ist quasi ein Staat im Staat. Sogar die Queen höchstselbst muss sich vorher für einen Besuch hier anmelden.
London ist außerdem in Inner London und Outer London gegliedert. Euch dürften für einen London Trip vor allem die inneren Stadtgebiete interessieren. Inner London umfasst 12 Stadtteile, die sogenannten “London Boroughs”, plus der Bezirk City of London. Die teilen sich wiederum in mehrere Viertel auf, die ihre eigenen Besonderheiten haben. Einige der sehenswertesten Orte möchte ich euch im Folgenden vorstellen.

Beginnen wir mit dem schon erwähnten Stadtteil City of London, ein Bezirk größter Gegensätze. Hier liegt der historische Kern der Hauptstadt, neben dem Tower of London kann man Ruinen aus der Römerzeit finden, während es gleichzeitig als das Geschäfts- und Finanzzentrum Europas gilt. 255 ausländische Banken stehen auf engstem Gebiet – das sind mehr als in jedem anderen Finanzzentrum. City of London soll die reichste Quadratmeile der Welt sein – denn dieser Bezirk umfasst tatsächlich nicht viel mehr als eine Quadratmeile. Deswegen wird umgangssprachlich auch einfach von der “Square Mile” gesprochen. Am Wochenende gleicht er mitunter einer Geisterstadt. Denn obwohl hier um die 340.000 Angestellte zur Arbeit gehen, liegt die tatsächliche Einwohnerzahl unter 10.000.

Westlich der City of London findet ihr den Stadtbezirk, der die meisten Sehenswürdigkeiten anbieten kann: die City of Westminster. Unter anderem stehen hier die die Houses of Parliament und natürlich die Westminster Abbey. Das Viertel um die Westminster Abbey drumherum heißt Westminster – die Londoner hatten offenbar bei der Benennung ihrer Stadtteile eine wirklich kreative Phase – und zählt als historischer Kern des Bezirks und als das politische und geistige Zentrum Großbritanniens.
Nennenswerte Stadtviertel sind zum einen das Soho, dessen buntes internationales Flair gar nicht so recht in das sonst so britische London passen will, und das Viertel Covent Garden, auf das ich unter der Überschrift “Sehenswürdigkeiten” noch einmal zurückkomme.

Eure London Reise - Doppeldeckerbus und der Big Ben

Für den Bezirk Kensington and Chelsea wurden bei der Bildung von Greater London zwei Viertel zusammengelegt – beide gehören zu den besten Gegenden der Stadt. Weil Kensington früher königlicher Privatbesitz war, wurde dem gesamten Bezirk der Namenszusatz “Royal Borough” verliehen, was so viel wie “königliche Gemeinde” heißt.
Eines der bekanntesten Stadtviertel befindet sich in Kensington and Chelsea: Notting Hill, nach dem der Film mit Julia Roberts und Hugh Grant benannt ist. Unzählige Galerien, Bars und Restaurants säumen hier die Straßen. Ein Highlight stellt außerdem der größte Antikmarkt Großbritanniens dar, der hier jeden Samstag stattfindet. Bei mehr als 1500 Händlern, die jede Woche auf der Portobello Road ihre Antiquitäten verkaufen, ist garantiert auch etwas für die Antiquitäten-Liebhaber und Trödelmarkt-Fans unter euch etwas dabei!

Etwas außerhalb der touristischen Gebiete, und damit etwas mehr typisch britisch wirkend, liegt der Bezirk Hammersmith and Fulham. Für den normalen Touristen gibt es hier vielleicht nicht allzu viel zu sehen. Hart gesottene Literatur-Fans mit besonderer Vorliebe für britische Autoren möchten aber vielleicht doch einmal durch die Straßen des Viertels Islington schlendern. Viele Romane des Science-Fiction-Autors Douglas Adams spielen zum Beispiel in Islington – so liegt etwa das Büro des holistischen Detektiven Dirk Gently in Islington. Im Fantasy-Roman “Niemalsland” von Neil Gaiman gibt es außerdem  einen Engel namens Islington – inspiriert durch die Islington-U-Bahn-Station “Angel”.

Als echten Geheimtipp kann ich euch einen Abstecher in den Bezirk Hackney empfehlen: Seit den 90er Jahren hat sich dieser Teil Londons immer mehr zu einem sehr attraktiven Ausgehviertel entwickelt. Zahlreiche Restaurants und Galerien tummeln sich hier und das Hackney Empire zählt zu den Londoner Kult-Theatern. Von Comedy über Schauspiel bis hin zu Opern werden im Hackney Empire gezeigt.

Den Ruf eines echten Szeneviertels hat der Bezirk Camden, der nördlich der City of Westminster liegt. Neben zahllosen Clubs und Bars finden sich hier auch viele Sehenswürdigkeiten, darunter das British Museum und der Londoner Zoo.
Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch der Camden Market, der rund um die Camden High Street stattfindet. Er gilt als der ausgefallenste Markt Londons und ist quasi eine Ansammlung mehrerer kleiner Märkte. So findet ihr auf dem Camden Market nicht nur Kleidung, sondern auch Antiquitäten und Souvenirs.

Sie sind zwar kein offizieller Stadtbezirk, werden aber von den Einwohnern als solche gezählt: die Docklands in London, die heute von einer Vielzahl von alten Docks und Schiffswerften geprägt sind. Früher befand sich hier einmal der größte Hafen der Erde, und auf ihn begründete sich Englands Stellung in der Welt. Nachdem alle Docks in Londons geschlossen wurden, verarmte die Gegend. Heute ist es ein Stadtteil im Umbruch: Viele der alten Lagerhäuser wurden umgebaut und dienen nun als Wohnungen oder Büros. Die Landschaft ist geprägt von alten Hafenbauten und modernen Bauwerken.

Einer der offiziellen Stadtbezirke, aus denen sich die Docklands zusammensetzen, ist der Bezirk Tower Hamlets. Er gilt zwar als Arbeiterviertel, doch seit der Jahrtausendwende hat sich einiges getan: Bank- und Geschäftsviertel sollen dem Stadtteil neuen Aufschwung geben, genauso wie die Verlagerung der Queen Mary University in die Tower Hamlets.

In seinem Stadtviertel Whitechapel, im Westen des Bezirks gelegen, hat übrigens der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper sein Unwesen getrieben.

Sehenswürdigkeiten in London

Als Hauptstadt und pulsierende Metropole hat London jede Menge Sehenswertes zu bieten. Fakt ist, dass euch hier garantiert nie langweilig wird, egal, ob ihr hier einen Kurztrip plant oder mehrere Wochen verbringt, es gibt immer etwas zu tun und immer etwas zu bestaunen!

London Eye

Als eines der bekanntesten Symbole für die moderne Großstadt ist das Riesenrad aus der Londoner Skyline nicht wegzudenken. Nach zweijähriger Bauzeit inklusive einiger Verzögerungen wurde das London Eye 2000 eröffnet. Ursprünglich sollte es nur für 5 Jahre in London stehen und dann an einen anderen Ort umziehen. Weil der Besucheransturm aber so groß und anhaltend war, entschied man sich für den permanenten Standort London. Heute hat es sich zur beliebtesten bezahlten Touristenattraktion in London entwickelt.

Eure London Reise das London Eye

Durch die zentrale Lage im Stadtkern ist das Riesenrad wunderbar zu erreichen und bietet seinen Besuchern aus 135 Metern Höhe einen atemberaubenden Blick über die Stadt.  Eine Rundfahrt dauert 30 Minuten und in den Gondeln findet ihr interaktive Bildschirme in verschiedenen Sprachen. Mit einem Day-and-Night-Ticket könnt ihr, wie der Name schon sagt, zweimal am Tag fahren und den Stadttrubel bei Tag sowie das Lichterspektakel einer nächtlichen Metropole erleben.
Legendär ist außerdem das jährliche Feuerwerk an Silvester am London Eye. Das aufwendig organisierte Event kostet seit einigen Jahren Eintritt (ca. 13 Euro) und bietet zur Einstimmung ins neue Jahr eine überwältigende Sensation aus Lichtern und Farben.

Tower of London

Der Tower of London ist eine an der Themse gelegene Festung, die über ihre 900-jährige Geschichte hinweg u.a. als Waffenkammer, königlicher Palast, sogar als Zoo fungierte und heute vor allem bekannt als Aufbewahrungsort der britischen Kronjuwelen ist. 1078 ordnete Wilhelm der Eroberer die Erbauung einer Festung an, die im Laufe der Zeit immer wieder Erweiterungen und Erneuerungen erlebte. Als Gefängnis beherbergte der Tower of London einige berühmte Gefangene wie zum Beispiel Anne Boleyn, die anschließend enthauptet wurde, und auch Elizabeth die Erste war hier zeitweise eingesperrt.

Heute gibt es dort ein Museum und, wie schon erwähnt, die Kronjuwelen. Der ausgestellte Teil ist jedoch nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Kostbarkeiten. Im Museum könnt ihr außerdem unter anderem erfahren, was es mit dem Zoo auf sich hatte: Die exotischsten Tiere, von Löwen über Tiger bis hin zu Elefanten waren dort untergebracht.
Die Touristenführer dieser Attraktion werden “Yeoman Warders” (abwertend auch “Beefeaters”) genannt und leiten die Besucher in viktorianischen Tudor-Uniformen durch die geschichtsträchtige Festung.

Fun Fact: Im Tower of London leben außerdem die hauseigenen Tower of London Raben. Der Legende zufolge würde das gesamte Königreich zugrunde gehen, sollten die Raben jemals den Tower verlassen.

Tower Bridge

Die Klappbrücke verdankt ihren Namen der Nähe zum Tower of London. Sie verbindet die beiden Stadtbezirke Tower Hamlets und Southwark über die Themse hinweg miteinander. Obwohl eine Hauptverkehrsstraße über die Brücke führt, hat der Schiffsverkehr noch immer Vorrang: Für größere Schiffe werden die beiden Brückenteile in der Mitte hochgeklappt – jedoch nur so weit, wie es für die Schiffe wirklich nötig ist. Komplett geöffnet wird sie nur zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel zum Tod von Winston Churchill.
In der Tower Bridge gibt es einen für Jedermann zugänglichen Weg. Wenn man möchte, kann man gegen Eintritt auch das Tower Bridge Museum und die Fußgängerbrücken betreten. Die bieten aus circa 45 Metern Höhe eine tolle Aussicht auf die Stadt und die Sehenswürdigkeiten in London. Eine der Brücken ist sogar mit einem Glasboden ausgestattet.

Eure London Reise Towerbridge

Covent Garden

Das Kultur- und Vergnügungsviertel ist insbesondere für das Royal Opera House London bekannt, in dem regelmäßig Opern der bekanntesten Komponisten der Welt aufgeführt werden. In seinen Straßen versammeln sich außerdem zahlreiche Geschäfte und Straßenkünstler und im Covent Garden Market findet ihr jede Menge Cafés, Restaurants und Marktstände, auf denen ihr nach Handwerksarbeiten und Antiquitäten schmökern könnt.

Shakespeare’s Globe Theatre

Das Globe Theatre ist eine genaue Rekonstruktion des gleichnamigen Theaters, in dem William Shakespeare vor über 400 Jahren seine berühmten Werke schrieb und aufführte. Erstmals 1599 erbaut, brannte das Theater 1613 ab. Die Aufführungen waren damals durchaus mit einigen sehr lebensnahen Spezialeffekten ausgestattet, und eine während der Inszenierung abgeschossene Kanone setzte das Strohdach in Flammen. Zwar wurde das Gebäude zeitnah wieder aufgebaut (diesmal mit Ziegeldach), doch schon 1642 schloss die puritanische Regierung alle kulturellen Stätten in London. 2 Jahre später wurde es wieder abgerissen.

Ende des 20. Jahrhunderts entschloss sich die Stadt London zu dem Nachbau (mutigerweise abermals mit Strohdach), das 1997 eröffnet wurde. Heute könnt ihr dort Theateraufführungen von April bis Anfang Oktober und ganzjährig die dortige Ausstellung (mit einem Audioguide auch in deutscher Sprache) besuchen.

Tate Gallery of Modern Art

Das Museum für moderne Kunst ist in einem ehemaligen Heizkraftwerk am südlichen Ufer der Themse untergebracht, der Bankside Power Station, die zu den größten Ziegelbauten Englands gehört. Das Museum wird kurz auch das Tate Modern genannt. Diese Attraktion zeichnet sich dadurch aus, dass ihr hier kostenlos dauerhafte sowie wechselnde Ausstellungen besichtigen könnt.

British Museum

Das British Museum dagegen stellt Kunstwerke zur gesamten kulturellen Geschichte der Menschheit aus. Hier versammeln sich Artefakte aus allen Kontinenten. Zu den großen Highlights dieses Museums zählen der Reading Room (dt.: Leseraum), der zu den Lieblingsaufenthaltsorten von Karl Marx gehörte, und die ausgestellten Mumien im altägyptischen Bereich.

Houses of Parliament & Big Ben

Die berühmte Glocke in ihrem ebenso berühmten Uhrenturm gehört zu den Houses of Parliament, auch Westminster Palace genannt, wo das britische Parlament tagt. Eure London Reise Big Ben und Flagge

Der Elizabeth Tower mit seiner 13,5 Tonnen schweren Glocke ist wohl der prominenteste der vielen Türme des Palastes. Die heutige Big Ben Glocke ist übrigens bereits die zweite ihrer Art: Der erste Entwurf war mit 17 Tonnen viel zu schwer und brach bei der Generalprobe fast entzwei. Nach neuen Berechnungen kam 1859 erstmals die heute so bekannte Glocke zum Einsatz.
Die Big Ben Melodie ist mittlerweile weltberühmt. Sie entstammt einer Komposition Georg Friedrich Händels und ist zu jeder vollen Stunde zu hören. Zwar kann der Turm nur von Bürgern des Vereinigten Königreiches besucht werden, das restliche Gebäude steht jedoch jedem Touristen zur Besichtigung frei.

10 Downing Street

Politisch und geschichtlich Interessierte dürfte ein Abstecher in die Downing Street reizen. Sie ist unweit der Houses of Parliament und seit über 200 Jahren wohnen und agieren von hier aus einige der wichtigsten Mitglieder der britischen Regierung. Der bekannteste Bewohner dürfte der britische Premierminister selbst sein, der traditionell in der Nummer 10 (10 Downing Street) wohnt. Daher wird in Großbritannien der Premier auch oft einfach als “Nummer 10” bezeichnet. Die schwarze Eingangstür habt ihr sicherlich alle schon irgendwo einmal gesehen, da hier oft der Staatsbesuch empfangen wird und somit zahlreiche Pressefotos an dieser Tür geknipst werden.

Eure London Reise - Die 10 Downing Street

Benannt wurde die Straße nach Sir George Downing, der sie in den 1680er Jahren erbaute. Ursprünglich konnte man von hier aus in den naheliegenden St. James Park gelangen, doch in den 80er Jahren wurden zum Schutz der damals amtierenden Premierministerin Margaret Thatcher Tore errichtet. Heutzutage muss jeder durch eine Sicherheitskontrolle, bevor er die Downing Street betreten darf.

Westminster Abbey

Sie befindet sich ebenfalls ganz in der Nähe des Westminster Palace. Ins Deutsche übersetzt bedeutet ihr Name “Abtei von Westmünster”. Hier finden die Krönungen und – nach ihrem Tod – die Beisetzungen der britischen Monarchen statt, genauso wie ihre Hochzeiten. Unter den Beigesetzten gibt es jedoch nicht nur Könige und Königinnen wie Maria Stuart und Elizabeth die Erste. Auch andere weltbekannte Berühmtheiten aus der Menschheitsgeschichte wie Charles Dickens, Charles Darwin und Isaac Newton liegen dort. Als Ehrung der Gefallenen im Zweiten Weltkrieg ist im Mittelschiff der Kirche das “Grab des Unbekannten Soldaten” errichtet. Der Inschrift zufolge liegt er “inmitten der Könige, weil er seinem Gott und Vaterland gut diente”.

Trafalgar Square

Für viele Londoner ist der Trafalgar Square die eigentliche Mitte der Großstadt. Schon seit dem Mittelalter gilt er als zentraler Treffpunkt und ist heute von zahlreichen kulturellen Stätten umgeben, so zum Beispiel von Museen, Galerien und historischen Gebäuden. Regelmäßig ist er zudem Schauplatz für Demonstrationen zu politischen, religiösen und anderen Fragen. Um die Weihnachtszeit könnt ihr auf dem Trafalgar Square den größten Weihnachtsbaum Londons bewundern.
Darüber hinaus dient er als Gedenkstätte für den britischen Helden Lord Nelson: In der Mitte des Platzes wurde zu seinen Ehren die Nelson Column (dt.: “Nelson Säule”) errichtet. Lord Nelson spielte eine tragende Rolle bei der Schlacht von Trafalgar und verhalf den Briten zum Sieg über die Franzosen.

Piccadilly Circus

Der Piccadilly Circus ist ein weiterer bekannter öffentlicher Platz der Stadt, der nicht nur 5 sehr belebte Straßen verbindet, sondern auch ein Zentrum des populären Shopping- und Ausgehviertels West End bildet. Zahlreiche riesige Reklametafeln prägen das berühmte Bild dieses Platzes. Bereits 1900 wurde hier die allererste Tafel installiert, sie warb für die Biersorte Spaten. Seitdem stieg die Zahl der Tafeln immer weiter an, bis in den 80ern eine Verfügung erlassen wurde, die die Werbeschaltung an nur noch einer Fassade des Piccadilly Circus‚ erlaubt.
Ein weiteres Wahrzeichen für den Platz ist der Eros-Brunnen, der ursprünglich zu Ehren des 7. Earl of Shaftesbury erbaut wurde. Die nackte Figur auf dem Brunnen soll den Engel der Nächstenliebe darstellen.

Buckingham Palace

Willkommen im Haus der Queen! Seit fast 200 Jahren ist der Buckingham Palace die offizielle Residenz der Königinnen und Könige des Vereinigten Königreichs. Hier wohnt und empfängt die Queen traditionell Staatsgäste und Staatsoberhäupter. Die Staatsgemächer, in denen solche Empfänge stattfinden, könnt ihr zur Sommerzeit sogar selbst zu Gesicht bekommen.
Genauso berühmt ist der Buckingham Palace für das Changing of the Guards, die Wachablösung. Die Wachen, das sind die mit den hohen Bärenfellmützen und den roten Uniformen, marschieren einmal täglich für die Öffentlichkeit gut sichtbar vom St. James Palace zum Buckingham Palace. Wenn ihr euch das nicht entgehen lassen wollt, dann solltet ihr zu 11:30 Uhr vor Ort sein. Aber beachtet: Im Winter findet das Spektakel nur jeden zweiten Tag statt und bei schlechtem Wetter kann es auch mal ausfallen.

Alles über London - Die Wachen des Buckingham Palace

Aber selbst wenn ihr das Ereignis verpasst, steht immer mindestens eine Wache vor den Toren des Palastes. Weil sie sich nicht regen, nicht mal eine Miene verziehen darf, ist es unter Touristen eine beliebte Herausforderung, die Wache zum Lachen zu bringen. Ihr dürft euch also gerne zum Affen machen – aber bitte übertreibt es nicht. Der Gute ist auch nur ein Mensch, der seinen Job macht und mit Achtung behandelt werden sollte.

Hyde Park

Eine der schönsten Grünanlagen in London ist der Hyde Park, der zu den königlichen Parks der Stadt gehört. Der große See „The Serpentine“ lädt die Parkbesucher zum Schwimmen und Bootfahren ein. In seiner Nähe wurde sogar eine Bowlinganlage errichtet. Auf den Wiesen des Parks könnt ihr ganz wunderbar euer Picknick aufschlagen und die Natur genießen.

Wenn ihr ein bisschen durch den Park schlendert, könnt ihr außerdem eine Pferderennbahn finden, eine Peter Pan Statue sowie weitere Kunstwerke. Außerdem könnt ihr einen Blick in die weltberühmte Ecke Speaker’s Corner werfen. An dieser Stelle des Parks wird offiziell die britische Redefreiheit gefeiert. Ohne vorherige Anmeldung könnt ihr euch dort selbst hinstellen und spontan in eine Rede über ein Thema eurer Wahl ausbrechen. Aber Vorsicht: Die Queen und sämtliche andere Mitglieder der königlichen Familie dürfen auf keinen Fall Bestandteil eurer Ansprache sein. Andernfalls wäre die Queen sicherlich not amused.
Ein Großteil der Redner kommt vielleicht etwas skurril daher, aber an dieser Ecke standen bereits Berühmtheiten wie Lenin und George Orwell, und hielten ihre Vorträge.

Bootsfahrt über die Themse

Bei einem großen Fluss, der mitten durch die Stadt führt und an dessen Ufer sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten versammeln, möchte man sich eine Bootsfahrt über besagten Fluss kaum entgehen lassen. Zahlreiche Veranstalter bieten kommentierte Schiffsfahrten, die ihre Insassen an den schönsten Touristenattraktionen entlang manövrieren. Die City Cruises beispielsweise organisieren Hop-On-Hop-Off-Bootstouren ab circa 11 €, sowie spezielle Fahrten mit Mittagessen und Nachmittagstee oder Abendfahrten.

Eine einfachere und günstigere Alternative sind die Thames Clippers, eine Art Wassertaxi, die gerne von Pendlern und Touristen in Anspruch genommen werden. Zwar gibt es hier keinen Kommentar zu den Touren, aber auch auf diesen Booten bekommt ihr einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu Gesicht: Vom London Eye geht es unter anderem über das Tate Modern und den Tower of London nach Greenwich. Tickets könnt ihr euch bequem vor Ort bei den Ticketschaltern an der Anlegestelle kaufen, wenn gewünscht, könnt ihr euch auch Tagestickets holen.

Insidertipp: der London Pass

Solltet ihr einen Kurztip nach London planen, mit dem Ziel, möglichst viele Touristenattraktionen in wenigen Tagen zu sehen, dann würde ich euch den London Pass empfehlen. Damit könnt ihr tatsächlich eine Menge Zeit und Geld sparen. Anstatt jede Londoner Sehenswürdigkeit einzeln zu bezahlen, könnt ihr einfach den London Pass am Eingang zeigen. Somit lasst ihr sogar die lästigen Warteschlangen links liegen. Praktisch ist außerdem, dass der Pass in verschiedenen Varianten erhältlich ist, und er sich somit euren individuellen Reiseplänen anpassen kann. So gibt es den Pass für 1, 2, 3, 6 oder 10 Tage. Er beinhaltet den Eintritt in über 70 Attraktionen in London. Darüber hinaus berechtigt er euch einen Tag lang, mit den Hop-On-Hop-Off-Bussen mitzufahren.

Wahlweise könnt ihr auch die Visitor Oyster Card hinzubuchen, mit der ihr den gesamten öffentlichen Nahverkehr in London nutzen dürft. Was die Visitor Oyster Card ist, und wie sie funktioniert, erfahrt ihr weiter unten unter dem Punkt “Fortbewegung in London”.

London in Film, Fernsehen und Literatur

Englands Hauptstadt ist nicht nur Wohnsitz des bekanntesten Ermittlerduos der Welt, sondern auch Abfahrtsort des Hogwarts-Express’ und Ziel ständiger Invasionsversuche von machtgierigen Aliens (besonders an Weihnachten!). Die besten Spots und Touren für die Film- und Fernseh-Fans unter euch habe ich hier zusammengetragen.

Harry Potter in London

Hexen und Zauberer aus aller Welt, packt eure Zauberstäbe ein, schnallt eure Besen fest, und taucht ein in die magische Welt von Harry Potter! Unweit der Hauptstadt könnt ihr die Warner Bros. Studio Tour unternehmen und einen Blick hinter die Kulissen der Filme werfen. Wie wäre es mit einem Spaziergang durch den Verbotenen Wald? Oder mit einer gründlichen Inspektion von Dumbledores Büro?
Unzählige Kostüme und Requisiten erwarten euch auf der Tour, unter anderem sind dort Harrys Besen, der Nimbus 2000, oder auch Hagrids riesiges Motorrad zu begutachten. Außerdem erfahrt ihr hier einige Hintergrundinformationen zur Entstehung der Filme, beispielsweise wie den fantastischen Tierwesen mit ausgefeilten Green-Screen-Effekten Leben eingehaucht wird.

Das Studio liegt nur 32 Kilometer nordwestlich von London und ist sowohl mit dem eigenen Auto als auch mit dem Zug gut erreichbar. Vor der Studio Tour gibt es kostenlose Parkplätze. Der Zug-Bahnhof, der dem Studio am nächsten ist, heißt “Watford Junction” und wird beispielsweise direkt von den Londoner Stationen “London Euston” (circa 20 Minuten Fahrt) und “Birmingham New Street” (circa 60 Minuten Fahrt) angefahren. Von dort bringen euch alle 20 Minuten die von Mullany’s Coaches betriebenen Shuttlebusse für circa 2 € zur Studio Tour.
Wer es sich ganz gemütlich machen möchte, kann sich im Voraus eine geführte Tour buchen, die dort zuhauf angeboten werden. Ein Beispiel wäre die “The Making of Harry Potter with Return Transportation”-Tour. Dabei werdet ihr in London abgeholt und anschließend auch wieder dorthin zurückgebracht.

Aber London selbst hat Harry-Potter-mäßig ebenfalls einiges zu bieten. Auch hier könnt ihr geführte Touren ab circa 30 € buchen (das sind jedoch keine offiziellen von Warner Bros. oder Joanne K. Rowling oder sonst wem unterstützten Touren), oder ihr stürzt euch einfach selbst ins Abenteuer. Orte, die einen Besuch wert sind, wären beispielsweise der Bahnhof Kings Cross, oder der Leadenhall Market. Am Bahnhof Kings Cross, von dem aus der Hogwarts-Express abfährt, gibt es ein Schild mit der Aufschrift “Platform 9 ¾”. Darunter ist ein halber Gepäckwagen, der auf das magische Portal zu dem geheimen Gleis weist. Ganz in der Nähe könnt ihr übrigens ein Harry-Potter-Geschäft finden, welches das “Ollivanders”, das Fachgeschäft für Zauberstäbe aus den Filmen, nachbildet.

Alles über London - Der Leadenhall Market

Ein weiterer lohnenswerter Stopp für Harry-Potter-Fans wäre der Leadenhall Market, den ihr in dem Viertel City of London findet. Im ersten Film wurde der Markt als Außenfassade für die Zaubergeschäfte genutzt. In der Bull’s Head Passage könnt ihr außerdem nach einem blauen Laden Ausschau halten. Der stellte den Eingang zum Zauberer-Pub “Zum Tropfenden Kessel” dar.

Sherlock Holmes in London

Ja, die Baker Street 221b gibt es wirklich, und alle Holmes-Fans sollten unbedingt einen Abstecher dorthin einplanen. Ihr müsst euch aber etwas genauer umschauen, um euer Wunschziel zu finden, denn die Adresse, die ihr sucht, befindet sich zwischen der Baker Street 237 und 241. Das hier errichtete Sherlock Holmes Museum hat die Zimmer wie in den Büchern eingerichtet und ausgeschmückt. Ihr könnt hier zum Beispiel Holmes’ Studierzimmer besuchen. Oder ihr werft einen Blick in Watsons Schlafzimmer – inklusive seiner persönlichen Sachen und handgeschriebenen Notizen. Beachtet aber: Ihr müsst das Museumsticket unten am Shop kaufen, BEVOR ihr euch in der Schlange zum Museumseingang anstellt!

Auch die Baker Street allein lässt bereits Fan-Herzen höher schlagen; es gibt eine Bronze-Statue des berühmten Detektiven und eine Vielzahl an Doppelgängern auf der Straße.
Für Fans der aktuellen BBC-Serie „Sherlock“ mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gibt es ein kleines Schmankerl in der naheliegenden North Gower Street, wo sie gedreht wurde. Hier gibt es tatsächlich das Speedy’s Cafe, das unter der Wohnung der beiden Ermittler liegt und in der Serie oftmals gezeigt wird. Werft einen Blick in die Speisekarte und freut euch über diverse Sherlock-Holmes-Gerichte.

Doctor Who in London

“Doctor Who” ist eine britische Science-Fiction-Serie und in Großbritannien absoluter Kult. Groß und Klein wissen hier, wer “der Doktor” ist, der regelmäßig die Stadt, den Planeten oder auch gleich das ganze Universum rettet. Insbesondere London ist unwahrscheinlich oft das Angriffsziel von Alien-Invasionsversuchen, weswegen etliche Szenen in dieser Stadt gedreht wurden. Auch hier gibt es buchbare Doctor Who Touren, die mit euch die bekanntesten Drehorte besuchen.
Die Tardis, das Raumschiff, mit dem der Doktor sich durch Raum und Zeit bewegt, sieht aus wie ein blaues, englisches Polizei-Häuschen. Davon stehen einige in London rum – zum Beispiel nahe der U-Bahn-Station “Earl’s Court”. Sehenswert ist außerdem noch der Doctor Who Shop nahe der Upton-Park-Station. Hier ist auch ein kleines Museum, das ebenfalls eine Tardis und andere Original-Requisiten ausstellt, die bereits für die Serie vor der Kamera standen.

Essen und Trinken wie die Londoner

Auf eurer London Reise könnt ihr es euch auch kulinarisch so richtig gut gehen lassen.
Ich hab hier mal ein paar spektakuläre Insidertipps für die interessantesten Lokalitäten zusammengetragen, die euren kulinarischen London Trip ganz sicher zum Highlight werden lassen.

Typisches britisches Essen in London

Natürlich bietet London Restaurants in Hülle und Fülle, aber wenn ihr schon mal dort seid, möchtet ihr euch vielleicht einmal an das typische britische Essen in London wagen.
Als allererstes kommen einem bei den Worten “britisches Essen” vermutlich die berühmten Fish & Chips in den Sinn. Falls euch danach der Sinn steht, geht ihr am besten zu Poppies. Das Restaurant “Poppie’s Fish and Chips” zeichnet sein durch und durch traditionelles Ambiente aus. Das Essen zum Mitnehmen wird noch immer in alten Zeitungen eingepackt, und der Fisch kommt nicht aus dem Discounter, sondern frisch vom Londoner Fischmarkt. Die angebotene Fischsorten stechen die üblichen Fish-&-Chips-Stände locker aus und eine ebenso britische Dessertkarte runden das schmackhafte Erlebnis zur vollsten Zufriedenheit ab.

London Reise - Das traditionelle Fish & Chips
Ein weiterer hervorragender Restaurant Tipp in London ist das Malt House, das euch nicht nur mit seinen Köstlichkeiten, sondern auch mit seiner historischen Einrichtung in das britische 18. Jahrhundert zurückversetzt. Hier bekommt ihr zum Beispiel das typische englische Frühstück. Aber das Restaurant hat auch eine stark auf die Saison ausgerichtete Karte, die eine Vielzahl an klassischen britischen Gerichten bietet.
Moderner und sehr kreativ in seiner Wiederbelebung britischer Klassiker ist das Hoi Polloi. Das Londoner Restaurant gehört eigentlich zu einem Hotel, steht aber auch auswärtigen Besuchern offen. Es begeistert mit seinen aufregenden Kreationen, die dem typischen britischen Essen einen besonderen Flair geben.

Pubs in London

Wenn ihr schon einmal in London seid, solltet ihr auf jeden Fall einem der typischen Pubs in London einen Besuch abstatten. Als “Pub” wird eine britische Kneipe bezeichnet, der Begriff ist die Kurzform für “Public House” (dt: öffentlich zugängliches Haus). Die Pubs blicken in Großbritannien auf eine lange Tradition zurück und sind ein populärer Teil der britischen Kultur. Ihre Geschichte kann bis in die Zeit der römischen Besatzung zurückverfolgt werden. Als damals die ersten Straßennetze auf der Insel entstanden, wurden an deren Knotenpunkte Gasthäuser eingerichtet, um die Reisenden zu versorgen.

Traditionell wird in einem Pub Bier ausgeschenkt. Heutzutage ist die Auswahl natürlich weitaus größer und üblicherweise stehen nicht nur Getränke, sondern auch einige Snacks und Sandwiches auf der Karte.
In London gibt eine Vielzahl an gemütlichen, geschichtsträchtigen, ja, sogar berühmten Pubs.  Da wäre beispielsweise das The Spaniards Inn im Londoner Bezirk Camden, das offenbar Bram Stoker so beeindruckend fand, dass er es in sein “Dracula” einbaute. Ein weiterer Autor und ebenfalls großer Fan der britischen Kneipen war Charles Dickens – das in Covent Garden liegende Lamb & Flag gilt als sein Lieblings-Pub und hat außerdem eine lange und spannende Geschichte aufzuweisen. Seit 1772 besteht das Lokal bereits und war Anfang des 19. Jahrhunderts sogar berüchtigt – nämlich für die regelmäßig dort stattfindenden Faustkämpfe. Das brachte ihm den Namen “The Bucket of Blood” (dt: “Der Eimer voll Blut”) ein.

Aber der wahrscheinlich älteste Pub in London ist das The Prospect of Whitby, das bereits im Jahr 1520 am Themseufer im heutigen Stadtteil der Tower Hamlets stand. Hier soll es früher vor Piraten und Dieben nur so gewimmelt haben. Neben dem vorzüglichen Ale könnt ihr hier auch eine fantastische Aussicht auf den Fluss genießen.

Fortbewegung in London

Ob ihr eure London Reise mit dem Auto angeht, oder lieber mit den Doppeldeckerbussen oder der geschichtsträchtigen Underground fahren wollt, hier gibt es einige Hinweise und Tipps, die euch garantiert das Leben vereinfachen.

Insidertipp: die Visitor Oyster Card

Wenn ihr vorhabt, euch innerhalb Londons zumeist mit dem öffentlichen Nahverkehr zu bewegen, dann lohnt sich definitiv ein Blick auf die Visitor Oyster Card. Das sind elektronische Fahrkarten, die ihr euch vor eurem London Trip besorgen könnt.  Bevor ihr damit fahrt, ladet ihr sie mit einer Geldsumme auf. An den Haltestellen haltet ihr sie einfach an die dort angebrachten gelben Kartenlesegeräte und bezahlt somit automatisch den richtigen Fahrpreis. Besser noch: Einer der Vorteile der Oyster Cards ist zudem, dass ihr oftmals weniger für die Fahrt bezahlen müsst. Nicht vergessen: Die Fahrkarte beim Ein- UND Aussteigen an das Gerät halten!
Praktisch ist hier zusätzlich das Tageslimit der Oyster Cards. Wenn ihr das erreicht habt, sind die anschließenden Fahrten kostenlos.

Besorgen könnt ihr euch die Oyster Card bequem online und sie wird euch dann nach Hause geschickt. Denkt daran, sie rechtzeitig zu bestellen, damit die Karte nicht erst ankommt, wenn ihr schon abgereist seid!
Ihr könnt die Visitor Oyster Card für fast alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Dazu zählen die U-Bahn, die Straßenbahn, die DLR und die Thames Clippers. Auch viele Zuglinien der National Rail können mit der Oyster Card bezahlt werden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Schon die öffentlichen Verkehrsmittel in London an sich sind aus der Touristen-Perspektive einen Besuch wert.

Da wären zum Beispiel die roten Londoner Doppeldeckerbusse, die ihr garantiert schon einmal gesehen habt. Bevor ihr hier einsteigt, solltet ihr jedoch noch ein paar Dinge beachten.
Für Einzelfahrten gibt es einen Pauschalpreis von circa 1,50 €. Damit könnt ihr dann soweit fahren, wie ihr möchtet. Innerhalb einer Stunde nach dem Kauf dürft ihr die Fahrkarte sogar nochmal benutzen. Aber Achtung: Ihr könnt in den Bussen NICHT mit Bargeld zahlen. Ihr müsst die Tickets vor dem Einstieg an den entsprechenden Automaten kaufen. Diese stehen an den wichtigsten Bushaltestellen in der Stadt. Mit der Oyster Card kommt ihr allerdings auch hier günstiger weg. Außerdem könnt ihr sie beim Einsteigen einfach an das Lesegerät halten. Es gibt auch Nachtbusse, die aber nicht so häufig fahren wie am Tag. Sie halten übrigens nur, wenn ihr, kurz bevor der Bus ankommt, an der Haltestelle den dort angebrachten Knopf drückt.

Teil des Busnetzwerks sind außerdem die Straßenbahnen, die vor allem in Südlondon unterwegs sind.

Eure London Reise - Die Londoner Underground

Auch die Londoner U-Bahn hat eine echte Bedeutung: Sie hat nicht nur die größte Netzlänge in Europa, sondern ist darüber hinaus auch die älteste U-Bahn-Anlage der Welt. Der erste Streckenabschnitt (die Metropolitan Railway) wurde bereits 1863 eröffnet.
Die U-Bahn wird im britischen Englisch “Underground” genannt, doch speziell die Londoner U-Bahn wird in der Umgangssprache einfach „Tube“ (dt. „Röhre“) genannt.
Die U-Bahnen sind von 5 Uhr morgens bis um Mitternacht unterwegs, nur am Sonntag fahren sie etwas seltener. Das U-Bahn-System besteht aus 12 Linien und 6 Zonen. Die einfachste und oft auch günstigere Methode wäre abermals die Oyster Card.  

Wer es sich gern richtig unkompliziert machen möchte, kann sich die Hop-On-Hop-Off-Bustouren durch London gönnen. Diese Busse fahren alle paar Minuten von den Haltestellen ab, die sich in der Nähe der zahlreichen Sehenswürdigkeiten befinden. Online könnt ihr die Tickets buchen, die für euch am besten passen. Es gibt Varianten für 24 Stunden oder 48 Stunden und mit oder ohne Bootsfahrt auf der Themse. Ihr könnt sie zudem mit Eintritt zu ausgewählten Sehenswürdigkeiten buchen.

Mit dem Auto in London

Wenn ihr euer eigenes Auto mitgebracht habt, oder euch einen Wagen geliehen habt, gibt es auch hier einige Dinge, die ihr wissen solltet. Der offensichtlichste Hinweis an dieser Stelle ist natürlich, dass in Großbritannien die Autos auf der linken Straßenseite fahren. Damit ist für den Fahrer einiges an Umdenken verbunden.

Über das britische Autobahnnetz und die Bundesstraßen ist die Hauptstadt sehr gut zu erreichen. Für besondere Verkehrsvorschriften solltet ihr euch aber auf jeden Fall vorher nochmal schlau machen. Zum Beispiel auf der “Department for Transport”-Webseite auf der Online-Präsenz der UK-Regierung.
Autofahrer in London müssen außerdem in der Innenstadt mit einer Mautgebühr rechnen. Das ist die sogenannte „Congestion Charge“, die eingeführt wurde, um den Verkehr in London erträglicher zu machen. Die Mautgebühr wird montags bis freitags für Fahrzeuge verlangt, die zwischen 7 und 18 Uhr im Londoner Stadtzentrum unterwegs sind. Wollt ihr die Mautzone meiden, müsst ihr nur die Augen offen halten. Sie ist überall deutlich mit Verkehrszeichen und Straßenmarkierungen gekennzeichnet.

Das Parken in London ist – wie in jeder anderen Großstadt – eine eher schwierige Angelegenheit und erfordert etwas Planung. Überall in der Stadt könnt ihr auf jeden Fall die sogenannten National Car Parks finden. Ansonsten bietet sich immer die Webseite parkopedia.com an, um einen Parkplatz in der Nähe Eures Ziels zu finden. Hier wird euch auch meist direkt angezeigt, ob und wie viel der angezeigte Parkplatz kostet und wie viele Parkplätze zur Verfügung stehen.

Eure London Reise Anreise per Flugzeug

Einreisebedingungen für Großbritannien

Zwar haben die Briten im Sommer 2016 für den Brexit abgestimmt, noch gehört Großbritannien aber zur EU. In absehbarer Zeit werden sich die Einreisebestimmungen nicht ändern, das heißt, dass wie üblich der Personalausweis für EU-Bürger ausreicht. Reisepässe werden natürlich auch akzeptiert. Stellt aber vor eurer Reise sicher, dass, egal welches Reisedokument ihr benutzt, seine Gültigkeitsdauer mindestens die Zeit eurer London Reise abdeckt.

Anreise

Obwohl die meisten Einreisenden das Flugzeug als bequemstes und am wenigsten zeitintensives Transportmittel wählen werden, gibt es noch einige andere, vielleicht etwas aufregendere Wege, um nach London zu gelangen. Aber beschäftigen wir uns zuerst mit Option 1.

Mit dem Flugzeug

Ausgestattet mit 5 Flughäfen ist London ideal für Flugreisen ausgelegt. Da die Auswahl so riesig ist, könnt ihr bei rechtzeitiger Buchung meist einen wunderbar niedrigen Preis erwischen. Alle Flughäfen in London sind mit Shuttels und / oder Express-Zügen an die Londoner Innenstadt angebunden. Je nach Flughafen dauert die Fahrt 15 bis 45 Minuten.
Um das Chaos des überwältigenden Angebots etwas zu lichten, habe ich hier einige Hinweise zum Flughafentransfer, die euch vielleicht helfen, den passenden Flughafen für eure Reise zu wählen.

Flughäfen in London und ihr Flughafentransfer

Ideal, falls ihr einen möglichst günstigen Flug bekommen wollt, ist der  Stansted Airport, der von zahlreichen Low-Cost-Airlines angeflogen wird. Aufgrund der großen Entfernung zu London ist der Transfer in die Innenstadt jedoch recht langwierig und kann bei spontaner Buchung ziemlich teuer werden (bis zu über 30 €).

Der größte Flughafen Londons, der Heathrow Airport, bietet neben der schnellen Variante des Heathrow Express’ auch eine Anbindung an das Londoner U-Bahn-Netz. Das ist zwar die günstigste Alternative, nimmt allerdings auch am meisten Zeit in Anspruch (50 bis 60 Minuten). Express-Tickets gibt es für die einmalige Fahrt ab circa 15 €, U-Bahn-Fahrkarten kosten etwa 6 €.

Auch vom Gatwick Airport gibt es Anbindungen an die Londoner Innenstadt – der Bahnhof London Victoria Station liegt im Westminster-Stadtviertel, nahe des Buckingham Palace. Er wird unter anderem vom Gatwick Express alle 15 Minuten direkt angefahren. Tickets gibt es ab etwa 18 €.

Weil der London City Airport in den Docklands gebaut wurde, ist er der Innenstadt am nächsten und mit dem Docklands Light Railway an das Overground-Straßenbahn-System angebunden. Circa alle 10 Minuten fahren die Züge von der Haltestelle ab.

Auch vom Luton International Airport fahren regelmäßige Züge. Allerdings ist der Bahnhof nicht direkt am Flughafen, sondern muss mit Shuttle-Bussen erst angefahren werden. Mit den Zügen könnt ihr ab circa 17 € fahren. In etwa 30 Minuten seid ihr in der Londoner Innenstadt.

Mit der Fähre

Falls euch die Flugangst plagt, ihr eine Rundreise durch Europa macht und/oder euer Auto mit nach Großbritannien nehmen wollt, bietet sich die Übersetzung mit der Fähre an. Die schnellste Fährverbindung geht vom französischen Calais ins englische Dover und dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Von dort aus beträgt die Fahrzeit nur noch wenige Stunden nach London. Solltet ihr ohne Auto unterwegs sein, gibt es zudem von den wichtigsten Fährhafen Zugverbindungen in die Hauptstadt.

Mit dem Zug

Durch den Eurotunnel, dem längsten Unterwassertunnel der Welt, fahren nicht nur Personenschnellzüge wie der Eurostar, sondern auch Shuttlezüge für Kraftfahrzeuge. Das dürfte interessant für euch sein, falls ihr euer eigenes Auto mitnehmen möchtet. Der Tunnel führt von Calais nach Folkestone (England), und von dort gibt es Verkehrsanbindungen nach London. Durch den Tunnel gelangt man in etwas mehr als einer halben Stunde.

Unterkünfte

Ein Hotel in London zu finden, ist sicherlich nicht das Problem. Die PASSENDE Unterkunft für euch zu finden, könnte sich aufgrund des großen Angebots als etwas stressig erweisen. Schaut euch auf entsprechenden Vergleichsportalen also genau um!

Empfehlenswert ist laut Tripadvisor zum Beispiel das sehr zentral gelegene Ibis London Blackfriars, in dem ihr Zimmer ab 97 € bekommen könnt. Viele Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß zu erreichen, wie beispielsweise das London Eye und das Tate Modern.
Für den kleineren Geldbeutel bieten sich auch die zahlreichen Hostels in der Stadt an (es gibt Gemeinschaftsschlafsäle, -Bäder und -Küchen). Diese bieten aber auch oft tolle Zusatzangebote an, wie zum Beispiel das Clink78 Hostel, bei dem täglich eine kostenfreie Stadtführung an der Rezeption startet.
Solltet ihr eine Wohngegend bevorzugen, in der ihr dem Touristen-Trubel etwas entfliehen könnt, bietet es sich an, über Portale wie Wimdu nach Zimmer oder Wohnungen zu suchen, die privat vermietet werden. Oftmals gibt es solche zu einem viel günstigeren Preis als ein Hotel. Und ihr könnt die London aus der Perspektive seiner Bewohner erleben.

Eure London Reise

Ob Geschichtsfan, Filmfreund oder Gourmet – London hält für Jedermann eine Menge an spannenden Reisezielen und Attraktionen bereit. Die Residenz der Queen, seine fortwährend ernst dreinschauenden Wachen, die Doppeldeckerbusse … euer Fotoapparat wird nach einem London Urlaub garantiert nicht mehr derselbe sein!

Reiseuhu macht’s möglich

Na, Lust bekommen? Dann solltet ihr unbedingt meine Reiseuhu App im Auge behalten. So bekommt ihr sofort mit, wenn ein neuer London Deal verfügbar ist. Einfach London oder ein anderes Wunschziel und euer Budget eingeben und ihr bekommt sofort eine Nachricht, wenn es einen passenden Deal für euch gibt. Die App ist für iOs und für Android verfügbar. 

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Ich wünsche euch viel Spaß auf eurer London Reise!

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