März 6, 2026
März 6, 2026


Wer regelmäßig reist und gleichzeitig das Beste aus seinen alltäglichen Ausgaben herausholen möchte, kommt an den Premium-Kreditkarten von American Express kaum vorbei. Die Amex Gold Card und die American Express Platinum zählen zu den leistungsstärksten Karten im deutschsprachigen Raum in puncto Zusatzleistungen und Meilen sammeln. Doch bevor man sich auf die Vorteile wie Lounge-Zugang, Reiseversicherungen oder Membership Rewards freuen kann, stellt sich die Frage: Was muss man eigentlich mitbringen, um eine solche Karte überhaupt erfolgreich beantragen zu können?
Dieser Leitfaden schlüsselt alle relevanten Voraussetzungen auf, von der Bonität über das Einkommen bis hin zu praktischen Tipps, wie man die persönlichen Antragschancen deutlich erhöhen kann.
Während eine klassische Visa- oder Mastercard-Basiskarte in erster Linie als Zahlungsmittel dient, bieten sogenannte Premiumkarten ein ganzes Ökosystem aus Vorteilen, Versicherungen und Bonusprogrammen. Die American Express Gold Card und die große Schwesterkarte Amex Platinum führen diese Kategorie unserer Meinung nach in Deutschland klar an.
Die American Express Gold Card ist das mit 240€ jährlich vergleichsweise günstige Einsteigermodell, das sich an alle richtet, die sämtliche Ausgaben mit ihrer Kreditkarte bezahlen wollen, um so wertvolle Punkte sammeln zu können. Auch die umfassenden Reiseversicherungen und der meist hohe Verfügungsrahmen sind Hauptgründe, weshalb man sich für diese Karte entscheidet.
Die Amex Platinum Card ist hingegen nicht nur ein echtes Statussymbol, sondern mit einer der umfassendsten Reiseversicherungen auf dem Markt, weltweitem Lounge-Zugang über das Priority-Pass-Netzwerk und einem persönlichen Concierge-Service auch unglaublich leistungsstark. Die Liste der exklusiven Vorteile, die man bei keiner anderen Kreditkarte in Deutschland mit der Platinum Amex erhält, ist lang. Nutzt man die zahlreichen Vorteile wie das jährliche Reiseguthaben, den Status bei internationalen Hotelketten und den weltweiten Lounge-Zugang mit Gast aktiv, lässt sich die recht stattliche Jahresgebühr von 720€ schnell um ein Vielfaches wieder reinholen.
Wichtig zu wissen: Anders als bei Visa oder Mastercard ist American Express gleichzeitig Netzwerk und Kartenherausgeber. Amex spielt also auf beiden Seiten des Tisches. Karten wie die Miles & More Kreditkarte hingegen werden zwar unter einer anderen Marke vermarktet, laufen aber technisch über Visa und werden von einer Partnerbank herausgegeben. Bei Amex liegt alles in einer Hand, daher gibt es dort auch eigene Regeln und eigene Prüfkriterien.

Die Kreditwürdigkeit ist die wohl wichtigste Voraussetzung bei der Beantragung jeder Kreditkarte, bei Premiumkarten, mit üblicherweise hohen Verfügungsrahmen, gilt das erst recht. American Express arbeitet in Deutschland mit der Schufa zusammen und zieht daher bei der Antragsprüpfung eine Schufa-Auskunft ein.
Ein konkreter Schufa-Mindestscore wird von Amex nicht öffentlich kommuniziert, aber die Erfahrungswerte aus unserer Community zeigen klare Tendenzen:
Wer die eigene Bonität bzw. den persönlichen Schufa-Score noch nicht kennt, kann einmal jährlich kostenlos eine Selbstauskunft bei der Schufa anfordern. Es lohnt sich, diese vor dem Antrag zu prüfen und gegebenenfalls fehlerhafte Einträge korrigieren zu lassen, denn nur so kann man den Score spürbar verbessern.
Wir vermuten, dass sich American Express nicht nur den Score anschaut, sondern auch das Gesamtbild betrachtet: Wie viele Kreditkarten existieren bereits? Gibt es häufige Kreditanfragen in kurzer Zeit? Auch diese Faktoren können in die Bewertung mit einfließen.

American Express gibt offiziell keine festen Mindesteinkommensgrenzen für die Gold oder Platinum Card an. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass das Einkommen eine zentrale Rolle bei der Antragsprüfung spielt, denn es beeinflusst unserer Ansicht nach direkt den Kreditrahmen, den Amex bereit ist einzuräumen.
Aus der Praxis lassen sich folgende Faustregeln ableiten:
Wer als Angestellter einen Antrag stellt, profitiert von der einfacheren Nachweisführung: Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate genügen in der Regel als Einkommensnachweis. Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe, sondern auch die Kontinuität. Ein stabiles, regelmäßiges Einkommen wirkt überzeugender als schwankende Einnahmen.
Neben Bonität und Einkommen gibt es eine Reihe formaler Kriterien, die für eine erfolgreiche Antragsannahme zwingend erfüllt sein müssen:
Mindestalter: Man muss mindestens 18 Jahre und somit in Deutschland volljährig sein, um eine eigene Amex-Kreditkarte beantragen zu können.
Wohnsitz in Deutschland: Beide Karten setzen einen festen Hauptwohnsitz in Deutschland voraus. Wer zwar in Deutschland arbeitet, aber seinen offiziellen Wohnsitz im Ausland hat, wird in der Regel abgelehnt.
Bankkonto in Deutschland: Für die Abbuchung der monatlichen Kreditkatenabrechnung wird ein Girokonto innerhalb des SEPA-Raums benötigt. Erfahrungsberichten zufolge werden auch nicht-deutsche IBANs akzeptiert, sofern es sich um ein Euro-Konto handelt.
Gültiges Ausweisdokument: Zur Identitätsprüfung wird ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt. Der Antrag kann online mit einem VideoIdent-Verfahren oder über PostIdent in der nächstgelegenen Postfiliale abgeschlossen werden.
Wichtig: Wer diese Basiskriterien nicht erfüllt, wird unabhängig von Bonität und Einkommen keinen erfolgreichen Antrag stellen können.
Auf den ersten Blick wirken Gold und Platinum wie Geschwisterkarten – beide kommen von American Express, beide bieten Membership Rewards. Doch die Unterschiede in den Voraussetzungen und der Zielgruppe sind erheblich.
Die Amex Gold ist die etwas zugänglichere der beiden Karten, die sich primär an Einsteiger im Premiumsegment richtet. Diese Karte ist gut geeignet, um erste Erfahrungen mit einem Bonusprogramm zu sammeln. Die Jahresgebühr liegt bei 240 Euro und lässt sich durch Willkommensprämien und Reiseguthaben teilweise kompensieren.
Die Amex Platinum ist für alle, die regelmäßig reisen und maximalen Komfort schätzen. Mit einer Jahresgebühr von 720 Euro ist die Karte nicht gerade günstig, richtig genutzt kann man jedoch mit Lounge-Besuchen Am Flughafen, jährlichen Guthaben in Höhe von mehreren hundert Euro und Statusvorteilen bei Hotelketten und Mietwagenanbietern diese Kosten schnell rechtfertigen. American Express prüft aufgrund der höheren Kartengebühr vermutlich sorgfältiger, ob ein Antragsteller in der Lage ist, diese dauerhaft zu tragen. Wer die Platinum beantragt, sollte idealerweise bereits eine positive Kreditgeschichte bei Amex oder ein entsprechend gutes Gehalt mit top Schufa-Score vorweisen.
Strategie für Einsteiger: Viele erfahrene Kreditkartennutzer empfehlen, zunächst mit der Amex Gold zu starten, eine solide Zahlungshistorie aufzubauen und nach 12 bis 24 Monaten ein Upgrade auf die Platinum zu beantragen. Das erhöht die Genehmigungswahrscheinlichkeit deutlich.

Eine Premiumkreditkarte ist eine Investition, daher empfehlen wir, die Kosten vorher einmal genau durchzurechnen. Die Jahresgebühren für Amex-Karten sind höher als bei Standardkarten, die enthaltenen Leistungen können jedoch diese Kosten für den richtigen Nutzer oft mehr als ausgleichen.
Amex Gold (Stand 2026): Die Jahresgebühr beträgt 240 Euro. Darin enthalten sind unter anderem Reise- und Einkaufsversicherungen, die Teilnahme bei Membership Rewards sowie der Zugang zu Amex Offers. Zudem bekommt man in der Regel einen attraktiven Neukunden-Bonus in Form von Punkten oder Cash.
Amex Platinum (Stand 2026): Die Jahresgebühr liegt bei 720 Euro und ist somit eine der höchsten für eine derartige Kreditkarte überhaupt. Doch die enthaltenen Leistungen sind dafür umso umfangreicher: Priority-Pass-Lounge-Zugang (weltweit in über 1.550 Lounges), 200 Euro jährliches Reiseguthaben, 150 Euro jährliches Restaurant-Guthaben, 200 Euro jährliches Sixt-Ride Guthaben für Taxis und einen Limousinen-Service, Hotelstatus-Upgrades (Marriott, Hilton) und umfassende Reiseversicherungen inklusive Mietwagenversicherung, machen diese Karte besonders fürs Reisen unglaublich attraktiv.
Wer mehrmals im Jahr ins Ausland reist, regelmäßig in Partnerhotels übernachtet und die Lounges am Flughafen aktiv nutzt, kann mit der Platinum-Karte tatsächlich Geld sparen, wenn man die regulären Kosten für diese Leistungen gegenüberstellt.
Hinweis: Bei der Amex Platinum Card kann man kostenlos bis zu fünf Zusatzkarten für Familienmitglieder oder Partner beantragen, eine Karte davon kann eine weitere Platinum Card aus Metall sein, die ebenfalls einen Lounge-Zugang mit Gast sowie das umfangreiche Versicherungspaket enthält.
Eine gründliche Vorbereitung erhöht die Chance auf eine Genehmigung erheblich. Folgende Schritte haben sich in der Praxis bewährt:
Schritt 1 – Schufa-Auskunft vorab einholen: Vor dem Antrag sollte man die eigene Schufa-Auskunft prüfen. Eventuelle Fehler können direkt bei der Schufa gemeldet und entsprechend korrigiert werden. Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist einmal jährlich abrufbar.
Schritt 2 – Bestehende Kreditanfragen minimieren: Jede formale Kreditanfrage hinterlässt einen Eintrag in der Schufa. Wer kurz vor dem Amex-Antrag viele Anfragen gestellt hat, kann dadurch seinen Schua-Score kurzfristig senken. Im besten Fall sollte man vor der Beantragung bis zu drei Monate nach der letzten Kreditanfrage warten.
Schritt 3 – Einkommen dokumentieren: Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide oder Kontoauszüge sollten griffbereit sein. Beim Online-Antrag werden diese Dokumente nicht immer sofort verlangt, aber Amex kann sie im Rahmen der Prüfung ggf. nachfordern.
Schritt 4 – Richtige Karte wählen: Wer sich unsicher ist, sollte realistisch einschätzen, welche Leistungen man am Ende tatsächlich regelmäßig nutzt. Außerdem: Entscheidet man sich beispielsweise anfangs für eine Amex Gold, kann man später einfach ein Upgrade zur einer Amex Platinum vornehmen.
Schritt 5 – Antrag vollständig und korrekt ausfüllen: Unvollständige Angaben oder Inkonsistenzen zwischen Antrag und Schufa-Daten führen häufig zu Verzögerungen oder Ablehnungen. Alle Angaben sollten der Realität entsprechen und aktuell sein.
Eine Ablehnung ist bei derartigen Kreditkarten keine Seltenheit und sicher kein Beinbruch, dennoch ist es sinnvoll, die häufigsten Gründe zu kennen und im besten Fall proaktiv zu vermeiden:
Unser Tipp: Wer abgelehnt wird, sollte mindestens sechs Monate warten, bevor ein neuer Antrag gestellt wird. Möchte man es erneut probieren, empfehlen wir, in dieser Zeit gezielt an den relevanten Faktoren zu arbeiten.

Nach einer erfolgreichen Genehmigung beginnt das eigentliche Erlebnis. Die Membership-Rewards-Punkte, die man mit jeder Ausgabe sammelt, sind ein zentrales Element beider Karten. Wer das System einmal verstanden hat, kann enorm davon profitieren.
Punkte lassen sich auf verschiedene Weise einlösen: als Flugmeilen bei Partnerairlines (darunter Lufthansa Miles & More, British Airways Executive Club, Air France-KLM Flying Blue), als Hotelpoints (z.B. bei Hilton Hotels) oder direkt für Reisen über das Amex-Buchungsportal. Der Wert der Punkte variiert je nach Einlöseoption und schwank teilweise stark. Die Erfahrung zeigt, bei der richtigen Einlösung für Flüge und Hotelaufenthalte, kann man den besten Gegenwert je Membership Rewards Punkt erreichen.
Die Platinum-Karte bietet darüber hinaus:
Unserer Meinung nach läuft es am Ende auf eine ehrliche Selbsteinschätzung hinaus. Wer ein stabiles Einkommen, eine solide Bonität und einen aktiven Reisestil mitbringt, erfüllt die Grundvoraussetzungen für beide Karten. Die entscheidende Frage ist: Welche Karte passt zum eigenen Lebensstil, und lassen sich die Vorteile auch tatsächlich nutzen?
Die Amex Gold ist der ideale Einstieg ins Premiumsegment. Sie ist erreichbar, ihre Leistungen sind klar und gut nutzbar, und die Jahresgebühr ist mit etwas Planung leicht zu rechtfertigen. Wer die Membership-Rewards-Punkte clever einsetzt, profitiert überproportional.
Die Amex Platinum ist für alle, die wirklich regelmäßig international auf Reisen sind und dabei maximalen Komfort schätzen. Lounge-Zugang, Versicherungen und Hotelstatus, das sind reale Vorteile mit echtem Geldwert. Wer die Karte nicht aktiv nutzt, zahlt jedoch drauf.
Unsere Empfehlung: Zunächst mit der Gold starten, das System kennenlernen, eine gute Zahlungshistorie aufbauen und dann gegebenenfalls auf die Platinum upgraden. Das maximiert nicht nur die Genehmigungswahrscheinlichkeit, sondern auch den langfristigen Mehrwert.
Kreditkarten wie die Amex Gold und Platinum sind keine einfachen Zahlungsmittel, sie sind vielmehr Werkzeuge, die nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn man weiß, wie man sie richtig benutzt.