Reiseuhu City Check – Insidertipps für deinen Mailand Urlaub

Mailand-Tipps

Mailand, die zweitgrößte Stadt Italiens, kommt mit rund 1,3 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 7,4 Millionen Einwohnern im gesamten Einzugsgebiet daher. Damit ist das Einzugsgebiet rund um Mailand herum der größte Ballungsraum Italiens. Aber Mailand hat deutlich mehr zu bieten als nur seine Größe, die für europäische Verhältnisse dazu auch noch nicht einmal wirklich bedeutend ist. Mailand gilt europaweit als Modemetropole. Kein Wunder, finden doch das ganze Jahr über immer wieder mehr oder weniger bedeutende Modemessen in Mailand statt.

 

Sehenswürdigkeiten in Mailand – das muss man gesehen haben

Darüber hinaus gilt Mailand als wunderbares Pflaster für Shoppingliebhaber, ohne allerdings ein echtes Schnäppchenparadies zu sein. Hier kauft ein, wer es sich leisten kann. Doch Mailand kann auch mit anderen Argumenten überzeugen. Ein großes Kulturangebot, eine überaus interessante Geschichte und eine Bevölkerung, deren typisch italienisches Temperament für ein ganz besonderes Flair in der Stadt sorgen. Da Mailand auf jeden Fall einen Besuch wert ist, habe ich für euch hier einmal ein paar Tipps zu der Stadt und ihren Sehenswürdigkeiten herausgesucht.

 

Mailand-Insider-Tipps
 
Mailand blickt auf eine ebenso lange wie bewegte Geschichte zurück. Einst eine keltische Siedlung erlebte Mailand unter der Herrschaft Roms einen raschen Aufstieg, um dann im Mittelalter und in der Renaissance ihren Platz unter den führenden italienischen Städten zu beanspruchen. Aus diesen Jahrhunderten sind eine Menge Gebäude, Plätze und Sehenswürdigkeiten erhalten geblieben, die eine Menge über die Kultur und die Geschichte der Stadt zu berichten wissen.

 

Das Teatro alla Scala

Das Theater aus dem Jahre 1776, dass heute nur kurz Scala genannt wird, ist eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt. Im Zweiten Weltkrieg nahezu komplett zerstört musste die wiedererrichtete Scala schon einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wieder abgerissen werden, da der Neubau so übereilt vorangetrieben worden war, dass sich einfach zu viele Baumängel eingeschlichen hatten. Nur das Foyer, die Außenmauer und der Zuschauerraum konnten bestehen bleiben. Der Rest musste erneuert werden. Inzwischen ist die Scala, auch dank modernster Akustik und Tontechnik, nicht nur eines der bekanntesten, sondern auch eines der beliebtesten Opernhäuser der Welt. Mit 13 – 25 Vorstellungen im Monat ist die Scala auch in 2016 wieder ein gut genutztes Opernhaus.
 

Der Mailänder Dom

Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit ist der Mailänder Dom. Im späten 14. Jahrhundert erbaut kommt das Gotteshaus, das eines der größten der Welt ist, im Stile der italienischen Gotik daher. Mit rund 4000 Statuen versehen ist der 157 Meter lange und 109 Meter breite Dom aus hellem Marmor ein wirklich beeindruckendes Bauwerk. Das für Touristen zugängliche begehbare Dach kann man wahlweise über eine Treppe oder einen Fahrstuhl erreichen. Die Aussicht von dort oben entschädigt sogar für den durchaus anstrengenden Treppenaufstieg.

 

Mailand-Reisetipps

 

Das Castello Sforzesco

Das Castello Sforzesco liegt im Nordwesten der historischen Altstadt und wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts von Francesco I. Sforza erbaut. Hier an der Piazzo Castello ließ Sforza dieses Schloss anstelle der zerstörten Familienburg der Familie Visconti erbauen. Heute ist das Schloss Heimat zweier angesehener und wirklich lohnenswerter Museen. Einmal findet man hier das Museum für antike Kunst und das archäologische Museum. Exponate verschiedener italienischer Künstler, wie beispielsweise ein unvollendetes Werk Michelangelos, können hier bestaunt werden. Auch bekannte Maler wie Canaletto, Cesare de Sesto und Mategna sind hier verewigt. Die Gartenanlagen des Schlosses sind im Stil englischer Gärten angelegt und laden gerade in der Zeit der Blüte der verschiedensten Blumenarten zu langen und entspannenden Spaziergängen ein.

 

Die Galleria Vittorio Emmanuelle II

Direkt neben dem Mailänder Dom an der Piazza del Duomo gelegen ist diese Einkaufspassage, wenn man diesen Prachtbau denn ganz profan so nennen möchte, ein klassischer Mailänder Einkaufstempel. Im Jahre 1864 vom damaligen Stararchitekten Giuseppe Mengoni entworfen sind die Gebäude in dieser von einem Glasdach überspannten Passage über und über mit Fresken, Stuck und Marmor verfeinert und geben schon auf den ersten Blick einen Eindruck von Glanz und Glamour. Und natürlich findet man hier standesgemäß überwiegend Geschäfte der Kategorie Armani, Prada, Versace, Gucci. Die Passage beherbergt aber auch Restaurants, Bars und Hotels, wie das direkt in der Mitte der Passage liegende Town House Gallerie. Auf dem Hauptplatz der Galleria findet man die Wappen der vier Städte Rom, Turin, Florenz und Mailand. Alles in allem ist die Galleria einen Besuch wert, allein schon um die wunderschöne Architektur bewundern zu können. Inwieweit sich hier ein Einkaufsbummel lohnt, bleibt dem persönlichen Geschmack und vor allem dem eigenen Geldbeutel überlassen. In den frühen Abendstunden verwandelt sich die Galleria zusätzlich in eine der beliebtesten Flaniermeilen der Stadt. Spätestens dann sollte man hier einen Besuch wagen, allein schon um sich etwas unter die Einheimischen zu mischen und ein wenig vom italienischen Lebensgefühl aufzusaugen.

 

Tipps zu Mailand – Das solltet ihr euch keinesfalls entgehen lassen
Das Museo Nazionale della Scienza e della Tecnologia Leonardo da Vinci

Das Museum mit diesem sehr klangvollen Namen, das zu deutsch Museum für Wissenschaft und Technik Leonardo da Vinci heißt, hat seinen Namen nicht nur dem Umstand zu verdanken, dass hier eine ganze Menge Arbeiten des Meisters Leonardo da Vinci ausgestellt sind. Es ist vor allem der Gedanke und die generelle Ausrichtung des Museums, das an den Geist da Vincis erinnern soll. Leonardo da Vinci ist eine der geschichtlichen Figuren, die heute als Universalgenie bezeichnet werden. Anders als Maler, Bildhauer oder andere Künstler, die einer Zunft treu blieben, war Leonardo da Vinci ein Mensch, der sich sowohl mit der Wissenschaft und Technik, als auch mit der Literatur, der Musik und der Malerei befasste. Auch Bildhauerei und Architektur waren ihm nicht fremd, mehr noch: Er galt auf nahezu jedem dieser Gebiete als Genie. Das führte dazu, dass er Zusammenhänge zwischen den einzelnen Disziplinen herstellen konnte, die andere, die auf eine Disziplin beschränkt waren, kaum erkennen konnten. Dabei sind viele seiner Arbeiten so gestaltet, dass auch Laien sie verstehen und nachvollziehen können.

An genau dieser Stelle kommt das heutige Museum ins Spiel. Hier wird versucht den wissenschaftlichen und den technischen Ansatz der Arbeiten Leonardo da Vincis herauszuarbeiten und diesen Ansatz so aufzuarbeiten, dass auch technische Laien und Kinder hier folgen können. Erklärtes Ziel des Museums ist es dabei, Wissenschaft und Technik auch und vor allem jungen Besuchern näher zu bringen. Ein Museum, das sowohl für technikbegeisterte, als auch für völlige Neulinge auf dem Gebiet absolut zu empfehlen ist.

 

Die MilanoCard – eine Menge Ersparnisse und vor allem viele interessante Infos

Wer einen Mailand Urlaub verbringt, sollte sich vorher über die Möglichkeiten der MilanoCard informieren. Die MilanoCard gibt es in drei Kategorien: gültig für 24 Stunden, für 48 Stunden oder für 72 Stunden. Nach Länge der Gültigkeit richtet sich natürlich auch der Preis. 7,00 € im günstigsten Fall kostet die Karte 13,00 €bei 48 Stunden und auch für 72 Stunden ist sie mit 19,00 € noch durchaus erschwinglich. Kinder unter 10 Jahren erhalten kostenlos eine Karte, wenn eine Begleitperson eine solche hat. Aufgrund der Möglichkeiten, die diese Karte bietet, ist sie der perfekte Begleiter für eine Städtereise nach Mailand. Öffentliche Verkehrsmittel können mit der Karte kostenlos genutzt werden. Museen und andere Sehenswürdigkeiten können kostenlos oder zumindest mit einem Rabatt besichtigt werden. Auch in ausgewählten Restaurants, Hotels und Geschäften spart man mit den Rabatten, die man für die Vorlage der MilanoCard erhält. Und ebenfalls ein echter Pluspunkt ist die kostenlose Stadtführung, die für Inhaber der MilanoCard an vier Tagen in der Woche in englischer Sprache von Einheimischen Reiseführern durchgeführt wird.

Die Karte muss man vor Beginn der Reise buchen. Dann wird diese nach Bezahlung am Tag der Ankunft am Flughafen oder an einem Bahnhof hinterlegt. Nach Abholung kann die Städtereise durch Mailand so richtig beginnen.

 

Das Nachtleben in Mailand

Das Nachtleben in Mailand folgt ganz und gar den typischen italienischen Eigenheiten. Der Abend beginnt so zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr mit einem Rundgang über eine der typischen Flaniermeilen. Das sind die Galleria Vittorio Emmanuelle II. oder eine der Fußgängerzonen im Innenstadtbereich. Hier kleidet man sich gut und genießt die, für italienische Verhältnisse, frühen Abendstunden. Dabei geht es in der Regel darum, zu sehen und gesehen zu werden. Anschließend begibt man sich in eine Pizzeria oder ein Restaurant, um zu Abend zu essen.

In der Regel isst der Italiener, ist er in einem richtigen Restaurant, dabei ein mehr gängiges Menü, das mindestens aus Vorspeise und Hauptgericht besteht. Dabei bestellt man die Vorspeise aus den Primi Piatti. Dabei handelt es sich um kleinere Portionen von Vorspeisen, teilweise in Manier der hierzulande allgemein bekannten italienischen Vorspeisen, teilweise aber auch kleinere Portionen von Nudelgerichten, die man in Deutschland eher als Hauptgericht servieren würde.Anschließend kommt man zur Secondi piatti, dem Hauptgericht, das oft ein Fleisch- oder Fischgericht ist. In der Pizzeria sieht man diese Bestellfolge nicht ganz so eng. Da reicht es auch, wenn man eine Pizza bestellt und die Mahlzeit mit einem kleinen Dessert beendet. Dieses, auf der Karte als Dolci ausgewiesen, ist auch im höherklassigen Restaurant nicht unbedingt ein Muss. So bestellt man Primi Piatti und Secondi Piatti gleichzeitig und das Dolci erst, wenn die beiden anderen Gänge vertilgt sind.

Nach dem Essen geht es in eine der zahlreichen Bars oder einen der Clubs in der Stadt. Empfehlenswert ist hier beispielsweise das Porta d´Oro. Tagsüber ein Restaurant verwandelt der Laden sich abends in einen Club mit Livemusik und Tanz. Der Night Club Dolce Vita macht seinem Namen alle Ehre.

 

Fazit

Letztlich fehlt der Platz, um wirklich alle interessanten Informationen über Mailand zusammentragen zu können. Soviel steht auf jeden Fall fest: Eine Reise nach Mailand lohnt sich auf jeden Fall. Wer mit dem Auto anreist, sollte allerdings vorsichtig sein, was das Parken angeht. Hohe Strafzettel gegen Ausländer ohne ersichtlichen Grund und sogar regelmäßiges Abschleppen sind an der Tagesordnung. Da ist das Parken auf bewachten Plätzen oder in kostenpflichtigen Parkhäusern allemal günstiger. Doch wer sich einmal mit den Eigenheiten dieser Stadt befasst und dann einen oder mehrere Tage hier verbracht hat, dem wird schnell klar, warum Italien und die italienischen Großstädte in vielen Deutschen immer wieder eine gewisse Sehnsucht entfachen.

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